AKTUELLES & WISSENSWERTES

Projekt "Hände weg" - Heidehof Stiftung und Town & Country Stiftung fördern Bildungs- und Präventionsprojekt für Kinder

Dr. Petra Butz (Hegau Massivbau GmbH / Singen), Botschafterin der Town & Country Stiftung, übergab kürzlich persönlich den symbolischen Spendenscheck an pro familia Singen Geschäftsführer Mathias Graf.

08/2019
Es ist ein aktuelles und sensibles Thema. Sexualisierte Übergriffe und sexuelle Gewalt gegen Kinder, häufig verharmlost, nicht wahrgenommen, totgeschwiegen. Und es beginnt im Kleinen, vermeintlich ohne Belang –  die unerwünschte Umarmung, die unangenehm tätschelnde Hand, das ungeliebte Küsschen zur Begrüßung. Umso wichtiger ist es, Kinder früh und gut aufzuklären, sie zu stärken und ihnen zu vermitteln, dass sie sich gegen sexualisierte Gewalt wehren können und dürfen.

Wissen schützt vor sexualisierten Übergriffen
Ein Beitrag dazu liefert das Präventions- und Aufklärungsprojekt „Hände weg“ der pro familia Singen. Das Projekt richtet sich an Schüler*innen der vierten bis sechsten Klasse. In mehrstündigen Workshops erhalten die Kinder ein fundiertes, kindgerechtes Grundwissen zu den Themen Sexualität, Pubertät, körperliche Entwicklung und zu Abgrenzungsmöglichkeiten gegenüber sexualisierten Übergriffen.

Die Heidehof Stiftung /Stuttgart sowie die Town & Country Stiftung unterstützen das Projekt mit großzügigen Spenden. Dafür sagen wir vielen herzlichen Dank!

 

Die Heidehofstiftung
Im Jahre 1971 gründeten die beiden Kinder des Unternehmensgründers Robert Bosch, Dr. Eva Madelung und ihr Bruder Robert Bosch d.J., die Stiftung für Bildung und Behindertenförderung GmbH. 2005 wurde diese umbenannt in Heidehof Stiftung GmbH (HHS). Inzwischen besteht die Gruppe der Gesellschafter der Heidehofstiftung aus Vertreterinnen und Vertretern der Enkelgeneration des Firmengründers. Die Stiftung ist seit Beginn sowohl operativ als auch fördernd tätig. Weitere Informationen: www.heidehof-stiftung.de

Town & Country Stiftung
Die Town & Country Stiftung wurde 2009 von Gabriele und Jürgen Dawo gegründet und unterstützt mit ihrem Stiftungspreis gemeinnützige Einrichtungen, die sich für benachteiligte, kranke und behinderte Kinder und Jugendliche einsetzen. Die Town & Country Stiftung vergibt bereits zum siebten Mal in Folge den Town & Country Stiftungspreis zugunsten von benachteiligten Kindern und Jugendlichen. Bundesweit werden 500 gemeinnützige Einrichtungen und Projekte mit jeweils 1.000 Euro gefördert. Weitere Informationen: www.tc-stiftung.de

Pilotprojekt "Let´s talk about it - Jugendsprechstunde erfolgreich beendet

v.r.n.l.: Martin Lennhart-Höß (Jugendsozialarbeit Beethovenschule) sowie Julia Cerisuela Iserte und Daniel Briehl (beide pro familia) freuen sich über den Erfolg der sexualpädagogischen Jugendsprechstunden.

07/2019
Der Informationsbedarf pubertärer Jugendlicher in Sachen Liebe, Sexualität, Partnerschaft ist groß. Das war schon immer so. Doch heute beziehen Jugendliche ihr Wissen überwiegend aus dem Internet. Dabei finden sie viele falsche Informationen und erhalten oft ein verzerrtes Bild vom Liebesleben von Paaren.

Niederschwelliges Angebot für Jugendliche in der Pubertät
Um hier einzugreifen, hat die pro familia Singen das Projekt „Let´s talk about it“ ins Leben gerufen, eine nieder­schwellige, sexualpädagogische Jugendsprech­stunde. Dank einer Förderung der Stiftung Bildung und Jugend / Konstanz, konnte das pro familia-Team in der Beethovenschule Singen ein Pilotprojekt durchführen – das jetzt abschlossen wurde.

Workshops stets gut gebucht
Das Projekt war ein guter Erfolg. „Die Jugendsprechstunde ist sozusagen das Sahnehäubchen und ergänzt unsere sexualpädagogischen Angebote bestens“, so die Konrektorin der Beethovenschule, Tina Tücking. So haben es wohl auch die über Schüler*innen empfunden, denn die Sprechstunden waren gut gebucht. Das paritätisch besetzte Team der pro familia besuchte im Schnitt einmal monatlich die Schule. Im persönlichen Gespräch konnten die Schüler*innen mit ihnen Fragen und Probleme  rund um das Thema Sexualität besprechen. Ein Fokus lag dabei auf dem Thema Medienkompetenz.

Geschützter Rahmen für sensible Fragen
„Es gibt einfach Fragen, die Schüler*innen nicht vor der ganzen Klasse stellen möchten. Oft haben sie auch keine erwachsenen Ansprechpartner, mit denen sie über Sexualität reden können. Die Lehrer*innen oder ich selbst, können das auch nur bedingt abfangen. Es fällt eben leichter und ist neutraler, das Team der pro familia zu sensiblen Themen zu befragen. Und zudem ist die pro familia ja  auch der Spezialist in Sachen Sexualität“, so Martin Lenhart-Höß , Schulsozialarbeiter an der Beethovenschule.

Projekt soll weitergeführt werden
Der Erfolg des Pilotprojekts bestärkt uns. Wir planen die Jugendsprechstunden fortzuführen und auf andere Schulen auszuweiten. Denn gute sexuelle Bildung und eine selbstbestimmte Sexualität schützen auch vor Missbrauch, Übergriffen und ungeplanten Schwangerschaften.

 

Wir danken der Stiftung Bildung und Jugend für ihre Unterstützung!

Hier geht es zum Presseartikel "Jugendsprechstunde kommt gut an" / von Susanne Gehrmann-Röhm, Südkurier online 17.07.2019

40 Jahre pro familia in Singen

Gruppenbild des pro familia Teams Singen
Das Team der pro familia Singen kann auf 40 Jahre erfolgreiche Arbeit zurückblicken.

Vom Hinterzimmer zur anerkannten Beratungsstelle

Kompetente Beratung und Hilfe rund um die Themen Sexualität und Partnerschaft – dafür steht pro familia, der Name ist Programm. Bereits seit über 40 Jahren gibt es auch in Singen eine pro familia-Beratungsstelle – guter Grund für einen Rückblick:

Angefangen hat alles am 16.11.1978, in einem Dienstzimmer des Singener Rathauses, nach Büroschluss. Durch Vermittlung des OB Möhrle konnte die pro familia damals einmal wöchentlich in Singen Beratungen anbieten. Mit den Jahren hat sich aus diesen kleinen Anfängen eine eigenständige, gut besuchte und anerkannte Beratungseinrichtung in Singen entwickelt, getragen vom pro familia Ortsverband Singen e.V. Fünf fest angestellte Mitarbeitende sowie acht Honorarkräfte stehen aktuell bei der pro familia Singen ratsuchenden Menschen zur Seite.

Erfahrene und engagierte Mitarbeitende
Einige der Mitarbeitenden und Vereinsmitglieder sind schon seit Jahrzehnten dabei. Mit humorvollen Worten würdigten Geschäftsführer Mathias Graf sowie Vorstandsmitglieder Marie Moska und Gaby Wöhrle dies im Rahmen einer kleinen Feier: Sylvia Betz (23 Jahre), Dr. med. Marietta Bulczak-Kiehn (25 Jahre), Mathias Graf (21 Jahre), Christoph Taig (22 Jahre), Friederike Harter (23 Jahre), Kirsten Schaefer (28 Jahre). Mit Peter Teubner wurde zudem ein Gründungsmitglied des Ortsverbands Singen e.V. geehrt.  

Anerkennung als Fachstelle rund um Partnerschaft und Sexualität
„Gerade in den ersten Jahren war es nicht leicht, die Beratungsstelle zu etablieren. Um Zuschüsse, Förderungen und auch Anerkennung mussten die Gründer der pro familia Singen oft kämpfen und hartnäckig sein,“ so Mathias Graf. „Mittlerweile sind wir als professionelle Fachstelle im sozialen Netz von Singen und Landkreis anerkannt und werden von vielen Stellen kontinuierlich und aktiv unterstützt, dafür sind wir sehr dankbar.“ 

Das Angebot der Singener Beratungsstelle hat sich mit den Jahren deutlich erweitert. Neben klassischen Paar- und Sexualberatungen und Schwangerenberatungen gibt es z.B. Workshops für jugendliche Schwangere und Frauen mit Migrationshintergrund, Mediation und psychologische Beratung. Ein wichtiger Arbeitsbereich ist zudem die Sexualpädagogik und Missbrauchsprävention in Schulen und in Einrichtungen für Menschen mit Behinderung.

Start in Zeiten aufgeheizter öffentlicher Diskussion
In den Anfängen der Beratungsstelle war die öffentliche Diskussion zum Thema Schwangerschaftsabbruch aufgeheizt. Die „Mein Bauch gehört mir“-Parole entstand, auch die Selbstbezichtigung von Frauen in der Presse und ihre Forderung nach völliger Abschaffung des Paragraphen 218 fällt in diese Zeit. Doch von Beginn an ging es der pro familia um das gesamte Thema Partnerschaft und Sexualität, nicht nur um Schwangerschaftskonfliktberatungen, wie ihr oft unterstellt wurde.

Kontinuierliche Entwicklung der Beratungszahlen
Die Nachfrage an Beratungen stieg auch schnell an und so zog die Beratungsstelle 1980 in Räume des DGB um, in der Schwarzwaldstraße 30. Dort, im 3. Stock, konnte in einem kleinem Dach­zimmer nach DGB-Büroschluss zweimal wöchentlich gearbeitet werden. Also doppelte Beratungszeit!

1985 wurde schließlich der eigene, Singener pro familia Ortsverband e.V. gegründet, 1988 zog pro Familia dann in eigene Räume in der Schwarzwaldstraße 32. Dann wurde es wieder zu eng – und es stand ein erneuter Umzug ins Haus. Seit Dezember 2002 befindet sich die Beratungsstelle nun in der Feuerwehrstraße 1. Die Räumlichkeiten konnten kürzlich dank mehrerer Spenden umfangreich renoviert werden – und stehen nun in neuem Glanz für Beratungen und Veranstaltungen zur Verfügung.

Veranstaltungstipp
Im Rahmen des Jubiläums hat die pro familia Singen für alle  (jungen) Eltern einen Vortrag organisiert, gehalten von der Buchautorin und Diplompädagogin Ingrid Löbner: „Der Stress junger Elternpaare - was kann ihnen helfen?“. Er findet am 30.01.2019 um 19.00 Uhr in der VHS Singen statt, Teilnahmegebühr 7 Euro. Weitere Informationen und Anmeldung hier

Edith Arnold ist Sexualbegleiterin. Sie wird mit Menschen intim, die eine geistige Behinderung haben. In unserer Gesellschaft ist ihre Arbeit noch ein Tabu. Der Film porträtiert sensibel und unaufgeregt die 29-jährige und ihre Arbeit.

Hier kommen Sie zur ZDF-Mediathek

Für Studierende in den Fächern Psychologie, Soziale Arbeit, Sozialpädagogik oder vergleichbaren Studiengängen hat die pro familia Singen einen Praktikumsplatz zu vergeben; Mindestdauer ist 3 Monate, bevorzugt 6-Monats-Praktika.

Aktuell ist der nächste Praktikumsplatz ab April 2020 frei

Inhalte des Praktikums:

• Einblick in alle Beratungsbereiche unserer Stelle; v.a.:

• Teilnahme bei Beratung in den Bereichen Sozialen Beratungen bei Schwangerschaft; bei Schwangerschaftskonfliktberatung gemäß § 219 StGB; sowie bei SPF-Beratungen (psychologische Paar- und Einzelberatung zu den Themen Sexualität, Partnerschaft und Familienplanung)

• Teilnahme/Mitwirkung an sexualpädagogischen Veranstaltungen in den Bereichen: Jugendgruppen und Schulklassen; Jugendsprechstunde in der Schule; Elternabende; Fortbildungen für Multiplikatoren; Gruppen mit geistig behinderten Erwachsenen; Geburtsvorbereitungskurs für jugendliche Schwangere „Kugelrund“

• Hospitation und ggf. selbständige Durchführung von Erstkontakt (telefonisch und persönlich)

• Hospitation und ggf. selbständige Durchführung von Büroadministration

• Teilnahme an Teamsitzungen, Intervision/Supervision und Arbeitskreisen

Bitte melden Sie sich bei Interesse unter:
Telefon: 07731 61120 (bitte Telefonzeiten beachten, siehe hier)
oder Sie schicken eine E-Mail an: singen[at]profamilia.de

pro familia Singen sucht zur Erweiterung des Teams eine männliche Honorarkraft im Bereich Sexualpädagogik, vorwiegend mit Schulklassen.

 

Wir erwarten Erfahrungen in der Arbeit mit Gruppen und im Umgang mit Jugendlichen. Die Hauptarbeitszeiten sind während der Schulzeit vormittags. Die Stelle eignet sich auch für einen Studierenden mit entsprechender Vorerfahrung. Die Veranstaltungen werden gemeinsam mit einer Kollegin geplant und durchgeführt. Eine gute Einarbeitung ist gewährleistet. Sowohl Planung als auch Einarbeitung sind bezahlte Arbeitszeiten.

 

Wir wünschen uns einen Kollegen, der in der Regel pro Woche 1 Vormittag für uns arbeiten kann. Bei der Terminplanung sind wir flexibel und sprechen uns mit Ihnen ab. Es wäre beispielsweise möglich zu vereinbaren, dass Sie in Prüfungsphasen keine Veranstaltungen für uns machen.

 

Weitere Informationen zu uns und unseren Angeboten finden Sie auf dieser Homepage. Fragen und ergänzende Informationen geben wir aber auch gerne telefonisch, Kontakt, siehe unten.

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung, bevorzugt per Mail (singen[at]profamilia.de)!

Kontakt

Telefon: 07731 61120 (bitte Telefonzeiten beachten, siehe hier)

Oder Sie schicken eine E-Mail an: singen[at]profamilia.de