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Gesetzliche Grundlage

Die ambulanten erzieherischen Hilfen sind Leistungen, die nach §§ 27 ff. SGB VIII gewährt werden.

 

Zielgruppe

Die Hilfen richten sich an die an die Personensorge- und/ oder Erziehungsberechtigten, um sie zur Versorgung, Erziehung und Förderung ihrer Kinder zu befähigen ((Wieder-)Herstellung der Erziehungsfähigkeit) bzw. um vorübergehend fehlende Elternfunktionen zu kompensieren.

Weiterhin richten sich die Hilfen an die Kinder, Jugendlichen und jungen Volljährigen, um sie in ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu fördern und/ oder ihren Prozess der Verselbständigung zu unterstützen.

 

Tätigkeitsbeschreibung

Ambulante erzieherische Hilfen sind Leistungen der Jugendhilfe, die in der Regel in der Lebenswelt der Kinder, Jugendlichen und Familien erbracht werden und darauf zielen, in belasteten Situationen das Recht jedes jungen Menschen auf Erziehung und Persönlichkeitsentwicklung zu verwirklichen (vergl. § 1 Abs. 1 SGB VIII).

 

§ 30 SGB VIII Erziehungsbeistandschaft, Betreuungshelfer

Der Erziehungsbeistand und der Betreuungshelfer sollen das Kind oder den Jugendlichen bei der Bewältigung von Entwicklungsproblemen möglichst unter Einbeziehung des sozialen Umfelds unterstützen und unter Erhaltung des Lebensbezugs zur Familie seine Verselbständigung fördern.

 

Zielgruppe

Die Hilfe richtet sich an Kinder und Jugendliche zwischen 8 und 18 Jahren, sowie an junge

Volljährige zwischen 18 und 21 Jahren, in begründeten Einzelfällen auch darüber.

 

Tätigkeitsbeschreibung

- Beziehungen zur Herkunftsfamilie herausarbeiten

- Darstellung tragfähiger Beziehungsmuster

- Soziale Kontexte erhalten oder herstellen

- Bearbeitung von Schul- und Ausbildungsproblemen

- Vermeidung von Straffälligkeit

- Einsicht in eigene und fremde Bedürfnisse

- Förderung verbaler und nonverbaler Kommunikation

- Formen der Selbstkontrolle kennenlernen

- Selbststeuerung erhöhen und Selbständigkeit fördern

- Förderung der Sozialkompetenz und Reflexionsfähigkeit

- Aufarbeitung von Verhaltensmustern

- Förderung von Kooperationsbereitschaft

- Vermittlung alternativer Handlungs- und Lösungsstrategien

- Ausbau der Toleranz- und Empathiefähigkeit

- Planungsfähigkeit und aktive Zukunftsgestaltung

- Erarbeitung angemessener Freizeitaktivitäten

 

§ 31 SGB VIII Sozialpädagogische Familienhilfe

Sozialpädagogische Familienhilfe soll durch intensive Betreuung und Begleitung Familien in ihren Erziehungsaufgaben, bei der Bewältigung von Alltagsproblemen, der Lösung von Konflikten und Krisen sowie Kontakt mit Ämtern und Institutionen unterstützen und Hilfe zur Selbsthilfe geben. Sie ist in der Regel auf längere Dauer angelegt und erfordert die Mitarbeit der Familie.

 

Zielgruppe

Das Angebot nehmen vorrangig junge Mütter und Familien mit ihren Kindern in Anspruch.

Familien, die sich in besonderen Lebenslagen befinden, stellen den Antrag auf Hilfe zur Erziehung.

Eine weitere Zielgruppe sind Elternteile, die per Gerichtsbescheid zugewiesen werden.

 

Tätigkeitsbeschreibung

-          Gespräche zum besseren Verständnis der aktuellen Situation

-          Förder- und Freizeitangebote für die Kinder nutzen

-          Familien werden in ihrer Handlungsfähigkeit begleitet

-          Vermittlung eines wertschätzenden Umgangs

-          Gemeinsame Lösungsideen erarbeiten

-          Formulare werden gemeinsam angesehen, besprochen und für die Abgabe vorbereitet

-          Begleitung zu den Behörden

-          Begleitung bei Bewältigung täglicher Aufgaben

-          Gemeinsame Erarbeitung einer Tagesstruktur

-          Aufzeigen von Regeln und Grenzen