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„Nachfrage ist ungebrochen“

pro familia München stellt Stiftung zur Finanzierung gemeinnütziger Projekte vor

 

Eine neue Stiftung will die gemeinnützige Arbeit von pro familia München nachhaltig unterstützen und die Zukunft der Organisation sichern. Wer sich engagieren möchte, kann noch bis Ende September mit einer Beteiligung ab 500 Euro Gründungsstifter werden oder später mit einem höheren Betrag einsteigen.

Auf einer Pressekonferenz am Mittwoch, dem 4. August, im PresseClub hat der pro familia Ortsverband München seine neue Stiftung vorgestellt. Da die soziale Organisation einen Teil ihrer Finanzierung aus Eigenmitteln bestreiten muss, ruft sie am 7. Oktober in der Seidlvilla in Schwabing eine Stiftung ins Leben. Die Nachfrage nach Beratung sei ungebrochen, sagte Christian Reisenberg, Geschäftsführer des Ortsvereins, auf der Pressekonferenz. „Die Stiftung soll Unsicherheit beseitigen“, ergänzte Dr. Thomas Schafft, Rechtsanwalt und Vorsitzender des Stifterkreises.

Die Stiftung wird die Finanzierung verschiedener Projekte sicherstellen, zum Beispiel einer therapeutischen Spielgruppe für Kinder aus Trennungs- und Scheidungsfamilien. Die Versorgung solch eines Angebotes mit Geld und damit die Existenzgarantie sind wichtig: Wenn Familien sich auflösen, fühlen sich Kinder oft schuldig, verunsichert und einsam. „Vor allem leiden die Kinder, die von der Überraschung getroffen werden. Kinder haben ein hohes Informationspotential“, erläuterte Dr. Sabine Walper von der Ludwig-Maximilians Universität München. In der Kindergruppe stelle der Nachwuchs Fragen wie „Wenn wir zwei Mal Weihnachten feiern, sind wir dann auch eine Familie?“, berichtete die Sozialpädagogin Silke Bittner, die zusammen mit dem Psychologen Johannes Schauer die Kinderspielgruppe leitet. Er erklärte, dass die Kinder in der Gruppe einen sozialen Vergleich vornehmen könnten. „Und dann merken sie, dass sie in ihrer Situation nicht allein sind“, schloss Schauer ab.

Die prominente Münchner Kabarettistin Luise Kinseher setzt sich als Gründungsstifterin für die Arbeit von pro familia München ein. Kinseher tritt für ein selbstbestimmtes Leben ein und zeigte sich auf der Pressekonferenz vom Beratungsgedanken überzeugt: „pro familia hilft bereits, bevor die Probleme entstehen.“

Die Stiftung soll die therapeutische Spielgruppe und viele andere aktuelle Projekte fördern. Sie ist den Werten des konfessionell und parteipolitisch unabhängigen Vereins pro familia München verpflichtet. Dieser wiederum bietet eine Vielfalt an Beratungen und Projekten zu den Themen Partnerschaft, Sexualität, Familienplanung, Schwangerschaft und Erziehung.

Der pro familia Ortsverband München e.V. wurde im Mai 1969 gegründet. Heute zählt die gemeinnützige und politisch unabhängige Organisation 180 Mitglieder und fünf Beratungsstellen. Geschäftsführer sind Dr. Michaela Kleber und Christian Reisenberg. Sozialpädagogen, Psychologen, Ärztinnen und Juristinnen bieten regelmäßig Beratungsgespräche und Fortbildungen zu den Themen Partnerschaft, Sexualität, Familienplanung, Schwangerschaft und Erziehung an. Mehr als 11.000 Erwachsene, Jugendliche und Kinder nehmen jährlich in München die Beratung in Anspruch. Zur nachhaltigen finanziellen Unterstützung seiner Projekte gründet der pro familia Ortsverband München e.V. im Oktober eine Stiftung.