Starke Frauen | 08.März 2026
Ausstellung zum Internationalen Frauentag
Helene Wessel (1898 bis 1969)
Politikerin des Zentrums, später der Gesamtdeutschen Volkspartei und der SPD, Mitglied des Parlamentarischen Rates, setzte sich öffentlich für politische Teilhabe von Frauen und gegen Wiederbewaffnung ein.
„Frauen müssen sich in die staatsbürgerlichen Aufgaben bewusst und freudig einmischen.“
Kurzbiografie
Helene Wessel stammte aus Dortmund und war früh parteipolitisch aktiv. Nach 1945 nahm sie führende Rollen im Zentrum ein, darunter Fraktions- und Parteivorsitz. 1948 bis 1949 gehörte sie dem Parlamentarischen Rat an. In den frühen Jahren der Bundesrepublik profilierte sie sich als Gegnerin von Wiederbewaffnung und der Einbindung in die Nato. 1952 war sie Mitbegründerin der Gesamtdeutschen Volkspartei. Später wechselte sie zur SPD und blieb Bundestagsabgeordnete bis 1969.
Konkreter Beitrag zur Frauenbewegung
Wessel machte weibliche politische Verantwortung sichtbar, nicht nur als Mitwirkung, sondern als Führung. Sie wurde 1949 Vorsitzende des Zentrums und war damit eine der frühesten Parteivorsitzenden in der deutschen Nachkriegspolitik. Ihr öffentliches Eintreten für die aktive Beteiligung von Frauen an staatlichen Aufgaben unterstützte die Normalisierung weiblicher Präsenz in Parlamenten und Parteien.
Wirkung bis heute
Wessels Laufbahn zeigt, wie politischer Einfluss von Frauen über Parteiämter, Fraktionsarbeit und klare Positionierung entsteht. Für Gegenwart und Beratungspraxis ist das relevant, weil gesellschaftliche Rahmenbedingungen, etwa soziale Absicherung, Frieden, Familienpolitik und Rechte im Alltag, stark von politischen Entscheidungen abhängen. Ihr Beispiel steht für den Schritt von Teilnahme zu Gestaltung.
Kritische Einordnung
Zur historischen Einordnung gehört auch problematisches Quellenmaterial. Laut Deutschem Bundestag veröffentlichte Wessel 1934 eine Schrift, in der sie sich für zwangsweise Unterbringung bestimmter Gruppen aus eugenischen und fürsorgerischen Motiven aussprach. Diese Positionen sind aus heutiger Perspektive klar abzulehnen und müssen als Teil der damaligen eugenischen Diskurse benannt werden. Gleichzeitig bleibt ihr späteres politisches Wirken in der demokratischen Nachkriegsordnung ein eigener, davon unterscheidbarer Abschnitt ihrer Biografie.
Internationaler Frauentag
Der 8. März entstand aus der Arbeiterinnenbewegung. Seit 1911 wird er in Deutschland begangen. Er steht für Wahlrecht, faire Arbeitsbedingungen und politische Mitbestimmung, heute für gleiche Rechte und gegen strukturelle Benachteiligung. Diese Ausstellung zeigt Frauen, die gesellschaftlichen Wandel angestoßen haben.
Mitmachen
Tragen Sie sich ins Gästebuch ein oder nennen Sie weitere Frauen, die gehört werden sollten.
Gleichberechtigung lebt vom Mitgestalten.
Jetzt Mitglied werden
Unterstützen Sie pro familia Augsburg e.V. dauerhaft durch Ihre Mitgliedschaft.
Frauenrechte stärken. Jetzt spenden!
Der Internationale Frauentag erinnert daran, dass Gleichberechtigung aktiv gestaltet werden muss. Viele Frauen erleben weiterhin strukturelle Benachteiligung, ökonomische Unsicherheit oder Gewalt.
pro familia Augsburg berät vertraulich zu Schwangerschaft, Sexualität, Partnerschaft, Trennung und Lebenskrisen. Unsere Arbeit ist fachlich fundiert, niedrigschwellig und parteilich für Selbstbestimmung.
Mit Ihrer Spende unterstützen Sie konkrete Beratungsarbeit in Augsburg. Sie ermöglichen Gespräche, Schutz, Orientierung und nachhaltige Begleitung.
Abbildung 9: Helene Wessel (Pop-Art-Version | erstellt durch pro familia Augsburg)
Basierend auf: „Bundesarchiv Bild 183-17490-0004, Helene Wessel (cropped).jpg“ von Herberg / Bundesarchiv
Wikimedia Commons
Lizenz: CC BY-SA 3.0 DE
Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bundesarchiv_Bild_183-17490-0004,_Helene_Wessel_(cropped).jpg
Bearbeitung: Pop-Art-Transformation mittels KI-Tool durch ChatGPT, 2026 (alle Rechte vorbehalten)
Das Bild basiert auf einer frei lizenzierten Vorlage von Wikimedia Commons. Kommerzielle Nutzung gemäß Lizenzbedingungen. Persönlichkeitsrechte der Abgebildeten wurden berücksichtigt.
Beratungstermine vergeben wir telefonisch.
Tel. 0821 450 362 0
E-Mail. augsburg@profamilia.de
Homepage: www.profamilia.de/augsburg
Sie können uns auch per E-Mail oder mit diesem Kontaktformular anschreiben.