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Elterngeld unter Corona

Das Elterngeld soll an die Bedingungen angepasst werden, unter denen viele Eltern in der Corona-Krise arbeiten müssen. So sieht es ein Gesetzentwurf vor, den das Bundesfamilienministerium vorgelegt hat. Danach sollen Mütter und Väter, die in systemrelevanten Berufen, ihre Elterngeldmonate aufschieben können, die sie sonst bis zum 14. Lebensmonat des Kindes nehmen müssten. Eltern die in Kurzarbeit sind, müssen nicht fürchten, dass das Kurzarbeitergeld ihr Elterngeld mindert. Werdende Eltern in Kurzarbeit können die Monate mit geringen Einkommen für die Elterngeldberechnung ausklammern. Auch der Partnerschaftsbonus soll nicht entfallen, wenn die Eltern mehr oder weniger arbeiten als geplant. Dem Gesetz muss der Bundestag noch zustimmen.

Ein „Extra-Corona-Elterngeld“ fordert die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. Sie möchte die in Paragraf 56 des Infektionsschutzgesetzes verankerte Lohnentschädigung für Eltern, die ihre Kinder zuhause betreuen müssen, weiterentwickeln. In ihrem Antrag sprechen sich die Grünen dafür aus, dass die Nachweispflicht über andere zumutbare Betreuungsmöglichkeiten entfallen und Home-Office eines Elternteils nicht als Betreuungsoption gewertet werden soll. Zudem soll der Wegfall verschiedener Leistungen nach dem Bildungs- und Teilhabepaket wie zum Beispiel das kostenlose Mittagessen in Kitas und Schulen sowie die steigenden Kosten für Lebensmittel durch einen monatlichen Zuschlag von 60 Euro für anspruchsberechtigte Kinder und Jugendliche kompensiert werden.

 

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