Starke Frauen | 08.März 2026
Ausstellung zum Internationalen Frauentag
Bärbel Bohley (1945 bis 2010)
Künstlerin und Bürgerrechtlerin, prägte die Opposition in der DDR, Mitgründerin zentraler Bürgerrechtsgruppen, wichtige Stimme der Friedlichen Revolution und der Aufarbeitung von DDR Unrecht.
„Keine von uns hat sich diskriminiert gefühlt, wenn sie alleinerziehende Mutter war. Wir konnten studieren und haben unsere Kinder großgezogen.“
Kurzbiografie
Bärbel Bohley lebte und arbeitete in Ost Berlin. Sie geriet wegen ihres Engagements wiederholt in Konflikt mit dem SED Staat und war Repressionen ausgesetzt. Sie gehörte zu den Gründerinnen und Gründern der Initiative Frieden und Menschenrechte und später des Neuen Forums. Nach 1990 engagierte sie sich für Aufarbeitung und Erinnerung, auch über Archive und Zeitzeugenarbeit. Bohley starb 2010.
Konkreter Beitrag zur Frauenbewegung
Bohley steht für politische Selbstorganisation von unten, in einem System, das unabhängige Initiativen bekämpfte. Ihr Beitrag liegt weniger in klassischer Verbandsarbeit, sondern in Bürgerrechten als Voraussetzung für jede Gleichstellung. Sie machte sichtbar, dass Demokratie, Meinungsfreiheit und Schutz vor staatlicher Willkür zentrale Bedingungen sind, damit Frauen ihre Interessen öffentlich vertreten können, auch gegen Machtmissbrauch in Institutionen.
Wirkung bis heute
Bohleys Name ist eng mit dem Mut verbunden, trotz persönlicher Risiken öffentlich zu widersprechen. Das wirkt bis heute, weil Rechte ohne Zivilcourage und ohne öffentliche Kontrolle erodieren können. Für Beratungskontexte ist das relevant, wenn es um Selbstbestimmung, Gewalt, Abhängigkeit und die Frage geht, wie Menschen in Drucksituationen handlungsfähig bleiben, nicht nur privat, sondern auch gesellschaftlich.
Kritische Einordnung
In der öffentlichen Erinnerung werden einzelne Sätze Bohley zugeschrieben, deren Herkunft teils umstritten ist. Für diese Ausstellung zählt nur, was zuverlässig belegt ist. Ihr historisch gesichertes Gewicht liegt in ihrer Rolle innerhalb der DDR Opposition, im Aufbau zivilgesellschaftlicher Strukturen und in ihrem Einsatz für Aufarbeitung nach 1990.
Internationaler Frauentag
Der 8. März entstand aus der Arbeiterinnenbewegung. Seit 1911 wird er in Deutschland begangen. Er steht für Wahlrecht, faire Arbeitsbedingungen und politische Mitbestimmung, heute für gleiche Rechte und gegen strukturelle Benachteiligung. Diese Ausstellung zeigt Frauen, die gesellschaftlichen Wandel angestoßen haben.
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Der Internationale Frauentag erinnert daran, dass Gleichberechtigung aktiv gestaltet werden muss. Viele Frauen erleben weiterhin strukturelle Benachteiligung, ökonomische Unsicherheit oder Gewalt.
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Abbildung 14: Bärbel Bohley (Pop-Art-Version | erstellt durch pro familia Augsburg)
Basierend auf: „Bundesarchiv Bild 183-1989-1104-045, Berlin, Demonstration, Bärbel Bohley, Christa Wolf.jpg“ von Hubert Link / Bundesarchiv
Wikimedia Commons
Lizenz: CC BY-SA 3.0 DE
Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bundesarchiv_Bild_183-1989-1104-045,_Berlin,_Demonstration,_B%C3%A4rbel_Bohley,_Christa_Wolf.jpg
Bearbeitung: Pop-Art-Transformation mittels KI-Tool durch ChatGPT, 2026 (alle Rechte vorbehalten)
Das Bild basiert auf einer frei lizenzierten Vorlage von Wikimedia Commons. Kommerzielle Nutzung gemäß Lizenzbedingungen. Persönlichkeitsrechte der Abgebildeten wurden berücksichtigt.
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