Kostenübernahme von Verhütung sichern
Ab dem 01.01.2026 können keine Anträge auf Kostenübernahme von Verhütung mehr angenommen werden. Diese Unterstützung ist bei der großen Einsparaktion der Hansestadt Lübeck komplett gestrichen worden. Wie es weitergeht, ist noch unklar. Derzeit bemühen sich die Lübecker Schwangerschaftsberatungsstellen um Alternativen der Finanzierung.
Seit Herbst 2019 gab es für die Lübecker*innen mit geringem Einkommen die Möglichkeit, eine Kostenübernahme von Verhütung bei den Schwangerschaftsberatungsstellen zu beantragen, um den Zugang zu einer sexuellen Selbstbestimmung und Familienplanung für alle zu ermöglichen.
Für die Antragsteller*innen ist dieses Angebot eine große Hilfe. Doch es war eine freiwillige Leistung der Hansestadt Lübeck, ohne Rechtsanspruch, möglich nur im Rahmen eines freiwilligen, begrenzten Fonds.
Die Schwangerschaftsberatungsstellen von pro familia, Caritas, Gemeindediakonie Lübeck, Humanistische Union und Donum Vitae appellierten bereits im August 2025 an die Verantwortlichen der Stadt, die Zuschüsse für Verhütungsmittel nicht weiter zu kürzen bzw. ganz zu streichen. Denn Verhütungsmittel dürfen keine Frage des Geldbeutels sein.
Mehr dazu in der Pressemitteilung vom 08.08.2025 - hier als PDF:
Schwangerschaftsberatungsstellen fordern: Unterstützung für Lübecker*innen sichern
Diese Situation macht deutlich, dass eine bundesweite, gesetzlich verankerte Regelung der Kostenübernahme von Verhütung dringend notwendig ist. pro familia wird sich weiterhin dafür einsetzen.