pro familia Logo

„Antibakteriell“: Kein Nutzen, stattdessen eine Gefahr für die (reproduktive) Gesundheit

Wissenschaftler*innen, Ärzt*innen und Gesundheitsorganisationen fordern ein Verbot von Triclosan

Das Biozid Triclosan ist hormonell wirksam und steht im Verdacht, Brustkrebs auszulösen, Spermien zu schädigen, die Leber und die Muskeln anzugreifen sowie Resistenzen gegen Antibiotika zu begünstigen. Es wird als Bakterienhemmer zum Beispiel in Zahnpasta, Kosmetika, Schuhen und Sportbekleidung verwendet. Mit zweifelhaftem Nutzen, stellen 206 Wissenschaftler*innen, Ärzt*innen und medizinische Fachpersonen aus 29 Ländern fest. Sie fordern in einem Aufruf, dass die Nutzung von Triclosan weltweit stark eingeschränkt und nur noch in medizinischen Spezialanwendungen zugelassen wird.

In Seifen und Reinigungsmitteln ist das Desinfektionsmittel in den USA, der EU und in der Schweiz bereits verboten. In Kosmetika und anderen Produkten des täglichen Bedarfs darf Triclosan weiterhin vorkommen.

Neun europäische Gesundheitsorganisationen, darunter in Deutschland der Ökologische Ärztebund (ÖAB), fordern deshalb die Europäische Kommission und die einzelnen nationalen Behörden in Europa auf, Triclosan europaweit zu verbieten.

Wie Anwender*innen Triclosan vermeiden können, darüber klären die Verbraucherzentralen auf.


Abmelden  Anmelden