Elternarbeit ist für KiTas ein wichtiger Bestandteil der Arbeit. Eine gelingende Erziehungspartnerschaft von KiTa und Eltern ist Ziel und Aufgabe. Doch wie umgehen mit unterschiedlichen Erziehungsstilen und Wertevorstellungen? Das gilt besonders für Themen wie sexuelle Bildung, Körpererkundungsspiele oder Selbststimulation, weil es für Eltern und für Fachkräfte ungewohnt sein kann, über körpernahe Themen zu sprechen.
Sexuelle Bildung ist Prävention und schützt vor sexualisierter Gewalt. Daher ist es wichtig, kindliche Sexualität in der Kita zu thematisieren, denn sie ist Teil kindlicher Entwicklung.
Es geht darum
- Wissen über den eigenen Körper zu vermitteln
- eigene Wünsche und Grenzen wahrnehmen und benennen zu können
- "Nein" ausdrücken zu können ebenso wie "Ja" und dies auch bei anderen zu erkennen
- Respektvoll mit anderen umgehen zu können
In vielen Elterngesprächen ist es von Bedeutung, über kindliche Sexualität aufzuklären und sich auszutauschen über Verhalten/Neugierde/Interessen des Kindes. Dabei ist die Unterscheidung von kindlichem Verhalten in Abgrenzung zur Erwachsenen-Sexualität zentral. Kindliche Neugier darf ihren Raum haben. Kindern soll ermöglicht werden, Körperwissen zu erlangen ohne Scham. Dafür braucht es Regeln in der Kita und natürlich sollen die Eltern darüber auch Bescheid wissen.
Wir beschäftigen uns mit:
- Prävention
- Umgang mit unterschiedlichen Werten und Vorstellungen von Erziehung in Elternhäusern wie auch in der Gesellschaft
- Haltung der Kita, des Trägers und die eigene professionelle Haltung
- Sexuelle Bildung vermitteln
- Ziele, Möglichkeiten und Grenzen der Erziehungspartnerschaft
- Gesprächsführung
Die Ziele der Fortbildung sind:
- Die Mitarbeitenden sind mit den Bildungs- und Erziehungszielen des BEP in Hinblick auf Sexualität und Erziehungspartnerschaft vertraut.
- Die Mitarbeitenden haben eine Haltung zum Themenbereich „kindliche Sexualität“ entwickelt und bilden diese im kollegialen Austausch weiter aus.
- Die Mitarbeitenden sind in ihrer professionellen Kompetenz gestärkt und haben Sicherheit in ihrem persönlichen Arbeitsalltag mit sexualitätsbezogenen Situationen.
- Die Mitarbeitenden wissen um ihre Stärken, kennen persönliche und institutionelle Ressourcen und nutzen diese.
- Die Mitarbeitenden nutzen die persönliche Reflektion, den kollegialen Austausch und die Elternarbeit als Ressource.
- Die Mitarbeitenden haben mehr Sicherheit bei Elterngesprächen zu sexualitätsbezogenen Situationen und Fragen. Dabei begegnen sie den Eltern auf Augenhöhe und gehen bewusst mit den Eltern eine Bildungs- und Erziehungspartnerschaft ein.
Gerne kommen wir zu Ihnen in die Einrichtung und unterstützen Sie durch diese Fortbildung. Für Terminvereinbarungen und weitere Absprachen kontaktieren Sie uns gerne unter 06421-21800 oder schreiben Sie uns unter sexualpaedagogik.marburg@hessen.profamilia.de