Aufgrund der derzeitigen Coronavirus-Epidemie finden nicht alle Angebote statt. Bitte informieren Sie sich bitte vorab unter heidelberg@profamilia.de oder unter 06221-184440 und kommen Sie zu aktuellen Veranstaltungen mit Mund-Nasen-Bedeckung.

 

Informationsabend zum Thema Elterngeld und Elternzeit in Kooperation mit der Elternschule des Krankenhauses Salem

03.02.2023, 18.00 Uhr bis ca. 19.30 Uhr

Ort: Krankenhaus Salem, Hermann-Lindrath-Saal

Kosten: 5 € pro Person

Angebot: Es wird ein Überblick über die gesetzlichen Regelungen gegeben und erläutert, was bei der Planung zu beachten ist.
 

Wir bitten um Anmeldung unter heidelberg@profamilia.de

 

#girls go gyn

NEU !!!

nächste Termine: donnerstags, 16.00-18.00 Uhr, Start: mehrmals im Jahr

Ort: Hauptstr.79 in Heidelberg

Angebot: Veranstaltung mit einer Frauenärztin/ Sexualpädagogin rund um den ersten Besuch bei der Frauenärztin/dem Frauenarzt für Mädchen zwischen 10 und 14 Jahren.

Der Kurs erfolgt ausschließlich mit Anmeldung. Für  genauere Informationen oder eine Voranmeldung melden Sie sich bitte unter lale.weigand@profamilia.de oder unter 01708433240 (di 16-17.30 und do 13.00-14.40 Uhr).

 

Anleitung zur Brustselbstuntersuchung nach der MammaCare-Methode

Zur Zeit finden in der Beratungsstellen keine Gruppen-Kurse zur Erlernung der Brustselbstuntersuchung statt. Da das Interesse an dem Thema Brustgesundheit und an der Brustselbstuntersuchung weiterhin groß ist, bietet unsere Ärztin, Dr. med. Iris Wirth ab sofort Termine zur Einzeleinweisung in die MammCare® Methode in den Räumen der Beratungsstelle Heidelberg an.  Der Einzel-Kurs geht über 1 ½ Stunden und der Kostenbeitrag ist 40 €.

Leiterin: Dr.Iris Wirth, Gynäkologin

nächste Termine:  auf Anfrage

Ort: pro familia-Beratungsstelle, Hauptstr. 79, 69117 Heidelberg

Kosten: 40,-€ (auf Antrag kostenfrei)

Anmeldung: telefonisch bei der pro familia unter 06221 184440 oder direkt per E-Mail bei iris.wirth@profamilia.de
Bitte mitbringen: Handtuch und ein kleines Kissen!

 

Geburtsvorbereitung für junge Schwangere und werdende Eltern bis 23 Jahren

Nächste Termine: ab 16.09.2022

Ort: pro familia Beratungsstelle Hauptstr. 79 in Heidelberg. Bei Interesse melden Sie sich bitte unter 06221 184440 oder unter heidelberg@profamilia.de.

Angebot: Junge Schwangere  und werdende Eltern  erfahren in diesem Kurs Wissenswertes rund um Schwangerschaft, Geburt und erste Zeit mit Baby. Sie haben die Möglichkeit, sich mit anderen auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen. Der Kurs wird von einer Hebamme und einer Schwangerschaftsberaterin durchgeführt.

Bitte informieren Sie sich über die einzuhaltenden Hygieneregelungen bei dieser Veranstaltung.

Für genauere Informationen oder eine Voranmeldung melden Sie sich bitte unter heidelberg@profamilia.de oder unter 06221 184440.

 

Montagstreff für alleinerziehende Mütter

Vom 10.08.2022 bis 11.09.2022 Sommerpause!!!

Nächste Termine: wieder ab 12.09.2022 montags, 16.00-18.00 Uhr, das Angebot ist fortlaufend. Der Treff ist in den Sommerferien geschlossen. 

Ort: Plöck 2a in Heidelberg

Angebot: Treffen allein erziehender Mütter in einem offenen Rahmen mit Kinderbetreuung. Für kurze Fragen oder Hilfestellungen steht   eine pro familia-Beraterin zur Verfügung.

Bitte informieren Sie sich vorab über die einzuhaltenden Hygieneregelungen bei dieser Veranstaltung unter 06221 184440 oder heidelberg@profamilia.de.

Sommerprogramm des Montagstreff für alleinerziehende Mütter

 

Frühstückstreff für Eltern mit Kindern bis 3 Jahre

Vom 10.08.2022 bis 11.09.2022 Sommerpause!!!

nächste Termine: ab 13.09.2022 dienstags, 10.00-11.30 Uhr,  Anmeldungen sind noch möglich

Angebot: Austausch bei gemeinsam zubereitetem Frühstück mit anschließendem Singen, Spielen und Basteln mit den Kindern.

Der Kurs läuft unter Corona-Hygiene-Regeln, bitte vorab anmelden, wegen begrenzter Teilnehmendenzahlen! Für genauere Informationen oder eine Voranmeldung melden Sie sich bitte unter heidelberg@profamilia.de oder unter 06221 184440.

 

Mutter-Kind-Bildungskurs (MUKIB) Weststadt

Vom 01.08.2022-11.09.2022 Sommerpause!!!

Nächste Termine: 13.09.2022 dienstags von 13.30 -15.00 Uhr Anmeldungen sind noch möglich  

Ort: im „Elterntreff“ des St. Josefs, Landhausstr. 25, Ebene 4, Heidelberg

Angebot: Kurs rund Spiel und Spaß für das Baby und den förderlichen Umgang mit dem Baby, die Entwicklung und Fragen im Alltag mit dem Kind.

Der Kurs läuft unter Corona-Hygiene-Regeln, bitte vorab anmelden, wegen begrenzter Teilnehmendenzahlen! Für genauere Informationen oder eine Voranmeldung melden Sie sich bitte unter heidelberg@profamilia.de oder unter 06221 184440. Der Kurs läuft digital weiter, wenn die Coronasituation es erfordert.

 

Mutter-Kind-Bildungskurs (MUKIB) EM

Nächste Termine: freitags, 10.00-11.30 Uhr

Ort: Jellinekplatz 11 in Heidelberg

Angebot: Austausch bei gemeinsam zubereitetem Frühstück mit anschließendem Singen, Spielen und Basteln mit den Kindern.

Der Kurs läuft unter Corona-Hygiene-Regeln, bitte vorab anmelden, wegen begrenzter Teilnehmendenzahlen! Für genauere Informationen oder eine Voranmeldung melden Sie sich bitte unter heidelberg@profamilia.de oder unter 06221 184440.

 

Weitere Informationen zu Gruppen, Veranstaltungen & Kursen finden Sie hier

 

 

Pressemitteilung des Landesverbandes pro familia Baden Württemberg


pro familia: Hoher Beratungsbedarf aufgrund finanzieller Notlagen

Stuttgart, 17.10.2022. Laut Paritätischem Armutsbericht 2022 lag die Armutsquote in Deutschland im Jahr 2021 bei 16,6 Prozent und damit auf einem neuen Höchststand. Erwartbar ist, dass sich diese Situation aufgrund der aktuellen Inflation weiter verschärfen wird. Das spiegelt sich auch in den Beratungszahlen von pro familia wieder.

„Die Anfragen nach Beratungen zu sozialen Hilfen bewegen sich seit Jahren auf hohem Niveau,“ so Gudrun Christ, Landesgeschäftsführerin von pro familia Baden-Württemberg. Neben kinderreichen Familien seien Alleinerziehende in besonderem Maße von Armut bedroht. „pro familia unterstützt hier im Rahmen des Schwangerschaftskonfliktgesetzes durch unentgeltliche Beratungen zu Fragen sozialer Unterstützungsmöglichkeiten wie Kindergeld, Kinderzuschlag, Wohngeld und anderen Sozialleistungen.“ Für Schwangere und auch Familien in wirtschaftlicher Not gebe es verschiedene Hilfsmöglichkeiten durch Bundes- und Landesstiftungen, aber auch regionale Unterstützungsangebote, die über anerkannte Schwangerenberatungsstellen beantragt werden können. Im Jahr 2021 wurden landesweit insgesamt 3165 Stiftungsanträge über pro familia gestellt.

Dass Armut auch negative Auswirkungen auf die Gesundheit und die Gesundheitsvorsorge Betroffener hat, ist hinreichend belegt. Dieser Zusammenhang beziehe sich auch auf sexuelle und reproduktive Rechte und Gesundheit, bemerkt Gudrun Christ: „Der internationale Tag zur Beseitigung der Armut ist auch ein Anlass, sich diese Zusammenhänge zu vergegenwärtigen. So darf beispielsweise das Menschenrecht auf Verhütung nicht am Geld scheitern.“ pro familia fordert deshalb seit Jahren, die Kostenübernahme für alle Verhütungsmittel und -methoden zur Familienplanung und die hierfür gegebenenfalls notwendigen ärztlichen Leistungen für alle Menschen über die Krankenkassen sicherzustellen.

 

Pressekontakt:

Gudrun Christ, Geschäftsführerin pro familia Baden-Württemberg, gudrun.christ@profamilia.de

Tel.: 0711-2599353, mobil 0170-6311280

 

pro familia Baden-Württemberg ist Fachverband für Sexualität, Partnerschaft und Familienplanung und Dachverband für 19 Beratungsstellen und fünf Außenstellen im Land. Sie bieten Sexual-, Schwangerschafts-, und Paarberatung sowie Veranstaltungen zur Sexuellen Bildung, darunter sexualpädagogischen Angebote in Schulen und Fortbildung für Eltern, Lehrkräfte und Betreuungspersonal. pro familia Baden-Württemberg wird durch das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg gefördert und ist Mitglied im PARITÄTISCHEN Baden-Württemberg und im Landesfrauenrat. Weitere Informationen unter www.profamilia.de/baden-wuerttemberg

Gemeinsame Pressemitteilung

pro familia und PARITÄTISCHER begrüßen Abschaffung von Paragraph 219a

 

Die Verbände fordern Entkriminalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen

 

Stuttgart 24.06.2022   Der PARITÄTISCHE und pro familia Baden-Württemberg begrüßen den heute im Bundestag gefassten Beschluss zur Abschaffung des Paragraf 219a Strafgesetzbuch. Das Werbeverbot für Schwangerschaftsabbrüche hat die Rechte von Frauen auf Selbststimmung und freie Arztwahl massiv verletzt. Es  ist  jetzt Sache der Länder, die Versorgung und barrierearme Beratungsangebote flächendeckend zu sichern und für eine fundierte Übersicht über Arztpraxen und Kliniken, die Schwangerschaftsabbrüche durchführen, zu sorgen. Darüber hinaus fordern die Verbände, Schwangerschaftsabbrüche grundsätzlich zu entkriminalisieren. Dazu müsse der Paragraph 218 raus aus dem Strafgesetzbuch.

„Der freie Zugang zu Information ist die Grundlage dafür, selbstbestimmt und fundiert Entscheidungen treffen zu können. Deshalb begrüßen wir den Beschluss der Bundesregierung, das Werbeverbot für Schwangerschaftsabbrüche abzuschaffen außerordentlich“, erklärt Ursel Wolfgramm, Vorstandsvorsitzende des PARITÄTISCHEN Baden-Württemberg. Das Land müsse allen betroffenen Frauen wohnortnah die Möglichkeit eines Schwangerschaftsabbruchs und die freie Wahl der Methode ermöglichen. Bisher gebe es in Baden-Württemberg keine gesicherte Datenlage über Arztpraxen, Krankenhäuser und Einrichtungen, die Schwangerschaftsabbrüche vornehmen, über die Kapazitäten und die angewandten Methoden. Das muss sich schnell ändern. Eine solche Adressdatei müsse länderspezifisch gepflegt und ständig auf Versorgungssicherheit überprüft und aktualisiert werden, so die Vorstandsvorsitzende.

„Die Abschaffung des Paragraphen 219a ist ein längst überfälliger Schritt, Frauen zu ihrem Grundrecht auf Information zu verhelfen und gegen die Kriminalisierung von Ärztinnen. Nun geht es darum, das Menschenrecht auf Selbstbestimmung über den eigenen Körper auch in Deutschland zu verwirklichen: Der Schwangerschaftsabbruch muss künftig als Teil der Gesundheitsversorgung und nicht im Strafrecht geregelt werden!“, sagt Ruth Weckenmann, Vorsitzende von pro familia Baden-Württemberg.

Die Verbände fordern außerdem, dass medizinische Aspekte von Schwangerschaftsabbrüchen sowohl Bestandteil der Ausbildung als auch der Fortbildung für Mediziner*innen werden und die Vergütungspauschale überprüft wird. Dazu gehöre auch, dass die Kliniken im Land Schwangerschaftsabbrüche nach der Beratungsregelung in ihr Portfolio aufnehmen.

 

 

Pressekontakt

pro familia Baden-WürttembergGudrun Christ, Geschäftsführerin, Tel.: 0711-2599353, mobil 0170-6311280, gudrun.christ@profamilia.de

DER PARITÄTISCHE Baden-Württemberg: Hina Marquart M.A., Stabsstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Tel. 0711/2155-207, mobil: 0172-7148625, marquart@paritaet-bw.de

 

 

 

Hintergrundinformationen:

 

pro familia Baden-Württemberg 

pro familia Baden-Württemberg ist Fachverband für Sexualität, Partnerschaft und Familienplanung Zu pro familia gehören 18 Kreis- /Ortsvereine mit 19 Beratungsstellen und fünf Außenstellen im Land. Die Beratungsstellen bieten Sexual-, Schwangerschafts-, und Paarberatung sowie Veranstaltungen zur Sexuellen Bildung, darunter sexualpädagogischen Angebote in Schulen und  Fortbildung für Eltern, Lehrkräfte und Betreuungspersonal. pro familia Baden-Württemberg wird durch das Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg gefördert und ist Mitglied im PARITÄTISCHEN Baden-Württemberg und im Landesfrauenrat. Weitere Informationen unter www.profamila.de/baden-wuerttemberg

 

DER PARITÄTISCHE Baden-Württemberg

Der Paritätische Wohlfahrtsverband Baden-Württemberg ist einer der sechs anerkannten Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege. Er ist weder konfessionell, weltanschaulich noch parteipolitisch gebunden. Der Verband steht für Solidarität, soziale Gerechtigkeit und Teilhabe und wendet sich gegen jegliche Form sozialer Ausgrenzung. Ihm sind in Baden-Württemberg über 900 selbständige Mitgliedsorganisationen mit insgesamt rund 4.000 sozialen Diensten und Einrichtungen angeschlossen sowie rund 40.000 freiwillig Engagierte. Weitere Informationen unter www.paritaet-bw.de

 

 

Neues regionales Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung mit Podiumsdiskussion.

Kehren die Engelmacher zurück?

Debatte um den Schwangerschaftsabbruch geht in die nächste Runde.

Am Freitag den 20 Mai um 20 Uhr veranstalten die Säkularen Humanisten - GBS Rhein-Neckar e.V. eine Podiumsdiskussion zum Thema "Rückkehr der Engelmacher?
Zur medizinischen Grundversorgung hinsichtlich Schwangerschaftsabbrüchen und sexueller Selbstbestimmung" im Forum am Park, in Heidelberg."

Unterstützt von der Vereinigung Kritische Mediziner*innen Heidelberg-Mannheim

Gemeinsam mit ProFamilia Mannheim und Heidelberg, der ASF und Stadträten von SPD und Grünen aus Heidelberg, wird an dem Abend ein regionales Bündnis für Sexuelle Selbstbestimmung offiziell der Öffentlichkeit vorgestellt. Das lokale Bündnis Rhein-Neckar macht mit Informationsveranstaltungen und Aktionen die Anliegen des bundesweiten "Bündnisses für sexuelle Selbstbestimmung" (https://www.sexuelle-selbstbestimmung.de/) vor Ort bekannt und setzt sich für eine Verbesserung der Versorgung in der Metropolregion ein. 

In Anknüpfung an die Diskussion am Uniklinikum Heidelberg, ob dort auch Schwangerschaftsabbrüche angeboten werden sollen, geht es bei der Auftaktveranstaltung des Bündnisses um gesellschaftliches Engagement für Selbstbestimmung und eine medizinische Grundversorgung. Tagesaktuelle Erfahrungen aus ihrer Arbeit und einem Workshop mit den Kritischen Mediziner*innen, bringt dabei Dr. Alicia Baier mit, die Gynäkologin und Mitgründerin der Doctors for Choice Germany.  Jenseits moralischer oder juristischer Debatten, geht es um eine entsprechende Infrastruktur und deren Fallstricke wie Förderung. Wie ist die Versorgungssituation hinsichtlich des Angebots von Schwangerschaftsabbrüchen, allgemein und im Heidelberg-Rhein-Neckar-Kreis? Welche bürokratischen oder praktischen Hürden gibt es? Braucht es mehr medizinisches, politisches oder soziales Engagement?

Diese und weitere Fragen werden zusammen mit Dr. Alicia Baier, dem Erziehungswissenschaftler und Sexualpädagogen Johannes Dörr, der SPD-Stadträtin Johannah Illgner und dem Stadtrat der Grünen, Julian Sanwald, diskutiert.

Nähere Informationen zur Veranstaltung der Giordano Bruno Stiftung 

 

 

 

Prozessbegleitung bei der Entwicklung sexualpädagogischer Konzeptionen in Einrichtungen der Behindertenhilfe

 

Nach erfolgreichem Abschluss des Projekts „Behinderung, Sexualität und Partnerschaft“  startet pro familia Baden-Württemberg und die Lebenshilfe Baden-Württemberg nun mit einem neuen  Projekt "Prozessbegleitung bei der Entwicklung sexualpädagogischer Konzeptionen in Einrichtungen der Behindertenhilfe".

Pro familia Heidelberg  ist eine von vier Standorten, die im Rahmen dieses Projektes Angebote für Einrichtungen  entwickelt und durchführt. Sprechen Sie uns gerne bei Interesse an.

Das Projekt  knüpft eng an die Ergebnisse aus der Befragung der Fachkräfte der Behindertenhilfe an, bei der ein Großteil den Wunsch nach der Entwicklung eines sexualpädagogischen Konzeptes für ihre Einrichtung zum Ausdruck brachte. Sexualpädagogische Konzepte gehören bislang nicht zu den Standards in den Einrichtungen der Behindertenhilfe und -Selbsthilfe. Noch immer findet das Thema Sexualität oft keinen Raum, werden Klient*innen im selbstbestimmten Ausleben ihrer Sexualität behindert, wird Sexualität oft erst dann zum Thema, wenn es zu unerwünschtem Verhalten kam. Aber Sexualität ist da und findet statt, ist Bestandteil des Lebens und des Alltags auch in Einrichtungen der Behindertenhilfe.

Sexualpädagogische Konzepte helfen, den Umgang mit Fragen, die Sexualität betreffend, zu regeln. Sie stärken die Handlungskompetenz aller Akteur*innen und tragen so dazu bei, Menschen mit Behinderungen in ihrer selbstbestimmten Sexualität zu unterstützen. Nicht zuletzt dienen die Konzepte aber auch der Prävention, beispielsweise von sexuellen Übergriffen. „Damit die Konzepte im Einrichtungsalltag auch gelebt werden und kein Schubladedasein fristen, ist es wichtig, dass sie nicht von oben herab beschlossen werden, sondern partizipativ erarbeitet und von allen beteiligten Akteur*innen mitgetragen werden,“ erläutert Gudrun Christ, Geschäftsführerin von pro familia Baden-Württemberg.

Im Rahmen des Projektes werden interessierte Einrichtungen auf diesem Weg von erfahreneren pro familia-Sexualpädagog*innen begleitet. Das Projekt „Prozessbegleitung bei der Entwicklung sexualpädagogischer Konzeptionen in Einrichtungen der Behindertenhilfe“ hat eine Laufzeit von zwei Jahren und wird, wie bereits das Projekt „Behinderung, Sexualität und Partnerschaft“, unterstützt durch das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration aus Landesmitteln, die der Landtag von Baden-Württemberg beschlossen hat. In diesem Zusammenhang betont Gudrun Christ: „Wir freuen uns, dass das Land die Dringlichkeit sieht, in Bezug auf die selbstbestimmte Sexualität von Menschen mit Behinderungen weitere Schritte zu gehen und uns mit der Förderung ermöglicht, Einrichtungen der Behindertenhilfe bei der Entwicklung von sexualpädagogischen Konzepten zu unterstützen.“

 

Schutz von ratsuchenden Frauen im Schwangerschaftskonflikt

Zwei Urteile im Jahr 2021 zeigen, dass der Schutz von Frauen im Schwangerschaftskonflikt immer noch keine Selbstverständlichkeit erreicht hat.

Aktuell sprach das Verwaltungsgericht Frankfurt sich mit seinem Urteil für eine Rechtmäßigkeit von Versammmlungsfreiheit religiöser Fundamentalist*innen vor Beratungsstellen aus.

Das Urteil des Verwaltungsgericht Karlsruhe, das ein  Verbot der Stadt Pforzheim, die  einer Initiative von Abtreibungsgegner*innen  untersagte, in Sichtweite einer Beratungsstelle zu demonstrieren, bestärkte, ist am 06.12 2021 vom Verwaltungsgerichtshof Mannheim zur Berufung zugelassen worden.

Es verbleibt festzustellen, dass Frauen im Schwangerschaftskonflikt nach wie vor jederzeit damit rechnen müssen, vor Beratungsstellen einen Spießrutenlauf und Belästigung durch religiös fundamentalistische Gruppen zu erleben.

Die Schwangerschaftskonfliktberatung ist eine vom Gesetzgeber vorgeschriebene Beratung, deren Wahrnehmung Voraussetzung ist, dass Frauen eine Entscheidung zum Schwangerschaftsabbruch umsetzen dürfen. Eine Entscheidung, die eigentlich zutiefst selbstbestimmt getroffen werden und bei der jede Frau frei in der Inanspruchnahme unterstützender Beratung sein sollte. Zu dieser fehlenden Wahlfreiheit kommt nun das zusätzliche Risiko der Bedrängung und Stigmatisierung durch Gehsteigbelästigung hinzu.

Menschen im Schwangerschaftskonflikt müssen sich durch eine bundeseinheitlich gesetzliche Regelung, die Schutzzonen vor Abtreibungskliniken und -praxen sowie vor Beratungsstellen sicherstellt, darauf verlassen können, keine Belästigungen und Stigmatisierung in einer solchen Situation zu erleben.

Pressemitteilung des Bundesvebandes pro familia zur Gehsteigbelästigung

 

 

 

______________________

Pressemitteilung des Bundesverband pro familia 

Zivilgesellschaftliches Bündnis appelliert an die Parteien, eine außerstrafrechtliche Neuregelung jetzt anzugehen

Die Abschlusserklärung des Kongresses „150 Jahre § 218 Strafgesetzbuch“, der Ende August 2021 stattfand, hat breite zivilgesellschaftliche Unterstützung gefunden. Mehr als 100 Verbände, Organisationen, Institutionen und Netzwerke aus dem Spektrum von Beratung, Gesundheit, Migration, Frauen- und Gleichstellungspolitik sowie mehr als 600 Einzelpersonen haben sie unterzeichnet. Dieses zivilgesellschaftliche Bündnis fordert eine außerstrafrechtliche Neuregelung des Schwangerschaftsabbruchs und appelliert an die Parteien, sich der Herausforderung einer lang überfälligen menschenrechtskonformen Gesetzesreform konstruktiv zu stellen.

„Eine moderne, umfassende gesetzliche Regelung des Schwangerschaftsabbruchs außerhalb des Strafgesetzes in Deutschland ist überfällig“, erklärt Stephanie Schlitt, stellvertretende Bundesvorsitzende. „Diese muss sich an den gesundheitlichen Belangen und der Selbstbestimmung von schwangeren Personen orientieren und internationale Menschenrechtsnormen respektieren.“

Im Zuge des Fachkongresses haben Fachbeiträge und die Erfahrungsberichte von Frauen, die eine Schwangerschaft abgebrochen haben, gezeigt, dass die Kriminalisierung des Schwangerschaftsabbruchs die Gesundheit von ungewollt Schwangeren in Deutschland gefährdet. Sie steht einer angemessenen Gesundheitsversorgung im Wege und ist eine der Ursachen dafür, dass in vielen Regionen Deutschlands erhebliche Versorgungslücken bestehen. Zudem erschwert das Strafrecht die Professionalisierung der medizinischen Aus- und Weiterbildung zum Schwangerschaftsabbruch und setzt Ärzt*innen unter Druck. Dabei zeigen die Erfahrungen anderer Länder, dass es möglich ist, den Schwangerschaftsabbruch außerhalb des Strafgesetzbuches zu regeln.

Die breite zivilgesellschaftliche Unterstützung der Abschlusserklärung verleiht der Forderung, eine außerstrafrechtliche Neuregelung des Schwangerschaftsabbruchs in der 20. Wahlperiode anzugehen, deutlichen Nachdruck.

Die Unterzeichnenden  haben den Vorständen von SPD, CDU, CSU, Bündnis 90/Die Grünen, FPD und der Linken die Abschlusserklärung des Kongresses heute zugesandt. In der jetzt anfangenden 20. Wahlperiode soll die Gesetzesreform angegangen werden, so die Forderung.

Zur Abschlusserklärung