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28. Januar 2016

 

Liebe Leserinnen und Leser,

Feministinnen haben nach der Silvesternacht den Aufruf „Gegen sexualisierte Gewalt und Rassismus. Immer. Überall. #ausnahmslos“ gestartet. Sie fordern eine zügige und umfassende Aufklärung aller Straftaten von sexualisierter Gewalt an öffentlichen Plätzen, unabhängig von Herkunft, Ethnie, Alter, Religion. Außerdem müssten die Schutzlücken im Straftatbestand der sexuellen Nötigung/Vergewaltigung endlich geschlossen werden, heißt es in dem Aufruf, der mittlerweile von vielen Unterzeichnerinnen unterstützt wird.

Diese Forderung ist nicht neu. Bereits in den vergangenen Jahren hatten Verbände auf zahlreiche Schutzlücken im Gesetz hingewiesen. Bevor sie nicht beseitigt sind, kann Deutschland das Europaratsübereinkommen gegen Gewalt gegen Frauen (die sogenannte Istanbul-Konvention) nicht ratifizieren. Denn Artikel 36 des Übereinkommens legt ausdrücklich fest: Alle sexuellen Handlungen gegen den Willen der Betroffenen müssen effektiv strafrechtlich verfolgt werden, auch wenn das Opfer keine physische Gegenwehr leistet. Wie dies in einem deutschen Gesetz formuliert werden soll, ist umstritten. Der Ende 2015 veröffentlichte Referentenentwurf des Gesetzes von Bundesjustizminister Heiko Maas bleibt hinter der Forderung „Nein heißt nein!“ der Verbände zurück. Eine Petition soll nun den Druck erhöhen.

Regine Wlassitschau
Referentin für Öffentlichkeitsarbeit

Studie zeigt große Unterschiede bei der Einstellung zu Homosexualität

Cover der Publikation zur Studie Wie stark sich die Einstellungen zu sexueller Vielfalt in Deutschland unterscheiden, zeigt die Studie „Queeres Deutschland 2015“ der Stiftung Change Centre. Von den über 2000 befragten Deutschen sprachen sich 71 Prozent dafür aus, dass Schülerinnen und Schüler im ... Lesen Sie mehr

Jahreswechsel: das ändert sich 2016

  • Kindergeld: Der Betrag steigt für das erste und zweite Kind auf monatlich 190 Euro, für das dritte Kind auf 196 Euro. Für das vierte und jedes weitere Kind erhalten Eltern monatlich 221 Euro.
  • Der Kinderfreibetrag erhöht sich auf 4.608 Euro.
  • Der Unterhaltsvorschuss, den alleinerziehende Mütter oder Väter, die für ihr Kind keinen oder nur ... Lesen Sie mehr

Präimplantationsdiagnostik wird kaum genutzt

Die in Deutschland nur unter strengen gesetzlichen Auflagen erlaubte Präimplantationsdiagnostik (PID) wird kaum genutzt. Aufgrund der im Ausland gemachten Erfahrungen war von jährlich 200 bis 300 Anträgen auf eine solche molekulargenetische Untersuchung ausgegangen worden, wie aus einer Unterrichtung (Lesen Sie mehr

Mit „Herzsprung“ gegen Gewalt

In der Schweiz wollen die Stadt und der Kanton Zürich mit Projekten an Schulen gegen die Gewalt in Paarbeziehungen angehen. Zwischen März und Juli 2015 erpobte die Züricher Fachstelle für Gleichberechtigung das Pilotprojekt „Herzsprung – Freundschaft, Liebe, Sexualität ohne Gewalt“ in vier Schulen im Kanton Zürich. Nun liegen die Evaluationsergebnisse vor.

In ... Lesen Sie mehr

Anträge an den Fonds Sexueller Missbrauch bis Ende April

Noch bis zum 30. April 2016 können Betroffene sexuellen Missbrauchs im familiären Bereich Anträge an den Fonds Sexueller Missbrauch stellen. Es sind Hilfeleistungen bis zu 10.000 Euro möglich; Menschen mit Behinderung können darüber hinaus Mehraufwendungen bis zu einer Höhe 5.000 Euro ... Lesen Sie mehr

Rechtliches

EU-Bürgerinnen und -Bürger erhalten Sozialleistungen in Deutschland

EU-Symbolbild Bereits zum dritten Mal binnen zweier Monate hat sich das Bundessozialgericht (BSG) am 20. Januar 2016 mit der Frage befasst, ob EU-Bürgerinnen und -Bürger von existenzsichernden Leistungen in Deutschland ganz ausgeschlossen werden dürfen. Lesen Sie mehr

Fort- und Weiterbildung

Freie Plätze in der Fortbildung Psychosoziale Beratung bei Pränataldiagnostik, 18.-20.5.2016

pro familia bietet im Mai 2016 die Basisfortbildung Psychosoziale Beratung bei Pränataldiagnostik an, für die aktuell noch acht Plätze frei sind. Die Fortbildung Pränataldiagnostik soll vor allem die ... Lesen Sie mehr

Publikationen

Neue pro familia Broschüren

Cover der neuen Broschüren In der Reihe Sexualität und Älterwerden ist neu erschienen: „Wenn Sexualität sich verändert…“. Diese Broschüre geht auf mögliche körperliche Veränderungen mit zunehmendem Alter ein und gibt einen Überblick über die häufigsten sexuellen Probleme und deren Behandlungsmöglichkeiten. Sie beleuchtet dabei Aspekte wie Intimität, sexuelle Zufriedenheit und Gesprächsbereitschaft ... Lesen Sie mehr

Kartenset der BZgA informiert über Schwangerschaftsberatung

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat Infokarten entwickelt, mit dem auf das Angebot der Schwangerschafts-beratungsstellen aufmerksam gemacht werden kann. Die fünf Karten informieren über 1. Schwangerschaft, Geburt und die erste Zeit mit Kind, 2. Pränataldiagnostik, 3. ungeplante oder ungewollte Schwangerschaft, 4. Frühe Hilfen für (werdende) Eltern ... Lesen Sie mehr

Wie helfen Hebammen? Information in acht Sprachen

Der Deutsche Hebammenverband hat zusammen mit dem Berliner Senat die Infobroschüre „Guter Start ins Leben – Wie Hebammen helfen“ entwickelt. In acht Sprachen – darunter auch Arabisch, Serbokroatisch, Türkisch und Vietnamesisch – informiert die Broschüre darüber, ... Lesen Sie mehr

Film für Eltern: „Signale des Babys“ nun auch auf englisch und türkisch

Babys verständigen sich noch nicht mit Worten – trotzdem können sie sich deutlich mitteilen. Sie „sagen” mit Gesten, Blicken und dem ganzen Körper, was sie brauchen und wünschen, was ihnen Angst oder Freude macht. Ein Filmprojekt hilft Eltern, ihre Kinder besser zu verstehen und unterstützt damit achtsame und gewaltfreie Familienbeziehungen. In den über 100 Spots auf ... Lesen Sie mehr

Termine

Anmeldeschluss naht: Fachtagung „Sex trotz(t) Demenz“ am 17. Februar 2016 in Hannover

Allein in Deutschland sind gegenwärtig rund 1,5 Millionen Menschen von Demenz betroffen. Auch sie haben ein Bedürfnis und Verlangen nach Nähe, Geborgenheit und körperlicher Intimität. Doch verändert eine Demenzerkrankung das Sexualverhalten der Betroffenen? Welche Herausforderungen und Konflikte entstehen durch die Erkrankung in einer Partnerschaft? Und wie kann ... Lesen Sie mehr

Fachtagung zum Thema Interkulturalität, Scham und Sexualität am 14. April 2016 in Waiblingen

In den Vorträgen auf diesem Fachtag von pro familia Waiblingen geht es um kulturelle Unterschiede und deren Einflüsse auf Sexualität sowie um „gesunde“ und „traumatische Scham“. In den Workshops können sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer u.a. darüber austauschen, wie ein respektvoller Dialog ... Lesen Sie mehr
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