Starke Frauen | 08.März 2026
Ausstellung zum Internationalen Frauentag
Seyran Ateş (geb. 1963)
Juristin, Imanin und Gründerin der liberalen Ibn Rushd-Goethe Moschee, Autorin und Frauenrechtlerin, bekannt für ihren Einsatz gegen Zwangsheirat, Gewalt im Namen der Ehre und für Selbstbestimmung von Frauen, besonders im Kontext von Migration und Religion.
„Ihr wollt mich töten, nur weil ich mich für Frauenrechte einsetze? Jetzt erst recht!“
Kurzbiografie
Seyran Ateş wurde 1963 in Istanbul geboren und kam als Kind nach Berlin. Sie arbeitete zunächst in der Unterstützung von Migrantinnen und studierte später Jura. Ihre berufliche Praxis verband sie mit öffentlicher Aufklärung. Sie wurde wegen ihres Engagements mehrfach bedroht und machte die Risiken, die viele Frauen in Gewaltkontexten tragen, sichtbar, auch dort, wo Staat und Umfeld wegschauen. In ihrer Moschee beten Frauen und Männer gemeinsam.
Konkreter Beitrag zur Frauenbewegung
Ateş brachte Themen in die Öffentlichkeit, die lange als Privatsache oder als kulturell unangreifbar behandelt wurden. Sie benannte Zwang, Kontrolle und Gewalt, forderte bessere Schutzstrukturen und eine klare Rechtsdurchsetzung. Ihr Fokus liegt auf der individuellen Freiheit von Frauen, unabhängig von Herkunft, Familie oder religiösen Normen. Damit steht sie für eine feministische Praxis, die Beratung, Recht und politische Debatte verbindet.
Wirkung bis heute
Ihre Arbeit wirkt in Debatten über Opferschutz, Integration und Gleichstellung hinein und stärkt Betroffene darin, Unterstützung zu suchen. Für Beratungskontexte ist das zentral, weil Gewalt, Abhängigkeit und Angst oft mit sozialem Druck verbunden sind. Ateş steht für die klare Botschaft, Selbstbestimmung braucht sichere Räume, erreichbare Hilfe und rechtliche Konsequenz.
Kritische Einordnung
Ateş ist eine polarisierende Stimme, weil sie religiös begründete Geschlechternormen offen kritisiert. Das führt zu Zustimmung und Widerspruch, auch innerhalb progressiver Milieus. Historisch und sachlich ist wichtig, ihr Fokus liegt auf Menschenrechten und individueller Freiheit, die Auseinandersetzungen entstehen vor allem an der Schnittstelle von Religionskritik, Integrationspolitik und Sicherheitsfragen.
Internationaler Frauentag
Der 8. März entstand aus der Arbeiterinnenbewegung. Seit 1911 wird er in Deutschland begangen. Er steht für Wahlrecht, faire Arbeitsbedingungen und politische Mitbestimmung, heute für gleiche Rechte und gegen strukturelle Benachteiligung. Diese Ausstellung zeigt Frauen, die gesellschaftlichen Wandel angestoßen haben.
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Der Internationale Frauentag erinnert daran, dass Gleichberechtigung aktiv gestaltet werden muss. Viele Frauen erleben weiterhin strukturelle Benachteiligung, ökonomische Unsicherheit oder Gewalt.
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Abbildung 20: Seyran Ateş (Pop-Art-Version | erstellt durch pro familia Augsburg)
Basierend auf: „Portrait – Seyran Ates.jpg“ von Müjgan Arpat
Wikimedia Commons
Lizenz: CC BY-SA 3.0
Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Portrait_-_Seyran_Ates.jpg
Bearbeitung: Pop-Art-Transformation mittels KI-Tool durch ChatGPT, 2026 (alle Rechte vorbehalten)
Das Bild basiert auf einer frei lizenzierten Vorlage von Wikimedia Commons. Kommerzielle Nutzung gemäß Lizenzbedingungen. Persönlichkeitsrechte der Abgebildeten wurden berücksichtigt.
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