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Mammographie-Screening: Entscheidungshilfe für Frauen

Frauen erhalten künftig zusammen mit der schriftlichen Einladung zum Mammographie-Screening eine neue Entscheidungshilfe. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat das bisher verwendete Merkblatt vom Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) weiterentwickeln lassen, nachdem Kritik laut geworden war.

Die neue Entscheidungshilfe enthält verständlich dargestellte Informationen zur Brustkrebserkrankung und zum Ablauf der Mammographie. Wesentliches neues Element ist ein „Instrument zur Präferenzklärung“. Auf einer Doppelseite sind die wesentlichen Vor- und Nachteile der Teilnahme an der Mammographie zusammengefasst. Damit sollen Frauen besser für sich einordnen können, wie wichtig der eine oder andere Aspekt für sie ist. Zum Beispiel die Information, dass von 1.000 Frauen, die im Alter zwischen 50 und 69 regelmäßig an der Mammographie-Früherkennung teilnehmen, zwei bis sechs durch den Test vor dem Tod durch Brustkrebs bewahrt werden. Dem steht als wichtiger Nachteil gegenüber, dass neun bis zwölf von 1.000 Frauen eine sogenannte Überdiagnose erhalten (Diagnose einer Erkrankung, die sich ohne die Untersuchung nie bemerkbar gemacht und keine Beschwerden ausgelöst hätte).

Weitere Informationen zur Entscheidungshilfe und zum Mammographie-Screening sind auf der Webseite des Gemeinsamen Bundesausschusses zu finden.



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