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6. Mai 2013

 

Liebe Leserinnen und Leser,

die Kampagne für eine rezeptfreie Pille danach geht weiter. pro familia war als Expertin zu einer Anhörung des Gesundheitszuschusses geladen, um für die Freigabe der Levonorgestrel-Pille danach zu plädieren. Am 24. April 2012 wurden dort die fachlichen Positionen von Verbänden und einzelnen Fachleuten zu den Gesetzesanträgen der Fraktionen SPD und Linke (17/11039, 17/12102) eingeholt, die beide die Rezeptfreiheit fordern.

pro familia hat wiederholt darauf hingewiesen, dass es keinen wissenschaftlich nachvollziehbaren Grund für die Beibehaltung der Rezeptpflicht gibt, und dies auch in der Stellungnahme für die Anhörung betont. In der Anhörung zeigte sich, dass die meisten ExpertInnen diese Einschätzung teilen. Es wurde deutlich, dass es andere, nicht-medizinische Gründe haben muss, warum sich Gynäkologinnen und Gynäkologen in Deutschland so vehement gegen einen schnellen und niedrigschwelligen Zugang stellen, der in 28 europäischen Nachbarländern seit Jahren Wirklichkeit ist.

Wenn nach wissenschaftlicher Evidenz entschieden würde, müsste aus dem Gesundheitsministerium sofort die Verordnung zur rezeptfreien Vergabe der LNG-Pille danach erlassen werden. Welche Stimmen mehr politisches Gewicht haben, werden die nächsten Wochen zeigen.

Prof. Dr. Daphne Hahn
Bundesvorsitzende

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