Seiten Pfad

Aktuelles und Pressemitteilungen

Projekt der pro familia Stade: „Bunt und international- Frauen mit Migrationsgeschichte gemeinsam stärken“

Von Oktober bis November findet in Stade ein Projekt für persisch sprechende Frauen statt. „Für viele Migrantinnen hat Corona zu einer verstärkten Isolation geführt. Außenkontakte wurden seltener oder sind ganz verebbt“, sagt Dr. Heidrun-Kluck-Hagner von pro familia Stade. Die Beratungsstelle hat das Projekt ins Leben gerufen und führt es nun mit 18 Teilnehmerinnen durch.

 „Wir wollen Frauen mit Fluchterfahrungen aus Afghanistan und Iran dabei helfen, sich in der deutschen Gesellschaft und in unserem Hilfesystem besser zurechtzufinden. Vieles ist hier in Deutschland völlig anders als in den Herkunftsländern und den Frauen dementsprechend nicht vertraut“, ergänzt Frau Sheida Habibi, Co-Leiterin des Projekts mit iranischen Wurzeln.

In der Pandemie waren die Kommunikation mit und die Integration von Migrantinnen besonders schwierig.  Kulturelle Rollenaufteilungen, räumlich oftmals nicht zu überbrückende Entfernungen und die Angst vor einer möglichen Corona-Infektion waren eine große Hürde für Migrantinnen, Kontakte zu anderen Frauen aufzunehmen. „Es war einfach sehr schwierig für die Frauen hier in Deutschland anzukommen“, sagt Lothar Kleinschmidt, Leiter der Beratungsstelle. „Mit diesem Projekt möchten wir ihnen die Möglichkeit geben, sich zu vernetzen und untereinander nachhaltige Kontakte zu knüpfen.“

Bei den acht Treffen werden u.a. Informationen über die Frauen- und Kinderrechte, Körperaufklärung, Schwangerschaft und Verhütung, sowie Schutzmöglichkeiten vor sexuellen und körperlichen Über­griffen in der Partnerschaft vermittelt. Durch Besuche bei der Beratungsstelle gegen Häusliche Gewalt (BISS) und des Opferhilfebüros in Stade und einem Vortrag des Vereins für Sozialmedizin Stade zum Thema Sucht sollen die regionalen Unterstützungsmöglichkeiten kennengelernt werden. „Uns ist ganz wichtig, dass die Frauen die Angst davor verlieren, sich Hilfe zu holen, dass die Hemmschwelle sinkt, sich geeigneten Stellen anzuvertrauen“, sagt Frau Habibi, die die sprachlichen und kulturellen Gräben zwischen dem Herkunftsland und Deutschland überbrückt. Das Projekt wird durch den Paritätischen Wohlfahrtsverband Niedersachsen finanziell ermöglicht und gefördert.

Rotlicht Aus?! - Kampagne

Rotlicht Aus?!
Für weitere Informationen klicken Sie hier!

Pressemitteilungen & Stellungnahmen

Aktuelle Pressemitteilungen des pro familia Bundesverbandes aus den letzten Monaten:

Weitere Pressemitteilungen zu aktuellen Themen finden Sie auf der Seite des pro familia Bundesverbandes.

Ausführliche Stellungnahmen und Hintergrundinformationen zu Schwangerschaft, Schwangerschaftskonflikt, Sexualität, Sexueller Identität und Verhütung sind finden Sie ebenfalls auf der Seite des pro famila Bundesverbandes.