pro familia Logo
Der pro familia newsletter wird nicht richtig angezeigt? Bitte hier online lesen.

16. Juli 2014

 

Liebe Leserinnen und Leser,

während die meisten Menschen ihre Aufmerksamkeit auf Brasilien richteten, befasste sich der Bundestag (Drucksache 18/1958) Anfang Juli mit Kairo bzw. der Konferenz für Bevölkerung und Entwicklung, die vor 20 Jahren dort stattgefunden hat.

Allgemeiner Konsens ist seitdem, dass sexuelle und reproduktive Rechte individuelle Menschenrechte sind und dass jegliche staatliche oder andere Familienplanungszielvorgaben, die in diese Rechte der einzelnen Personen eingreifen, als gravierende Menschenrechtsverletzungen zu ächten sind, stellte der Bundestag fest.

Die Abgeordneten lobten die Kairo-Konferenz als einen Meilenstein und wiesen darauf hin, dass in der Europäischen Union auch heute noch erhebliche Unterschiede beim Zugang zu Informationen und Dienstleistungen der sexuellen und reproduktiven Gesundheit und Rechte bestehen, was sich unter anderem in einem eingeschränkten bzw. fehlenden Zugang zu Verhütungsmitteln widerspiegelt.

Bedauerlich ist nur, dass gleichzeitig betont wurde, dass sich aus allen diesen Überlegungen kein Recht auf einen Schwangerschaftsabbruch ableiten lässt. pro familia erinnert immer wieder daran, dass eine ungewollte Schwangerschaft trotz modernster Verhütungsmethoden und breiter Aufklärung eintreten kann. Frauen müssen sich deshalb frei von Strafandrohungen und staatlicher Einflussnahme über das Austragen oder den Abbruch einer Schwangerschaft entscheiden können.

Regine Wlassitschau
Referentin für Öffentlichkeitsarbeit

Keine Artikel in dieser Ansicht.

Abmelden  Anmelden