Marie Juchacz

Starke Frauen | 08.März 2026

Ausstellung zum Internationalen Frauentag

Marie Juchacz (1879 bis 1956)

Sozialdemokratin, Frauenrechtlerin und Gründerin der Arbeiterwohlfahrt, erste Frau, die 1919 in einem demokratisch gewählten deutschen Parlament eine Rede hielt.

„Es ist das erste Mal, daß in Deutschland die Frau als Freie und Gleiche im Parlament zum Volke sprechen darf.“

Kurzbiografie

Marie Juchacz engagierte sich früh in der Arbeiterinnenbewegung und in der Sozialdemokratie. Nach Einführung des Frauenwahlrechts wurde sie 1919 Abgeordnete der Weimarer Nationalversammlung. Im selben Jahr gründete sie die Arbeiterwohlfahrt als eigenständige Organisation der Wohlfahrtspflege. Während der NS Zeit wurde sie als Gegnerin des Regimes verfolgt und musste ins Exil gehen.

Konkreter Beitrag zur Frauenbewegung

Juchacz machte politische Teilhabe von Frauen sichtbar, nicht als Symbol, sondern als Praxis. Ihre Rede 1919 markiert einen öffentlichen Einschnitt, Frauen sprechen im Parlament als gewählte Vertreterinnen. Mit der Gründung der Arbeiterwohlfahrt verband sie Frauenrechte mit sozialer Infrastruktur, konkrete Hilfe, Schutz und Unterstützung wurden organisatorisch verankert und professionalisiert.

Wirkung bis heute

Juchacz steht für die Verbindung von Demokratie, sozialer Gerechtigkeit und Frauenrechten. Politische Gleichberechtigung bleibt ohne soziale Absicherung oft theoretisch. Ihre Perspektive ist bis heute relevant, wenn Beratung sich mit Existenzsicherung, Rollenverteilung, Vereinbarkeit, Armutslagen oder Gewaltfolgen befasst. Wohlfahrt und Teilhabe sind keine Nebenthemen, sie entscheiden über Handlungsspielräume.

Kritische Einordnung

Historisch ist Juchacz als Akteurin einer klar parteipolitischen und klassenbezogenen Frauenpolitik einzuordnen. Ihr Zugang war eng mit der sozialdemokratischen und gewerkschaftlichen Bewegung verbunden. Das erklärt Reichweite und Konfliktlinien der Zeit, es gehört zur Einordnung, ohne ihren Beitrag zur Demokratisierung und zur Institutionalisierung sozialer Hilfe zu relativieren.


Internationaler Frauentag

Der 8. März entstand aus der Arbeiterinnenbewegung. Seit 1911 wird er in Deutschland begangen. Er steht für Wahlrecht, faire Arbeitsbedingungen und politische Mitbestimmung, heute für gleiche Rechte und gegen strukturelle Benachteiligung. Diese Ausstellung zeigt Frauen, die gesellschaftlichen Wandel angestoßen haben.

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Abbildung 3: Marie Juchacz (Pop-Art-Version | erstellt durch pro familia Augsburg)
Basierend auf: „Marie Juchacz 1919.jpg“ von Deutsches Reich / Reichstag

Wikimedia Commons
Lizenz: Public Domain
Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Marie_Juchacz_1919.jpg
Bearbeitung: Pop-Art-Transformation mittels KI-Tool durch ChatGPT, 2026 (alle Rechte vorbehalten)

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