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22. Juli 2013

 

Liebe Leserinnen und Leser,

von einschneidenden Veränderungen ist die Sexualmedizin in Kiel betroffen. Die bisherige Kieler Sektion für Sexualmedizin soll zum 30. September 2013 aufgelöst und die Sexualmedizin an eine Tochtergesellschaft des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein angegliedert werden. Für den bisherigen Leiter der Kieler Sektion, Prof. Hartmut Bosinski, ist damit eine verantwortbare Arbeit nicht mehr möglich, weshalb er sein Amt niedergelegt hat.

Für die die sexualmedizinische Forschung und die Behandlung von PatientInnen bedeutet dies einen weiteren Rückschlag. Bereits 2006 war das Frankfurter Institut für Sexualwissenschaft geschlossen worden. Nun ist die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit sexuellen Störungen und Störungen der Geschlechtsidentität in Schleswig-Holstein in Frage gestellt.

Wir brauchen aber bundesweit Anlaufstellen, die Beratung und Therapie für Menschen in sexuellen Nöten anbieten, und dafür mit ausreichenden finanziellen Mitteln ausgestattet sind. Sparmaßnahmen, die Prof. Bosinski als wahren Grund der Umstrukturierung in Kiel vermutet, sind hier fehl am Platz. Menschen, die sexualmedizinische Behandlung benötigen, müssen diese umgehend und umfassend erhalten. Dies gilt nicht zuletzt für Männer mit pädosexuellen Neigungen.

Prof. Dr. Daphne Hahn
Bundesvorsitzende

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