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Straik Kobiet, die ukrainische Geflüchtete in Polen unterstützt, benötigt Hilfe!

Der polnische Frauenstreik (Straik Kobiet) ist ein basisdemokratischer Zusammenschluss von Frauen, der sich in Polen für Frauenrechte, für die Rechtsstaatlichkeit, für die Rechte von LGBTIQ, gegen das Verbot der Sexualerziehung und für den legalen Zugang zum Schwangerschaftsabbruch in Polen einsetzt.

Angesichts des Krieges in der Ukraine und der großen Zahl von Menschen, die aus der Ukraine nach Polen fliehen, hat die Organisation den größten Teil ihrer Bemühungen und Ressourcen auf die Unterstützung dieser Geflüchteten verlagert. Marta Lempart von Strajk Kobiet erklärt: „Wir befinden uns in Polen in einer Situation, in der praktisch die gesamte Hilfe – finanzielle Hilfe, Sachleistungen, Unterbringung, psychologische Hilfe, Rechtshilfe – von selbst organisierten Bürgergruppen, NRO und lokalen Behörden geleistet wird. Nun sehen wir, wie unsere Ressourcen zur Neige gehen und brauchen dringend Hilfe. Wir tun wirklich, was wir können. Wir tun dies in einem Land, das von Menschen regiert wird, die Menschenrechte, Nichtregierungsorganisationen und zivilgesellschaftliches Engagement nicht willkommen heißen.“

Strajk Kobiet bittet in diesem Schreiben um Unterstützung. Sowohl Geld- als auch Sachspenden sind willkommen.

Das Schreiben von Straik Kobiet als pdf-Dokument

Am Internationalen Frauentag: Solidarität mit den Menschen in der Ukraine!

Anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März 2022 sprechen 41 Frauen- und weitere Nichtregierungsorganisationen in Deutschland, darunter pro familia, allen Menschen in der Ukraine ihre volle Solidarität aus. Sie fordern das sofortige Einstellen der Kriegshandlungen seitens der russischen Regierung. Krieg ist ein Ausdruck patriarchaler Machtstrukturen. Von den politische Verantwortlichen in Deutschland und der EU fordern sie eine feministische Politik, die diese Machtstrukturen in ihrer Außen- und Sicherheitspolitik unterbindet und eine Abkehr von der Fokussierung auf militärische Gewalt, Dominanz und Unterdrückung möglich macht.

Erklärung und die Liste der unterzeichnenden Organisationen als PDF-Dokument.

 

Krieg in der Ukraine

Der Generaldirektor der Dachorganisation von pro familia, der International Planned Parenthood Federation (IPPF), hat am 26. Februar eine Erklärung zum eskalierenden Konflikt in der Ukraine abgegeben.

„Die International Planned Parenthood Federation (IPPF) ist zutiefst besorgt über die Eskalation des Konflikts in der Ukraine. Wir nehmen unsere Verantwortung für den Erhalt der enormen Fortschritte in der lebensrettenden sexuellen und reproduktiven Gesundheitsversorgung im ganzen Land sehr ernst, insbesondere für Frauen, Mädchen und marginalisierte Bevölkerungsgruppen, deren Verletzlichkeit und Erfahrungen in humanitären Situationen so oft übersehen werden.

Seit 20 Jahren setzt sich die IPPF konsequent für die Stärkung und den Schutz der reproduktiven Rechte der Menschen in der Ukraine ein. Seit 2014 arbeiten wir in den Konfliktgebieten Lugansk und Donezk an vorderster Front und bilden medizinisches Fachpersonal aus, das Überlebenden sexueller und geschlechtsspezifischer Gewalt lebensrettende reproduktive Gesundheitsfürsorge, psychosoziale Unterstützung und hochwertige Pflege bietet.

Unsere Teams arbeiten nun an der Notfallplanung für die gesamte Region, um nicht nur den Bedürfnissen derjenigen gerecht zu werden, die sich noch in der Ukraine aufhalten, sondern auch den Millionen von Menschen, die wahrscheinlich durch den Konflikt vertrieben werden und die dringend Unterstützung benötigen, um weiterhin Zugang zur Gesundheitsversorgung zu erhalten. Wir werden eng mit Partner*innen und anderen Nichtregierungsorganisationen zusammenarbeiten, um eine möglichst geringe Unterbrechung der Dienstleistungen zu gewährleisten.

Die IPPF steht in Solidarität mit der internationalen Gemeinschaft und den tapferen Menschen in der Ukraine, die in den letzten acht Jahren mit erschreckenden und schwierigen Umständen konfrontiert waren, unter denen niemand jemals leiden sollte. Wir stehen an der Seite des IPPF-Teams an vorderster Front, das trotz der Gefahren weiterhin lebensrettende Gesundheitsversorgung für diejenigen ermöglicht, die sie am dringendsten benötigen. Wir werden die Situation genau beobachten, um die Sicherheit unserer Kolleg*innen in der Region zu gewährleisten.“

Dr. Alvaro Bermejo, Generaldirektor der IPPF

Original-Erklärung auf der Seite der IPPF