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Online-Datenbank umfasst gesetzliche Regelungen rund um den Schwangerschaftsabbruch weltweit

In einer neuen Online-Datenbank sind umfassende Informationen über die gesetzlichen Regelungen und Richtlinien zum Schwangerschaftsabbruch weltweit abrufbar, außerdem Gesundheitsstandards und Richtlinien der WHO und der Vereinten Nationen. Das Angebot richtet sich an die Politik, an Menschenrechtsorganisationen und Nichtregierungsorganisationen, sowie an Public Health-Forscher*innen und die Zivilgesellschaft.

Die Datenbank, die verschiedene Abteilungen der UNO, der Weltbank und der WHO entwickelt haben, soll vergleichende und länderspezifische Analysen der Gesetze und Politiken, die den Schwangerschaftsabbruch betreffen, erleichtern.

„Restriktive Schwangerschaftsabbruchgesetze sind nur eine von vielen politischen Barrieren, die den Zugang von Frauen und Mädchen zu einer sicheren Abtreibung beeinträchtigen“, betonte die WHO anlässlich der Freischaltung der Datenbank. Andere Barrieren seien u.a. die Pflichtberatung, obligatorische Wartezeiten, unnötige medizinische Tests, schlechte Vergütung von Gesundheitspersonal für Dienstleistungen rund um den Schwangerschaftsabbruch sowie die Zulassung von Gewissensverweigerung in Bezug auf den Schwangerschaftsabbruch.

Eine Fülle von Daten und Links zu Originaldokumenten sind in den einzelnen Länderprofilen abrufbar. Für Deutschland finden sich zum Beispiel die Angaben, dass es Restriktionen bei der Information der Öffentlichkeit über den Schwangerschaftsabbruch gibt und dass nationale Richtlinien für den Schwangerschaftsabbruch und für die Schwangerschaftsabbruchversorgung fehlen.


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