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Bundesdelegiertenversammlung von pro familia verabschiedet „Offenbacher Erklärung“

Einstimmig beschlossen die Delegierten die "Offenbacher Erklärung"

pro familia fordert, die Kostenübernahme für alle Verhütungsmittel und für alle Menschen über die Krankenkassen sicherzustellen. Verschreibungspflichtige und nicht-verschreibungspflichtige Verhütungsmittel sollen in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen aufgenommen werden, ebenso wie die Kosten für ärztliche Leistungen, die im Zusammenhang mit Verhütung entstehen. Auch für Sterilisationen soll die Kostenübernahme gelten. Dies beschlossen die Delegierten in einer „Offenbacher Erklärung“ auf der jährlichen Versammlung am 12. Mai 2019.

In einem ersten Schritt fordert pro familia, den Rechtsanspruch auf kostenfreien Zugang zu allen Verhütungsmitteln für Menschen mit wenig Einkommen zu garantieren und als bundesweite Regelung im SGB V zu verankern. Mit der „Offenbacher Erklärung“ verpflichtet sich pro familia außerdem, die freiwillige, rechtebasierte psychosoziale Verhütungsberatung neben dem Angebot der niedergelassenen Ärzt*innen auszubauen und weiterzuentwickeln.

Bereits am Vortag hatte sich der Verband auf der Fachtagung „Verhütungsberatung: Lebensnah – an den Menschenrechten orientiert“ mit Verhütungsberatung und den Herausforderungen für die Zukunft befasst. Die Teilnehmenden diskutierten in den Workshops unter anderem die Fragen, wie die Arbeit mit Dolmetscher*innen gelingen und Social Media für die Informationsarbeit zu Verhütung insbesondere für die Zielgruppe junger Menschen genutzt werden kann.

Zur Pressemitteilung zum Verbandswochenende

 

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