Fortbildungen für Multiplikator*innen und Fachkräfte in der Kinder-, Jugend- und Eingliederungshilfe

Wir bieten Fortbildungen für Multiplikator*innen und Fachkräfte zu einer Vielfalt an Themen rund um Sexualität an (siehe unten). 

Alle unsere Fortbildungen leben von der aktiven Mitwirkung der Teilnehmenden und bieten eine Methodenvielfalt aus Impulsvorträge, Einzel- und Kleingruppenarbeiten sowie Plenumsdiskussionen. Ziel ist es, neues Wissen an die Hand zu geben und bei der Entwicklung einer persönlichen Haltung zu unterstützen, so dass anschließend mit neuen Handlungskompetenzen in den beruflichen oder privaten Alltag gestartet werden kann. 

Unsere Fortbildungen sind auch passgenau zugeschnitten als Inhouse-Veranstaltung buchbar. Darüber hinaus bieten wir auch Teamberatung und Fachberatung zu allen Themen rund um Sexualität an. 

Bei Interesse nehmen Sie gerne über sexualpaedagogik.marburg@hessen.profamilia.de Kontakt mit uns auf und lassen Sie sich gerne zum Format beraten. 

Wir leben in aufgeklärten Zeiten. Kinder wachsen immer öfter in den verschiedensten Familienformen auf. Auch das Selbstverständnis der Zweigeschlechtlichkeit wird ergänzt durch andere Modelle. Was macht das mit unseren Kindern?

Viele Jugendliche und junge Erwachsene betrachten sexuelle und geschlechtliche Vielfalt bereits als Selbstverständlichkeit und haben überhaupt kein Verständnis für Zurückhaltung der Anerkennung diverser Lebensformen. So gehört die Auseinandersetzung mit der eigenen geschlechtlichen Identität zu einer der Hauptaufgaben des Heranwachsens. Besonders wenn die eigene geschlechtliche Identität von den heteronormativen gesellschaftlichen Vorstellungen und Normen abweicht, kann dies zu einer Belastung werden und bedarf einer angemessenen pädagogischen Begleitung dieser Entwicklungsprozesse. 

Die Fortbildung gibt einen Überblick über den aktuellen Stand der pädagogischen Handlungsempfehlungen zur genderbewussten Erziehung und erklärt auch Begrifflichkeiten. Neben theoretischen Perspektiven sowie Zahlen und Fakten liegt der Fokus im Wesentlichen auf praxisorientierten Überlegungen für die alltägliche Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Anhand erlebnisaktivierender Methoden und kurzen Impulsreferaten sollen der gemeinsame Austausch unterstützt und die eigenen Genderkompetenzen erweitert werden.

Inhalt:

  • Verständnis für die Vielfalt von Geschlecht und Sexualität
  • (Weiter-) Entwicklung der persönlichen Genderkompetenz
  • Anregungen für die praktische Arbeit vor Ort
  • Selbstreflektion
  • Reflektion gesellschaftlicher Bilder von Geschlechtlichkeit

Gerne kommen wir in Ihre Einrichtung und unterstützen durch diese Fortbildung. Für Terminvereinbarungen und weitere Absprachen kontaktieren Sie uns gerne unter 06421-21800 oder schreiben Sie uns unter sexualpaedagogik.marburg@hessen.profamilia.de

pro familia unterstützt mit Inhouse-Schulungen bei der Entwicklung eines Gewaltschutz-Konzeptes. Schutzkonzepte bieten Handlungssicherheit im Umgang mit und bei der Verdachtsklärung von sexualisierter Gewalt. Die Entwicklung eines solchen Konzeptes ist ein intensiver Qualifizierungsprozess, der erfahrungsgemäß als sehr gewinnbringend erlebt wird. Die Fachkräfte vor Ort können an viele bereits bestehende Strukturen anknüpfen und die vorhandenen Potenziale der Einrichtung nutzen. 

Es besteht die Möglichkeit, die komplette Begleitung der Erarbeitung eines Schutzkonzeptes zu übernehmen oder auch nur einzelne Teilbereiche als Unterstützung zu buchen. Wir arbeiten mit Lehrkräften, Fachkräften, Schüler*innen und deren Eltern und/oder Bezugspersonen. 

Sprechen Sie uns gerne an. Wir freuen uns darauf, Sie bei dieser Aufgabe mit unseren Angeboten zu unterstützen. Bei Interesse nehmen Sie gerne über sexualpaedagogik.marburg@hessen.profamilia.de Kontakt mit uns auf und lassen Sie sich zu unseren Angeboten und den Formaten beraten. 

Sexualität ist von Anfang an Teil des menschlichen Daseins. Daher sind sexualpädagogische Elemente auch zwangsläufig Bestandteil jeder Form von Erziehung. Aufgrund der großen Tabuisierung von Sexualität besteht in der Arbeit mit kleinen Kindern rund um das Thema kindliche Sexualentwicklung und die damit verbundene Elternarbeit häufig eine große Unsicherheit.

Ziel der Fortbildung ist es daher, Sicherheit im Umgang mit der kindlichen Sexualität und damit verbunden „Doktorspielen“ zu vermitteln. Da es auch im Spiel passieren kann, dass Grenzen überschritten werden, möchten wir im Rahmen dieser Fortbildung Handlungssicherheit im Umgang mit Grenzüberschreitung unter Kindern geben. Außerdem bieten wir neue Ideen und Anregungen, wie sexualpädagogische Elemente in den pädagogischen Alltag integriert werden können. Denn sie sind ein wichtiger Bestandteil der Prävention von Grenzüberschreitungen und sexualisierter Gewalt.

Die Fortbildung ist eine Kurzversion unserer 3-tägigen zertifizierten Fortbildung nach dem hessischen Bildungs- und Erziehungsplan in Hessen (BEP). Alle Fortbildungsinhalte basieren auf den im BEP festgelegten Bildungs- und Erziehungszielen zum Thema Sexualität.

Inhalt:

  • Merkmale kindlicher Sexualität
  • Körpererkundung und Doktorspiele
  • Nacktheit der Kinder
  • Kindliche Selbststimulation
  • Sexuelle Übergriffe & Grenzüberschreitungen unter Kindern

Bei Interesse nehmen Sie gerne über sexualpaedagogik.marburg@hessen.profamilia.de Kontakt mit uns auf und lassen Sie sich über Angebot und Format beraten.

Kinder und Jugendliche haben Anspruch auf Sicherheit, Schutz und Hilfe in den Einrichtungen der Jugendhilfe. Dies entspricht dem professionellen Selbstverständnis und dem Auftrag der Beschäftigten in diesem Bereich. Keine Einrichtung ist aber gefeit vor Grenzverletzungen, Machtmissbrauch und sexualisierter Gewalt. Es gibt jedoch keinen 100-prozentigen Schutz. Die beste Vorbeugung gegen sexualisierte Gewalt sind Sexualaufklärung, grenzwahrende Strukturen und Prävention sowie Fortbildung der Mitarbeitenden. Dazu siehe auch die neuste Studie des Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit“ (BIÖG) ehemals Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) „Fortbildung als wesentlicher Bestandteil der Prävention von sexualisierter Gewalt in Kindheit und Jugend“. 

Sexualisierter Gewalt lässt sich begegnen, wenn entsprechende Instrumente und Maßnahmen auf institutioneller Ebene verankert sind. Die Fortbildungen zielen darauf ab, dass Kinder und Jugendliche, sowie Menschen mit Behinderung, die in Einrichtungen leben, einen besseren Schutz vor (un-)beabsichtigten sexuellen Grenzverletzungen und Übergriffen erfahren. Es ist pro familia ein Anliegen, die Teilnehmenden sowohl für das Thema Sexualität als lebensbegleitende Ressource, als auch für das Gewahr werden von sexuellen Grenzverletzungen zu sensibilisieren und Präventions- und Interventionsmaßnahmen in den Einrichtungen zu entwickeln und nachhaltig zu verankern. 

Die Teilnehmer*innen der Fortbildungen: 

  • erlangen Wissen über die psychosexuelle Entwicklung und können sexuelles Verhalten besser einordnen;
  • sind in ihrer professionellen Kompetenz gestärkt und haben mehr Sicherheit in ihrem persönlichen Arbeitsalltag mit sexualitätsbezogenen Situationen;
  • haben eine Haltung zum Umgang mit Sexualität in ihrem spezifischen Arbeitskontext entwickelt und bilden diese im kollegialen Austausch weiter aus;
  • sind sensibilisiert für sexuelle Grenzverletzungen, sexuelle Übergriffe, sexualisierte Gewalt;
  • haben mehr Sicherheit, um mit Verdachtsfällen bei sexuellen Grenzverletzungen adäquat umzugehen;
  • kennen strukturelle Abläufe zur Intervention bei sexuellen Übergriffen und sind sich über Zuständigkeiten im Klaren;
  • haben Bausteine für ein Konzept sexueller Bildung erarbeitet;
  • haben mehr Sicherheit bei Eltern- und Angehörigengesprächen zu sexualitäts-bezogenen Situationen und Fragen;
  • haben Reflexionsimpulse zu Vielfaltsthemen in Bezug auf die Bereiche Kultur, Herkunft, sexuelle Orientierung, sexuelle Rolle und sexuelle Identität erhalten;
  • erkennen die persönliche Reflexion und den kollegialen Austausch als Ressource und nutzen beides. 

Gerne kommen wir zu Ihnen in die Einrichtung und unterstützen Sie bei Ihren präventiven Aufgaben. Für Terminvereinbarungen und weitere Absprachen kontaktieren Sie uns gerne unter 06421-21800 oder schreiben Sie uns unter sexualpaedagogik.marburg@hessen.profamilia.de

Das Thema Sexualität hat für viele Jugendliche eine hohe Relevanz und kann sowohl auf die Entwicklung des Selbstbildes als auch auf das Verhalten innerhalb sozialer Beziehungen einen großen Einfluss haben. Aufgrund der vielen Veränderungen in dieser entscheidenden Lebensphase und der besonderen Bedeutung von sozialen Medien mit denen Kinder und Jugendlichen in dieser Zeit konfrontiert sind, brauchen sie eine achtsame pädagogische Begleitung von Erwachsenen. 

Die Fortbildung soll pädagogischen Fachkräften einen Überblick über die körperlichen, psychischen und emotionalen Veränderungen während der Pubertät geben und eine Auseinandersetzung mit der Lebensrealität von Jugendlichen anregen. Ziel ist es, dabei zu unterstützen eine angemessene pädagogische Haltung zum Thema Jugendsexualität und Mediennutzung wie soziale Medien, Sexting und Pornografie zu entwickeln, mit der im pädagogischen Alltag Jugendliche im Hinblick auf Selbstbestimmung und Verantwortung bestärkt werden können.

Inhalt:

  • Körperliche & psychosexuelle Entwicklung in der Pubertät
  • Zahlen, Daten und Fakten rund um das Thema Jugendsexualität
  • Mediennutzung und rechtliches Grundlagenwissen
  • Umgang mit dem Thema Pornographie & Sexting
  • Grenzüberschreitungen unter Jugendlichen

Bei Interesse nehmen Sie gerne über sexualpaedagogik.marburg@hessen.profamilia.de Kontakt mit uns auf und lassen Sie sich über unser Angebot und Format beraten.

pro familia unterstützt Sie bei der Erstellung eines sexualpädagogischen Konzeptes als Teil eines Gesamteinrichtungskonzeptes. Ein sexualpädagogisches Konzept gibt Fachkräften Orientierung und Rückhalt für das eigene Handeln und muss in Bildung und Prävention eingebettet sein. Darüber hinaus schafft es für alle Beteiligten Transparenz, welche Grundhaltung und welchen Umgang die Einrichtung und die in ihr tätigen Personen in Bezug auf Sexualität haben.

Ziel der Konzeptentwicklung ist es, ein Klima herzustellen, in dem sich alle wohl fühlen können und über sexuelle Themen rechtebasiert und grenzwahrend gesprochen werden kann. Außerdem begünstigt die Konzeptionierung eines sexualpädagogischen Konzeptes Schutzfaktoren, um Gefahren sexualisierter Gewalt besser begegnen zu können.

Bei Interesse nehmen Sie gerne über sexualpaedagogik.marburg@hessen.profamilia.de Kontakt mit uns auf und lassen Sie sich über unsere Angebote und Formate beraten.