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Schwangerschaftsberatung

Beratung für Schwangere, werdende Mütter und Väter und Eltern mit Kind bis zum 3. Lebensjahr

Eine Schwangerschaft verändert das Leben und wirft viele Fragen auf, rund um die Geburt, zur neuen Lebensplanung sowie zu Rechtsansprüchen und möglichen Hilfen für sich und ihr Kind.

Die Beratungen beziehen sich insbesondere auf:

  • Fragen zu Schwangerschaft und Geburt
  • Veränderungen in Partnerschaft und Familie während der Schwangerschaft und nach der Geburt
  • Möglichkeiten und Perspektiven als Alleinerziehende
  • das Mutterschutzgesetz
  • Krankenversicherungen
  • Elternzeit und Elterngeld
  • das Kindergeld
  • Arbeitslosengeld II – Hartz IV, die Mutter-Kind-Stiftung und kommunale Fonds
  • Kindschaftsrecht (u.a. Sorgerecht, Vaterschaftsfeststellung, Unterhalt, Beistandschaft)

 

ungewollt / ungeplant schwanger

Die Feststellung einer Schwangerschaft kann bei Frauen, Männern und Paaren widersprüchliche Gefühle wie Freude, aber auch Unsicherheit, Ängste oder Ablehnung auslösen.

Wenn Sie einen Schwangerschaftsabbruch (auch "Abtreibung" genannt) erwägen oder unsicher sind, ob Sie diese Schwangerschaft fortführen können oder wollen, unterstützen wir Ihre Entscheidungsfindung in einem persönlichen Gespräch.

Selbstverständlich können Sie gerne Ihren Partner oder eine andere Vertrauensperson zu dem Gespräch mitbringen.

Auch bei Männern, die erfahren haben, dass sie ungeplant Vater werden, kann dies die Lebensplanung durcheinander bringen. Wir unterstützen Sie, sich zu orientieren  und einen stimmigen Weg für die Zukunft zu finden.

Weitere Angehörige können sich natürlich ebenfalls bei einem Schwangerschaftskonflikt beraten lassen.

 

Unsere Beratung

  • ermöglicht es Ihnen, Ihre Gedanken, Gefühle und Fragen anzusprechen
  • kann Ihnen dabei helfen, das Für und Wider des Austragens der Schwangerschaft abzuwägen
  • begleitet Sie ergebnisoffen in Ihrem Entscheidungsprozess
  • bietet Ihnen Informationen über finanzielle und soziale Hilfen sowie Rechtsansprüche vor und nach der Geburt eines Kindes
  • informiert Sie über die emotionalen und medizinischen Aspekte, die gesetzlichen Grundlagen und die Kostenfrage eines Schwangerschaftsabbruchs

Selbstverständlich erhalten Sie von uns die Beratungsbescheinigung nach §219 StGB, die Sie brauchen, um einen Schwangerschaftsabbruch ("Abtreibung") durchführen zu lassen.

Egal wie Sie sich entscheiden und in welcher Phase der Entscheidung Sie sich befinden:

Wir beraten Sie einfühlsam, respektvoll und ergebnisoffen und sind auch nach der Entscheidung weiterhin für Sie da.

 

Beratung nach Schwangerschaftsabbruch ("Abtreibung")

Nach einem Schwangerschaftsabbruch können Belastungen durch widersprüchliche Gefühle auftreten. Diese werden von Frauen und Männern oft unterschiedlich wahrgenommen. In diesen Fällen kann eine Einzel- oder Paarberatung helfen, die Lebenssituation neu zu ordnen.

 

Weitere Informationen zum Schwangerschaftsabbruch ("Abtreibung")

Unter den folgenden Links finden Sie viele wichtige Informationen, wenn Sie sich (vor der Beratung) über Angebote und rechtliche Regelungen in einem Schwangerschaftskonflikt informieren möchten:

 

Medizinische und psychosoziale Beratung vor, während und nach pränataler Diagnostik

Eltern werden bedeutet für die meisten Paare den Beginn einer neuen Lebensphase.Die Freude über die Schwangerschaft kann aber auch mit Sorge um die Gesundheit des Ungeborenen verbunden sein.Mit der pränatalen Diagnostik können heute schon zu einem frühen Zeitpunkt der Schwangerschaft mögliche Auffälligkeiten oder Fehlbildungen beim Kind erkannt oder ausgeschlossen werden. Die meisten Kinder kommen gesund zur Welt. In einigen Fällen kann durch eine frühzeitige Feststellung einer Erkrankung die Behandlung des Kindes in der Schwangerschaft oder nach der Geburt in die Wege geleitet werden. Häufiger (ca. 4%) müssen sich die Eltern mit einer Diagnose auseinander setzen, für die es keine Therapiemöglichkeiten gibt.In diesem Kontext  stellen sich viele Fragen und Entscheidungen sind zu treffen. Wir beraten und unterstützen Sie in jeder Phase der pränataldiagnostischen Untersuchungen. 

 

Vor der Pränataldiagnostik

Wenn bei der Schwangerenvorsorge pränatale Untersuchungen vorgeschlagen wurden, fragen Sie sich möglicherweise:

  •         Möchte ich überhaupt Pränataldiagnostik in Anspruch nehmen?
  •         Was erhoffe, was befürchte ich, will ich wirklich alles wissen?
  •         Wenn ja, welche Untersuchung soll es sein?
  •         Welche Risiken gibt es bei der Untersuchung und möchte ich diese eingehen?
  •         Wie aussagekräftig ist die Untersuchung?·        
  •         Wie kann ich damit umgehen, wenn ich von einer Erkrankung oder Behinderung meines Kindes erfahre?
  •         Welche Konsequenzen hätte ein auffälliger Befund?

 

Während der Untersuchung und in der Wartezeit auf die Ergebnisse

  •          Sollen weitere Untersuchungen durchgeführt werden?
  •          Wie kann ich die Wartezeit aushalten?
  •          Wie kann ich mit meinem Kind in Kontakt bleiben?

 

Nach Feststellung eines auffälligen Befundes

  •          Brauche ich eine weitere Bestätigung der Diagnose?
  •          Kann ich dieses Kind mit seinen Einschränkungen annehmen?
  •          Wie könnte das Leben mit einem kranken oder behinderten Kind aussehen?
  •          Welche Hilfen, Fördermöglichkeiten gibt es?
  •          Wie finde ich Kontakte zu ähnlich betroffenen Familien bzw. Selbsthilfegruppen?
  •          Wie wird mein Umfeld auf die neue Situation reagieren?
  •          Von wem kann ich Unterstützung und Verständnis erwarten?
  •          Welche medizinischen Therapiemöglichkeiten gibt es?
  •          Darf ich Gedanken an einen Abbruch haben?
  •          Was geschieht bei einem Abbruch mit“ medizinischer Indikation“?
  •          Wie kann ich von meinem Kind Abschied nehmen?

 

In der Beratung geben wir Ihnen Zeit und Raum, um über scheinbar widersprüchliche Gefühle und Wünsche, Hoffnungen, Ängste und Ambivalenzen zu sprechen. Besonders nach der Diagnose einer schweren Krankheit oder Behinderung gibt es keine „einfache“ Entscheidung. In unserer Beratungsstelle erhalten Sie Unterstützung und Begleitung, unabhängig davon wie Sie sich entscheiden. Die Beratung erfolgt in der Entscheidungsphase, nach „stiller Geburt“ oder als Begleitung in der Schwangerschaft und nach Geburt eines Kindes mit Behinderung.

Die Beratung ist ergebnisoffen, konfessionsunabhängig und kostenlos. Sie orientiert sich an den Bedürfnissen, Lebensumständen und Wertvorstellungen der Frau oder des Paares. Die Beraterinnen unterliegen der Schweigepflicht.

Eltern die ihr Kind in der Schwangerschaft, während oder nach der Geburt verlieren, fehlt oft die Möglichkeit,  sich über ihre Erfahrungen und Gefühle auszutauschen oder das Wissen um professionelle Unterstützung. Besonders tabuisiert ist der Schwangerschaftsabbruch aus medizinischen oder anderen Gründen.

Häufig sind Personen im sozialen Umfeld wie Freunde, Bekannte und Partner überfordert mit der Trauer, die betroffene Frauen und Männer durchleben, wenn sie einen Verlust - gleich in welcher Schwangerschaftswoche - verarbeiten müssen.

Psychosoziale Beratung kann sinnvoll sein, unmittelbar in der akuten Situation, manchmal aber auch Monate oder Jahre später. Auch in einer nachfolgenden Schwangerschaft können die Gefühle aktualisiert werden und Ängste um das ungeborene Kind entstehen.

Bei einer Fehl-, Früh- oder Totgeburt bieten wir Unterstützung

  • wenn Sie Begleitung in der Trauer und Hilfe bei der Verarbeitung des Erlebten brauchen
  • wenn Sie in der Partnerschaft neue Wege finden müssen, über das Erlebte zu sprechen und sich gegenseitig zu unterstützen
  • wenn Sie medizinische Fragen haben zum Warum? und Wieso?
  • wenn Sie Hilfe bei der Entscheidung brauchen, welche vorgeburtlichen Untersuchungen Sie in einer Folgeschwangerschaft in Anspruch nehmen möchten

Kontakte finden Sie bei der

Initiative Regenbogen "Glücklose Schwangerschaft"

 

 

 

 

Schwanger und keiner darf es erfahren ? 

Wir helfen. Anonym und sicher.

Scheuen Sie sich nicht - melden Sie sich bei uns. Sie müssen nicht allein bleiben mit Ihrer Angst oder Ihr Kind heimlich, ohne medizinische Begleitung, zur Welt bringen. Wir helfen Ihnen und schützen Sie und Ihr Kind vertraulich und kostenlos.

Unsere Beraterinnen kennen vielfältige Hilfsangebote und unterliegen der gesetzlichen Schweigepflicht. Alle Informationen die Sie uns anvertrauen, sind dadurch besonders geschützt. Sie können sicher sein: niemand wird von dem Gespräch erfahren - weder Angehörige noch Arbeitgeber, noch Ämter, Behörden oder Krankenkassen

Ein kostenloses Hilfetelefon ist rund um die Uhr erreichbar:

                             Tel:  0800 40 40 020

und hilft in mehreren Sprachen weiter. Es bietet Schwangeren erste Unterstützung und vermittelt an die lokalen Schwangerschaftsberatungsstellen weiter

Umfassende Informationen finden Sie auf:  www.geburt-vertraulich.de