Präventionsprojekt Ziggy das Puppenspiel

Ziggy das Puppenspiel

Das Präventionsprojekt gegen sexuelle Gewalt „Ziggy das Puppenspiel“ richtet sich an Eltern, Lehrkräfte und Kinder der Unter- und Mittelstufe an Schulen mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“.

 

Das Projekt beinhaltet:

• Weiterbildungsveranstaltungen für die Lehrkräfte und Ertzieher*innen
• einen Elternabend
• die Aufführung von 6 interaktiven Puppenszenen an 3 Spieltagen jeweils für Mädchen- und Jungengruppen
• die Nachbereitung mit den Lehrkräften und Erzieher*innen
• die Nachsorge bei Kinderschutzfällen
• die Vernetzung und Kooperation mit Kinderschutzfachkräften vor Ort

Für die Nachbereitung werden die Übungen und Lieder aus den Puppenspielszenen und weitere pädagogische Begleitmaterialien zur Verfugung gestellt.

Kinder schützen – ohne ihnen Angst zu machen

Kinder mit einer geistigen Behinderung sind besonders gefährdet, Opfer von sexueller Gewalt zu werden. Viele Eltern und Pädagog*innen möchten deshalb dazu beitragen, sie zu schutzen. Aber wie kann dieser Wunsch umgesetzt werden, ohne den Kindern Angst zu machen? Was können Lehrkräfte und Erzieher*innen im pädagogischen Alltag beachten, um die Gefährdung zu verringern?

Mit dem Präventionsprojekt „Ziggy das Puppenspiel“ bietet pro familia LV Brandenburg professionelle Unterstützung im Umgang mit diesen Themen an.
Das Projekt beinhaltet Weiterbildungs- und Informationsveranstaltungen für die Lehrkräfte, Erzieher*innen und Eltern. Für die Kinder werden die stärkenden Botschaften an 3 Spieltagen im Rahmen von 6 interaktiven Puppenszenen vermittelt, an denen sich die Mädchen und Jungen in geschlechtshomogenen Gruppen unbefangen und mit viel Spaß beteiligen.

Die Themen der Puppenszenen:

  • Die Freundschaft zwischen einem Mädchen und einem Jungen
  • Die Unterscheidung von angenehmen und unangenehmen Beruhrungen und die Förderung der Fähigkeit, bei Grenzverletzungen NEIN zu sagen.
  • Die Vermittlung von altersgerechtem Wissen über den eigenen Körper und das Recht auf Wahrung der Schamgrenzen und der Intimsphäre.
  • Sexueller Missbrauch ist verboten und Kinder sind an sexuellem Missbrauch niemals schuld.
  • Kinder haben ein Recht auf Hilfe bei schlechten Geheimnissen und sexuellen Übergriffen

Die erwachsenen Bezugspersonen setzen sich fur den Schutz der Kinder ein. Wenn die Szenen vor einer Mädchengruppe aufgeführt werden, spielt Finja die Hauptrolle, vor einer Jungengruppe Nino. Dieses Spielkonzept und die vielen eingängigen Übungen und Lieder fördern die Identifikation mit der Hauptfigur und die aktive Teilnahme der Kinder.

Unterstützung durch Eltern und Pädagog*innen

Eingeführt und moderiert werden die 6 Puppenszenen durch die Figur des freundlichen und weisen Drachen Ziggy, der Kindern immer helfend zur Seite steht.

Er ist der Liebling der Kinder und sie freuen sich schon darauf, ihn am nächsten Spieltag wiederzusehen. Am Ende überreicht Ziggy jedem Kind eine Urkunde für die engagierte Teilnahme.

Dennoch bleibt es Aufgabe der Pädagog*innen und Eltern, für den Schutz der Kinder zu sorgen. Kinder mit einer geistigen Behinderung sind darauf besonders angewiesen, da ihre Möglichkeiten, Situationen richtig einzuschätzen und sich zu wehren sehr eingeschränkt sind. Sie brauchen Erwachsene, die im Erziehungsalltag achtsam mit ihren Grenzen umgehen, an die sie sich mit Problemen wenden können und die ihnen helfen, ihre Rechte durchzusetzen. Das Präventionsprojekt bietet mit Liedern und Übungen aus den Puppenspielszenen und pädagogischen Begleitmaterialien hierfür Unterstützung.