Frieda Nadig

Starke Frauen | 08.März 2026

Ausstellung zum Internationalen Frauentag

Frieda Nadig (1897 bis 1970)

Sozialdemokratin, Sozialarbeiterin und eine der vier „Mütter des Grundgesetzes“, setzte sich für die verfassungsrechtliche Gleichstellung von Frauen und Männern ein.

„In dem Artikel 3 des Grundgesetzes ist verfassungsmäßig die Gleichstellung von Mann und Frau verankert. Damit hat endlich die Frau die volle rechtliche Mündigkeit erhalten. Ein langer Kampf ist hier vorausgegangen.“

Kurzbiografie

Frieda Nadig stammte aus Herford und engagierte sich früh in der Arbeiterbewegung und in der Sozialarbeit. Während der NS Zeit war sie politisch verfolgt. Nach 1945 arbeitete sie am Wiederaufbau demokratischer Strukturen mit. 1948 bis 1949 war sie Mitglied des Parlamentarischen Rates, anschließend Abgeordnete im Deutschen Bundestag.

Konkreter Beitrag zur Frauenbewegung

Nadig gehörte zu den wenigen Frauen im Parlamentarischen Rat, die die Gleichberechtigung im Grundgesetz aktiv vorantrieben. Der Satz „Männer und Frauen sind gleichberechtigt“ wurde zur verfassungsrechtlichen Grundlage für spätere Reformen im Familien- und Eherecht. Ihr Beitrag war politisch pragmatisch, nicht symbolisch. Sie wirkte an einer Norm mit, die Diskriminierung rechtlich angreifbar machte.

Wirkung bis heute

Artikel 3 Absatz 2 Grundgesetz prägt bis heute Gesetzgebung, Rechtsprechung und Gleichstellungspolitik. In Beratungskontexten ist dies relevant, wenn es um Selbstbestimmung, faire Rollenverteilung, ökonomische Abhängigkeit oder Trennung geht. Nadigs Arbeit steht für den Punkt, an dem Gleichberechtigung als verbindlicher Rechtsmaßstab festgeschrieben wurde.

Kritische Einordnung

Historisch ist Nadigs Wirken in der sozialdemokratischen Frauen- und Sozialpolitik ihrer Zeit einzuordnen. Gleichberechtigung als Verfassungsnorm bedeutete 1949 noch keine gelebte Realität, viele zivilrechtliche Regelungen blieben zunächst bestehen und mussten später reformiert werden. Diese zeitliche Entwicklung gehört zur Einordnung ihrer Arbeit.


Internationaler Frauentag

Der 8. März entstand aus der Arbeiterinnenbewegung. Seit 1911 wird er in Deutschland begangen. Er steht für Wahlrecht, faire Arbeitsbedingungen und politische Mitbestimmung, heute für gleiche Rechte und gegen strukturelle Benachteiligung. Diese Ausstellung zeigt Frauen, die gesellschaftlichen Wandel angestoßen haben.

Mitmachen

Tragen Sie sich ins Gästebuch ein oder nennen Sie weitere Frauen, die gehört werden sollten.

Gleichberechtigung lebt vom Mitgestalten.

Jetzt Mitglied werden

Unterstützen Sie pro familia Augsburg e.V. dauerhaft durch Ihre Mitgliedschaft.

Frauenrechte stärken. Jetzt spenden!

Der Internationale Frauentag erinnert daran, dass Gleichberechtigung aktiv gestaltet werden muss. Viele Frauen erleben weiterhin strukturelle Benachteiligung, ökonomische Unsicherheit oder Gewalt.

pro familia Augsburg berät vertraulich zu Schwangerschaft, Sexualität, Partnerschaft, Trennung und Lebenskrisen. Unsere Arbeit ist fachlich fundiert, niedrigschwellig und parteilich für Selbstbestimmung.

Mit Ihrer Spende unterstützen Sie konkrete Beratungsarbeit in Augsburg. Sie ermöglichen Gespräche, Schutz, Orientierung und nachhaltige Begleitung.


Abbildung 6: Frieda Nadig (Pop-Art-Version | erstellt durch pro familia Augsburg)
Basierend auf: „Frieda Nadig, Herford, Schild.jpg“ von Dr. Peter Schneider

Wikimedia Commons
Lizenz: CC BY-SA 4.0
Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Frieda_Nadig,_Herford,_Schild.jpg
Bearbeitung: Pop-Art-Transformation mittels KI-Tool durch ChatGPT, 2026 (alle Rechte vorbehalten)

Das Bild basiert auf einer frei lizenzierten Vorlage von Wikimedia Commons. Kommerzielle Nutzung gemäß Lizenzbedingungen. Persönlichkeitsrechte der Abgebildeten wurden berücksichtigt.

Beratungstermine vergeben wir telefonisch.

Tel. 0821 450 362 0
E-Mail. augsburg@profamilia.de
Homepage: www.profamilia.de/augsburg

Sie können uns auch per E-Mail oder mit diesem Kontaktformular anschreiben.