Stellungnahme zum Gesetzentwurf: Eintrag eines dritten Geschlechts im Personenstandsrecht

Heute, am 11. Oktober 2018, behandelt der Bundestag in erster Lesung den Eintrag eines dritten Geschlechts im Personenstandsrecht. Zum Gesetzentwurf hat pro familia gemeinsam mit dem Paritätischen, dem deutschen Kinderschutzbund, dem Lesben- und Schwulenverband in Deutschland, der Bundesvereinigung Trans* e.V. und dem Intersexuelle Menschen e.V. Bundesverband Stellung genommen.
In einem Brief an die Fraktionen im Deutschen Bundestag fordern die Verbände

  • die Streichung der medizinischen Nachweispflicht als Voraussetzung für den Geschlechtseintrag „divers“.
  • Die Umwandlung der „Muss-Regelung“ in eine „Kann-Regelung“, bei intergeschlechtlich geborenen Kindern entweder den Geschlechtseintrag offenzulassen oder das „diverse“ Geschlecht einzutragen. Damit kann ein Offenbarungsschutz für intergeschlechtliche Kinder gewährleistet werden.
  • eine Aufhebung des Transsexuellengesetzes (TSG)
  • eine Ausweitung des Gesetzes auf eine Regelung zum Schutz der körperlichen Unversehrtheit und Selbstbestimmung von intergeschlechtlichen Kindern
  • eine Ausweitung von Beratungsangeboten.


Download des Briefs an die Bundestagsfraktionen