Sexuelle Bildung: Macht das Leben bunt

Vielfalt statt Einfalt:
Jeder Mensch hat das Recht
zu lieben, wen er möchte
und zu leben, wie er möchte.

 

 

Elftes Motiv der Postkartenserie
von pro familia zu verschiedenen
Themen der sexuellen Bildung.

Sexuelle Bildung: Wissen, dass es hinter der Tür bunt ist

Wie auch immer man sich identifiziert: In Deutschland kann jeder Mensch so leben, wie und mit wem er möchte.
 

Zehntes Motiv der Postkartenserie
von pro familia Baden-Württemberg
zu verschiedenen Themen Sexueller Bildung.

 

Flashmob zum Start der Kampagne "legal, einfach, fair!"

Am 15. April 2024 hat die Kommission zur reproduktiven Selbstbestimmung und Fortpflanzungsmedizin ihren Abschlussbericht vorgelegt. Anlässlich der Veröffentlichung und als und als offizieller Start der Kampagne „legal, einfach, fair – für eine Neuregelung des Schwangerschaftsabbruchs in Deutschland“ des Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung versammelten sich Aktivist*innen zum Flashmob „Wir streichen §218“ vor dem Konferenzzentrum der Bundesministerien in Berlin. Auch pro familia Baden-Württemberg beteiligte sich.

10. April 2024: ELSA-Studie, Gesetzesentwurf, Kommissions-Ergebnisse

Gleich drei wichtige Ereignisse am vergangenen Mittwoch, 10.04.2024: In einer von mehreren hundert Personen besuchten Online-Veranstaltung wurden Teilergebnisse der ELSA-Studie präsentiert. Die Langzeitstudie, die unter Beteiligung von sechs Hochschulen unter der Leitung der früheren pro familia Vorsitzenden Prof. Daphne Hahn (Hochschule Fulda) durchgeführt wurde, liefert erstmals belastbare empirische Daten zu Erleben und Verarbeiten ungewollter Schwangerschaften, zu psychosozialen Beratungs- und Unterstützungsangeboten zur medizinischen Versorgungssituation in Deutschland. Dabei zeigen die Daten sehr unterschiedliche Versorgungslagen innerhalb Deutschlands –  Baden-Württemberg zählt dabei zu den Ländern mit geringem Versorgungsgrad, hier sind die Frauen oft mit gleich mehreren Barrieren beim Zugang zu einem Schwangerschaftsabbruch konfrontiert. In Bezug auf die psychische Belastung wird deutlich, dass das psychische Wohlbefinden vor der Schwangerschaft ausschlaggebend ist, nicht jedoch das Ereignis des Schwangerschaftsabbruchs an sich: Nach einem Jahr lässt sich kein Einfluss nachweisen, dass ein Schwangerschaftsabbruch unmittelbar mit psychischen Belastungen einhergeht. Die Studie zeigt aber, dass sowohl ungewollt Schwangere, die einen Abbruch wünschen als auch Ärzt*innen, die Schwangerschaftsabbrüche durchführen, Stigmatisierungen erfahren. Um diesen Stigmatisierungserfahrungen entgegenzuwirken, braucht es laut Daphne Hahn eine gesellschaftliche Haltung, die Schwangerschaftsabbrüche als medizinische Grundversorgung anerkennt. Ebenfalls am Mittwoch,10.04.2024, hat der Bundestag erstmals über den Gesetzentwurf zur Änderung des Schwangerschaftskonfliktgesetzes beraten, der unter anderem Schwangere wirksam vor Gehsteigbelästigungen schützen soll und vorsieht, diese als Ordnungswidrigkeit mit Bußgeldern bis 5000 Euro zu ahnden. Eine gesetzliche Regelung ist hier schon lange überfällig. Nicht zuletzt wurden am vergangenen Mittwoch Empfehlungen der von der Bundesregierung eingesetzten Kommission für reproduktive Selbstbestimmung und Fortpflanzungsmedizin geleakt: Abbrüche innerhalb der ersten zwölf Schwangerschaftswochen sollten demnach nach Empfehlung der Kommission durch den Gesetzgeber legalisiert werden: »Die grundsätzliche Rechtswidrigkeit des Schwangerschaftsabbruchs in der Frühphase der Schwangerschaft ist nicht haltbar«, heißt es demnach in dem Abschlussbericht, der dem SPIEGEL vorab vorliegt. Weiterhin verboten bleiben sollten laut Kommission jedoch Abbrüche in der Spätschwangerschaft ab ca 22. Woche.  Der pro familia Bundesverband reagierte auf die Berichterstattung mit einer Pressemitteilung, in der die Regierung gemahnt wird, „dem historischen Moment [zu] gerecht werden: Mit der Neuregelung des Schwangerschaftsabbruch kann sie endlich ein Gesetz schaffen, das den Lebensrealitäten von Menschen hier und heute gerecht wird und eine gute Gesundheitsversorgung ermöglicht.“ 

Sexuelle Bildung: Wissen, dass ich mich nicht vergleichen muss

Auf die Größe kommt es nicht an,
weder beim Penis,
noch beim Busen.
Denn jeder Mensch ist anders. Und das ist auch gut so.
Neuntes Motiv der Postkartenserie
von pro familia Baden-Württemberg
zu verschiedenen Themen Sexueller Bildung.                       

Sexuelle Bildung: braucht keine Blümchensprache

Lasst Blumen sprechen - aber nur in der Literatur.
Bei der Aufklärung und sexuellen Bildung
sind klare Worte gefragt.

Achtes Motiv der Postkartenserie
von pro familia Baden-Württemberg
zu verschiedenen Themen Sexueller Bildung.

Fachtag ProSeKo in Stuttgart

Am Donnerstag, 01.Februrar 2024 hat der inklusive Fachtag „Prozessbegleitung bei der Entwicklung sexualpädagogischer Konzepte in Einrichtungen der Behindertenhilfe (ProSeKo)“ in Stuttgart stattgefunden. Der Fachtag wurde im Rahmen des gleichnamigen Landesprojektes von pro familia Baden-Württemberg in Kooperation mit der Lebenshilfe Baden-Württemberg ausgerichtet.

 

Sexuelle Bildung: Schaut über den Tellerrand hinaus

Sexualerziehung vermittelt auch soziale Kompetenzen. Denn sie schafft Verständnis für andere und hilft, Vorurteile abzubauen.

Siebtes Motiv der Postkartenserie von pro familia Baden-Württemberg zu verschiedenen Themen Sexueller Bildung.

Endlich: Ende von Gehsteigbelästigungen in Sicht!

Wer sich zu einem Schwangerschaftsabbruch entscheidet, mus in Baden-Württemberg mancherorts sehr weit fahren, um eine Praxis oder eine Klinik finden, die den Abbruch durchführt. Das liegt auch daran, dass Ärzt*innen, die Abbrüche vornehmen, sich immer wieder Diffamierungen ausgesetzt sehen. Seit einigen Jahren nehmen sogenannte Mahnwachen vor Praxen, aber auch vor Schwangerenberatungsstellen zu: fundamental-religiöse Gruppen stehen vor den Eingängen, um Druck auf Frauen auszuüben, die eine ungewollte Schwangerschaft beenden wollen oder eine Beratung suchen. Eine unzumutbare Situation für alle, die zur Beratung kommen und auch für die Mitarbeiter*innen der Beratungsstelle. Sie soll nun durch eine Regelung im Schwangerschaftskonfliktgesetz beendet werden. Am 24.1.2024 hat das Kabinett einer entsprechenden Gesetzesnovelle zugestimmt. Die muss nun im parlamentarischen Verfahren beschlossen werden.

Die Geschäftsführerin von pro familia BW dazu im Interview: Belästigung vor Schwangerschaftsberatung: „Das soll ein Ende finden“ - taz.de

Sexuelle Bildung: Zeigt Mut zur Farbe

Nass und kalt draußen? Das Leben und die Liebe können trotzdem bunt und aufregend sein. Es ist gut, dabei auch an den eigenen Schutz zu denken.

Sechstes Motiv der Postkartenserie von pro familia Baden-Württemberg zu verschiedenen Themen Sexueller Bildung.

 

Wir suchen Dich für das Kessel Festival 2024!

Es ist wieder soweit und pro familia Baden-Württemberg macht sich bereit für die nächste Runde Kessel Festival.
Wir freuen uns sehr drauf und stürzen uns voller Motivation ins Geschehen!

Das Peer-Education-Projekt "pro familia goes … Kessel Festival" bringt junge Menschen zusammen, die sich für sexuelle und reproduktive Rechte engagieren und andere für diese Themen interessieren wollen, Ziel des Projektes ist die Förderung der Jugendpartizipation und der Auseinandersetzung von Jugendlichen und  Erwachsenen mit den Themen Liebe, Partnerschaft, Sexualität, Vielfalt der Lebensentwürfe …

Wir suchen noch junge, engagierte Menschen, die Lust haben, ehrenamtlich als Peers bei dem Projekt mitzumachen!

Die Peers nehmen im Vorfeld an einem Vorbereitungsworkshop in Stuttgart teil, auf dem Festival selbst werden sie mit Aktionen und Spielen am pro familia-Stand aktiv. Neben der Präsenz am Stand haben alle Peers Gelegenheit, die Angebote auf dem Festival zu nutzen. Die Peers haben freien Eintritt an beiden Festivaltagen, Reisekosten und Übernachtung übernimmt pro familia.

Lust, dabei zu sein? Dann gleich die Bewerbung ausfüllen und per Mail an kessel@profamilia.de schicken!

Sexuelle Bildung: Individuell und vielfältig

Jeder Mensch ist einzigartig.
Und alle haben das Bedürfnis nach Liebe, Anerkennung, Freundschaft, Partnerschaft und Sexualität - auch Menschen mit Behinderung.
Fünftes Motiv der Postkartenserie von pro familia Baden-Württemberg zu verschiedenen Themen Sexueller Bildung.

Sexuelle Bildung: Gibt dir Worte

Viele Frauen sind Gewalt ausgesetzt. Erleiden sie im häuslichen Umfeld Gewalt macht die Scham oft stumm.
Sexuelle Bildung: Gibt dir Worte.
Viertes  Motiv der Postkartenserie von pro familia Baden-Württemberg zu verschiedenen Themen Sexueller Bildung.

Sexuelle Bildung: Nennt das Kind beim Namen

Wie war das nochmal mit dem Klapperstorch? Kinder haben viele Fragen. Statt ihnen Märchen zu erzählen, sollten Eltern die Fragen ihrer Kinder ehrlich, sachlich und dem Alter angemessen beantworten.
Drittes Motiv der Postkartenserie von pro familia Baden-Württemberg zu verschiedenen Themen Sexueller Bildung.

 

Der PARITÄTISCHE BW feiert 75-jähriges Jubiläum

Es gehört zur Daseinsvorsorge, Menschen unabhängig von Hautfarbe, Nationalität, Religion, Herkunft, Geschlecht und sexueller Orientierung zu unterstützen, ihre Rechte wahrzunehmen und ein selbstbestimmtes Leben führen zu können. pro familia hat auf diesem Weg mit dem Paritätischen Baden-Württemberg als Dachverband einen starken Partner an der Seite. Herzlichen Glückwusch zum 75-jährigen Jubiläum!

Mit einer Veranstaltung im Neuen Schloss mit Sozialminister Lucha und zahlreichen Gästen sowie einem anschließenden Bürger*innen-Fest auf dem Schlossplatz in Stuttgart feierte der PARITÄTISCHE BW das Jubiläum mit seinen Mitgliedorganisationen. Erstmals wurde der „#pari-engage-award“, eine Auszeichnung für innovatives Engagement in der Wohlfahrtspflege vergeben (zur Pressemitteilung des Paritätischen).

pro familia war auf dem Podium im neuen Schloss und mit einem Stand auf dem Schlossplatz vertreten. Während es bei der Veranstaltung im Schloss um die Daseinsvorsorge im Land ging und hier auch die Unterfinanzierung Sexueller Bildung angesprochen war, wurde am Stand von pro familia Sexuelle Bildung ganz praktisch mit dem Glücksrad vermittelt.

Sexuelle Bildung: Wissen, dass mein Körper mir gehört

Jeder Mensch hat das Recht, selbst über seinen Körper zu bestimmen - und zwar unabhängig von der Hautfarbe, Religion, Herkunft oder dem Geschlecht.

"Sexuelle Bildung: Wissen, dass mein Körper mir gehört" ist das zweite Motiv der Postkartenserie von pro familia Baden-Württemberg zu verschiedenen Themen Sexueller Bildung.

Sexuelle Bildung - mehr als Aufklärung!

Gute Seiten, schlechte Seiten: Auch die Generation Social Media braucht Orientierung, um Bilder und Texte aus dem Internet einzuordnen. Nicht jede Seite ist schlecht, aber Sexualität wird im Netz oft verzerrt dargestellt. Sexuelle Bildung gibt Orientierung – auch Erwachsenen, die in der Betreuung, als Eltern oder Lehrkräfte gefordert sind. Kinder und Jugendliche brauchen ein offenes Ohr – auch für Fragen und Erfahrungen in ihren digitalen Lebenswelten. pro familia hat hilfreiche Informationen und Links für Eltern, Lehr- und Betreuungskräfte zusammengestellt: hier

„Sexuelle Bildung gibt Orientierung“ ist das erste Motiv einer Kampagne, die Inhalte Sexuelle Bildung in dem Blick rückt.  Jeden Monat steht ein anderes Motiv im Mittelpunkt.

 

Runder Tisch FASD

Der Begriff FASD (Fetale Alkoholspektrum-Störungen) steht für alle Formen von Schäden an Kindern, die durch Alkoholkonsum in der Schwangerschaft verursacht werden. Vertreter*innen unterschiedlicher Organisationen und Projekte im Land, darunter auch pro familia, sowie Frauen- und Kinderärztinnen trafen sich auf Einladung der Landesstelle für Suchtfragen in Baden-Württemberg am 19. Juli 2023 zum zweiten Runden Tisch. Das gemeinsame Ziel ist es, Prävention, Diagnostik und Versorgung zu verbessern. Denn nicht nur in der Aufklärung über mögliche Folgen von Alkoholkonsum in der Schwangerschaft kann noch mehr getan werden. Es fehlt auch an Strukturen und Expert*innen, um FASD zu diagnostizieren sowie an Angeboten für die Betroffenen, deren Beeinträchtigung nicht immer auf den ersten Blick erkennbar ist.

Landesprojekt ProSeKo

Das Landesprojekt "Prozessbegleitung bei der Entwicklung sexualpädagogischer Konzepte in Einrichtungen der Behindertenhilfe (ProSeKo)" wird am 01. Februar 2024 einen inklusiven Fachtag in Stuttgart veranstalten.

Weitere Informationen demnächst an dieser Stelle.

Gehsteigbelästigung endlich verbieten

Ekin Deligöz, Parlamentarische Staatssekretärin im Ministerium für Familie, Senioren, Frauen Jugend und Jugend , hat sich am 21.2.23 auf dem Weg gemacht, um sich in der Beratungsstelle von pro familia Pforzheim über die anhaltenden Gehsteigbelästigungen fundamentalistischer Selbstbestimmungsgegner*innen zu informieren. Bundestagsabgeordnete aller demokratischen Parteien aus dem Walhlkreis, der Sozialbürgermeister sowie Verbände und Medien waren ebenfalls zu dem Treffen gekommen, das Katja Mast, Wahlkreis-Bundestagsabgeordnete der SPD und der Vorstand von pro familia Pforzheim initiiert hatten.  Gudrun Christ aus der Landesgeschäftsstelle von pro familia in Baden-Württemberg wies darauf hin, dass an vielen Orten im Bundesgebiet vor Beratungsstellen, aber auch vor Arztpraxen versucht werde, Druck auf Frauen auszuüben, die einen Schwangerschaftsabbruch erwägen oder durchführen lassen wollen. Sie mahnte eine rasche bundesgesetzliche Regelung an, wie im Koalitionsvertrag angekündigt. Ziel müsse sein, einen Sichtabstand zu verankern, der von Demonstranten*innen eingehalten werden müsse, um die Persönlichkeitsrechte der Frauen zu wahren. Ekin Deligöz, die aufgrund einer Autobahn-Vollsperrung zu dem Treffen virtuell zugeschaltet war, stellte eine gesetzliche Regelung noch in diesem Jahr in Aussicht, die derzeit gemeinem mit dem Innen- und dem Justizressort erarbeitet werde. Sie zeigte sich zuversichtlich, weil bei dem Treffen deutlich wurde, dass sie dabei auf die Unterstützung aller demokratischen Parteien zählen kann.

 

pro familia goes Kessel Festival 2023!

Am 24. und 25. Juni 2023 war pro familia Baden-Württemberg mit einer Gruppe engagierter Peers auf dem Kessel Festival in Stuttgart präsent.

An einem großen Aktions- und Informationsstand hatten die Festival-Besucher*innen die Möglichkeit, ihr Wissen zu Sexualität und Partnerschaft bei verschiedenen Spielen zu testen und aufzufrischen, Fragen zu stellen, Statements zu hinterlassen und bei einer Instagram-Fotochallenge ihre Kratvität zu beweisen. 

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr!

 

 

 

 

Start des Landesprojektes "Prozessbegleitung bei der Erstellung von sexualpädagogischen Konzepten in Einrichtungen der Behindertenhilfe"

Am 31.03.2022 haben pro familia Baden-Württemberg und die Lebenshilfe Baden-Württemberg das gemeinsame Projekt „Behinderung, Sexualität und Partnerschaft“ abgeschlossen. Ab 01.04.2022 führen die Verbände nun gemeinsam das sich inhaltlich anschließende Projekt „Prozessbegleitung bei der Erstellung sexualpädagogischer Konzeptionen in Einrichtungen der Behindertenhilfe“ durch. Sexualpädagogische Konzepte helfen, Menschen mit Behinderungen in ihrer selbstbestimmten Sexualität zu unterstützen, in dem sie den Umgang mit Fragen, die Sexualität betreffen, regeln und so die Handlungskompetenz aller beteiligten Akteur*innen stärken. Im Rahmen des Projektes werden interessierte Einrichtungen bei der Erarbeitung sexualpädagogischer Konzepte von erfahreneren pro familia-Sexualpädagog*innen begleitet. Ziel des Projektes ist die nachhaltige Implementierung sexualpädagogischer Konzepte in Einrichtungen der Behindertenhilfe.

Staatssekretärin informiert sich über die Arbeit von pro familia

Staatssekretärin Dr. Ute Leidig kam am 26.Juli in die Beratungsstelle von pro familia in Stuttgart und informierte sich über die Arbeit von pro familia vor Ort und im Land. Dabei kamen die Auswirkungen von Corona und der Bedarf an Angeboten der sexuellen Bildung ebenso zur Sprache wie die anhaltenden Probleme vielerorts im Land, Schwangerschaftsabbrüche vorzuhalten.

Weitere Informationen

 

Spießrutenlauf auch juristisch unerwünscht - Verwaltungsgericht entscheidet gegen "Mahnwachen"

Selbstbestimmungsgegner*innen wollten ihr vermeintliches „Recht“ einklagen, unmittelbar vor  der Eingangstür von pro familia in Pforzheim mit Gebeten, Plakaten und Holzkreuzen gegen Schwangerschaftsabbruch zu demonstrieren. Die Stadt Pforzheim hatte die Auflage erteilt, sich außer Sichtweite des Eingang zu positionieren und dies mit dem Persönlichkeitsrechten von schwangeren Frauen begründet. Der Eilantrag gegen das Inkrafttreten der Auflagen war bereits vor einem Jahr vom Verwaltungsgericht zurückgewiesen worden. Die Klage von Selbstbestimmungsgegner* gegen die Stadt Pforzheim wurde  vom Verwaltungsgericht Karlsruhe nun auch im Hauptverfahren am 12.5.2021 abgewiesen. Die Pforzheimer Zeitung zitiert den ersten Bürgermeister Dirk Büscher: "Ein Spießrutenlaufen vorbei an Abtreibungsgegner ist gänzlich unangemessen". Dem ist nichts hinzuzufügen.

https://www.pz-news.de/pforzheim_artikel,-Verwaltungsgericht-hat-entschieden-Vorgehen-der-Stadt-Pforzheim-gegen-Demo-von-Abtreibungsgegnern-w-_arid,1568301.html

 

Unsere Arbeit gegen sexuelle Gewalt und Mißbrauch

Seit 1965 bietet pro familia Baden-Württemberg flächendeckend Lösungen und Hilfestellungen rund um die Frage „Wie können wir Kinder davor schützen, Opfer von sexueller Gewalt und Übergriffen zu werden?“

Wir bedanken uns herzlich bei allen Spendern und Zahnarztpraxen, die uns in der Vergangenheit hierbei unterstützt haben. Mit den Spenden haben Sie den Betroffenen schnelle und professionelle Hilfe, aber auch umfangreiche Präventionsangebote ermöglicht. Mit Ihrer Hilfe konnten wir Kinder und Jugendliche stark machen. Seit Anfang 2021 sammeln wir unter dem neuen Motto „Mund aufmachen. Kinder stärken!"

Wir freuen uns über Ihre weitere Unterstützung für unsere Arbeit gegen sexuelle Gewalt und Missbrauch von Kindern.

 

Offenbacher Erklärung: Selbstbestimmte Verhütung - Kostenübernahme und qualifizierte Beratung sicherstellen

Jeder Mensch hat das Recht, darüber zu entscheiden, ob er sich fortpflanzen möchte oder nicht. Voraussetzung dafür ist der Zugang zu Familienplanung. pro familia setzt sich für die Weiterentwicklung von selbstbestimmter Familienplanung, für die Kostenübernahme von allen Verhütungsmitteln und -methoden für alle Menschen über die Krankenkassen sowie für den Ausbau einer menschenrechtsbasierten Verhütungsberatung ein. Dies beschlossen die Delegierten der Bundesdelegiertenversammlung 2019 in einer "Offenbacher Erklärung" am 12. Mai 2019.

Eröffnung der neuen Landesgeschäftsstelle des pro familia Landesverbandes

Wir laden ein zur Eröffnung  der neuen Geschäftsstelle des pro familia Landesverbandes am 10. Dezember 2018 in die neuen Räume in der Königsstr. 2 in Stuttgart ein.

Aus Anlass des  70.Jahrestages der Verabschiedung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte am 10. Dezember 2018 hält Frau Katrin Frank, Referentin des PARITÄTISCHEN Gesamtverbandes, Berlin, einen Vortrag zum  Thema „Frauenrechte in Gefahr“  Beginn ist um 15:30 Uhr. (Anmeldung erforderlich)

Im Anschluss werden wir den Landtagsabgeordneten Frau Stefanie Seemann MdL (in Vertretung des sozialpolitischen Sprechers der Landtagsfraktion der Grünen), Frau Dorothea Wehinger MdL, Frauen- sowie Familien- und Kinderpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion der Grünen sowie Frau Sabine Wölfle MdL, Sprecherin für Sozialpolitik, Frauen- und Gleichstellungspolitik der Landtagsfraktion der SPD,  symbolisch die Menschenrechte übereichen, damit sie sich weiterhin für Umsetzung der Frauenrechte und der sexuellen und reproduktiven Rechte stark machen.

Papst Franziskus vergleicht Abtreibung mit Auftragsmord, Beratungsstellen werden tyrannisiert, gegen den "Babycaust" wird demonstriert – Frauen, die abtreiben wollen, geraten zunehmend unter Druck. Und ebenso die, die ihnen helfen.

Vom 26.September bis zum 4. November 2018 stehen erneut Gegner*innen reproduktiver Selbst-bestimmung gegenüber dem Gebäude von pro familia Pforzheim, um gegen Schwangerschafts-abbrüche zu demonstrieren. Sie nennen es Gebetsmahnwachen. Eine unzumutbare Belagerung, die das Recht der Frauen auf eine vertrauliche und anonyme Beratung aushebelt und sie einem Spieß-rutenlauf aussetzt. Auch Frankfurt, Wiesbaden und München sind betroffen. pro familia fordert Schutzzonen von 150 Metern um Beratungsstellen. Lesen Sie den Artikel von Johanna Henkel-Waidhofer:

https://www.kontextwochenzeitung.de/gesellschaft/395/schutz-vor-lebensschuetzerinnen-5424.html

Hilfen für Schwangere in Not - Vertrauliche Geburt

Schwanger und keiner darf es erfahren? Sie müssen nicht allein bleiben mit Ihrer Angst, oder Ihr Kind heimlich, ohne medizinische Begleitung zur Welt bringen. Seit dem 1.5.2014 ist es durch ein neues Gesetz möglich, vertraulich zu entbinden. Scheuen Sie sich nicht und wenden Sie sich an eine unserer Beratungsstellen.
Informationen erhalten Sie auch im Internet unter www.geburt-vertraulich.de oder über das kostenlose Hilfetelefon "Schwangere in Not - anonym und sicher" unter der Nummer 0800 40 40 020. Es ist rund um die Uhr erreichbar und hilft in mehreren Sprachen.

 

Hilfe bei sexuellem Missbrauch - Infoportal "Trau dich!"

Um Kinder besser vor Übergriffen zu schützen, hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gemeinsam mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung die bundesweite Initiative "Trau dich!" zur Prävention des sexuellen Kindesmißbrauchs gestartet. Kinder können sich direkt an das Onlineportal "Trau dich!" wenden: www.trau-dich.de

 

Pille danach endlich auch in Deutschland rezeptfrei

Kostenfreie Abgabe an Frauen unter 20 Jahren bleibt an ärztliches Rezept gebunden

 Pille vergessen, Kondom gerissen - es gibt viele Gründe, warum nach einer sexuellen Begegnung plötzlich die Sorge um eine ungewollte Schwangerschaft im Raum steht. Zum Glück bedeutet das nun keinen Hindernislauf mehr, um die Pille danach zu bekommen, denn sie ist seit 15. März 2015 auch in Deutschland rezeptfrei erhältlich.

pro familia Baden-Württemberg freut sich über diese Entwicklung, denn langjährige Erfahrungen zeigen, dass die rezeptfreie Vergabe unbedenklich ist - selbst bei minderjährigen Frauen.

Frauen unter 20 Jahren können die Pille danach kostenfrei erhalten, wenn Sie dafür ein ärztliches Rezept vorlegen. So begrüßenswert die Kostenbefreiung für junge Frauen ist, hier sind Nachbesserungen notwendig. pro familia setzt sich für einen unbürokratischen, direkten Abrechnungsweg zwischen Apotheken und Krankenkassen ein. Denn der wichtigste Vorteil der rezeptfreien Vergabe der Pille danach ist, möglichst schnell und unkompliziert nach einem ungeschützten Geschlechtsverkehr handeln zu können. Wenn junge Frauen erst einen Arzt oder eine Ärztin aufsuchen müssen, geht dieser Vorteil verloren.

Weitere Informationen zur Pille danach finden Sie hier.