pro familia Logo

Häusliche Gewalt unter Corona

Logo Hilfetelefon

Die Zunahme von häuslicher Gewalt scheint Corona-Zeiten zuzunehmen, zeigen Erfahrungen aus China. Betroffene können sich rund um die Uhr an das Hilfetelefon unter 08000-116 016 wenden oder sich unter www.hilfetelefon.de über Beratungsangebote informieren.

Durch die Corona-Maßnahmen kann es für Betroffene schwieriger werden, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Deshalb empfiehlt die Bundesfamilienministerin, mit Hilfe von Aushängen im Hausflur oder am Schwarzen Brett Betroffene von häuslicher Gewalt über die Initiative „Stärker als Gewalt“ zu informieren. Die Infoposter gibt es hier als Download zum Selbstausdrucken.

Um von Gewalt Betroffene zu unterstützen, wird im Netz derzeit propagiert, die Initiative aus Frankreich und Spanien „Codewort ‚Maske 19‘ in Deutschland zu etablieren. In den beiden Staaten können Betroffene von (häuslicher) Gewalt das Codewort „Maske 19“in Apotheken nennen, woraufhin die Apotheker*innen die Polizei rufen.

Auch Täter*innen erhalten Unterstützung: Das BUNDESFORUM MÄNNER – Interessenverband für Jungen, Männer und Väter e.V. hat ein Survival-Kit für Männer unter Druck entwickelt. Konkrete 10-Schritte-Handlungsempfehlungen sollen Männern dabei helfen, Stressmomente in der Corona-Krise zu bewältigen. Das Survival-Kit gibt es derzeit in 17 Sprachen.

Unterstützung im Netz gibt es auch per Video-Tutorial: Mitarbeiter der Männerberatung der AWO im Werra-Meißner-Kreis stellen nach und nach die 8 Module ihres Tutorials „Täterberatung Häusliche Gewalt/Partnerschaftsgewalt“ online. Gemäß dem Motto „Besser reden als schlagen!“ können potenzielle Täter*innen erfahren, wie sie ihre Wut in den Griff bekommen, indem sie Methoden zur gewaltfreien Konfliktbewältigung anwenden lernen. 2 Module sind schon online.

 

Abmelden  Anmelden