Starke Frauen | 08.März 2026
Ausstellung zum Internationalen Frauentag
Marie Elisabeth Lüders (1878 bis 1966)
Liberale Politikerin, Sozialpolitikerin und Frauenrechtlerin, promovierte 1912 in Staatswissenschaften, engagiert für rechtliche und soziale Gleichstellung, Alterspräsidentin des Deutschen Bundestages 1953 und 1957.
„Es ist nicht mein Verdienst, dass ich heute, einem alten Brauch folgend, an dieser Stelle stehe.“
Kurzbiografie
Marie Elisabeth Lüders wurde 1878 in Berlin geboren. Sie studierte Nationalökonomie und promovierte 1912 in Staatswissenschaften. In der Weimarer Republik war sie Reichstagsabgeordnete und arbeitete schwerpunktmäßig an Fragen der Sozialpolitik, Jugendhilfe und Gesundheit. In der NS Zeit verlor sie Funktionen, wurde mit Berufs und Publikationsverbot belegt und 1937 zeitweise inhaftiert. Nach 1945 wirkte sie in Berlin am Wiederaufbau der Sozialverwaltung mit und war von 1953 bis 1961 Mitglied des Deutschen Bundestages.
Konkreter Beitrag zur Frauenbewegung
Lüders verband Frauenrechte mit Sozialpolitik und Gesetzgebung. Sie setzte sich für Gleichberechtigung im bürgerlichen Recht und für soziale Absicherung ein, auch mit Blick auf Mütter, Kinder und Jugendhilfe. Im Bundestag griff sie frauenpolitische Rechtsfragen erneut auf und setzte sich für konkrete Verbesserungen der Rechtsstellung von Frauen ein. Ihr Beitrag war politisch pragmatisch und auf umsetzbare Regelungen ausgerichtet.
Wirkung bis heute
Lüders steht für die Einsicht, dass Gleichstellung ohne soziale Infrastruktur brüchig bleibt. Beratung und Unterstützung greifen oft dort, wo Recht, Gesundheit, Versorgung und Familienrealität zusammenkommen. Ihr Wirken zeigt, wie politische Teilhabe von Frauen in konkrete Zugänge zu Leistungen, Schutz und bessere Rechtspositionen übersetzt werden kann.
Kritische Einordnung
Lüders wirkte in unterschiedlichen politischen Systemen und damit in jeweils eigenen Deutungsrahmen ihrer Zeit. Entscheidend ist die belegte Linie ihres Handelns, soziale und rechtliche Gleichstellung in Gesetzgebung und Verwaltung zu verankern, auch gegen Widerstände. Ihre Biografie zeigt außerdem, wie stark Frauen in der NS Zeit durch Berufsverbote, Überwachung und Haft aus dem öffentlichen Raum gedrängt wurden.
Quellen und Recherche
Internationaler Frauentag
Der 8. März entstand aus der Arbeiterinnenbewegung. Seit 1911 wird er in Deutschland begangen. Er steht für Wahlrecht, faire Arbeitsbedingungen und politische Mitbestimmung, heute für gleiche Rechte und gegen strukturelle Benachteiligung. Diese Ausstellung zeigt Frauen, die gesellschaftlichen Wandel angestoßen haben.
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Abbildung 4: Dr. rer. pol. Marie Elisabeth Lüders (Pop-Art-Version | erstellt durch pro familia Augsburg)
Basierend auf: „Bundesarchiv Bild 183-S81877, Marie-Elisabeth Lüders (cropped).jpg“ von Bundesarchiv
Wikimedia Commons
Lizenz: CC BY-SA 3.0 DE
Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bundesarchiv_Bild_183-S81877,_Marie-Elisabeth_L%C3%BCders_(cropped).jpg
Bearbeitung: Pop-Art-Transformation mittels KI-Tool durch ChatGPT, 2026 (alle Rechte vorbehalten)
Das Bild basiert auf einer frei lizenzierten Vorlage von Wikimedia Commons. Kommerzielle Nutzung gemäß Lizenzbedingungen. Persönlichkeitsrechte der Abgebildeten wurden berücksichtigt.
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