Fortbildungs-Detailseite

Grundlagen sexualpädagogischer Arbeit (Kurs 17)

Vierteilige Fortbildung für Sexualpädagog*innen von pro familia und vergleichbarer Einrichtungen

Beginn09.10.2025, 15:00 Uhr
Ende09.05.2026, 13:00 Uhr
Besonderheiten

Termine

Teil 1: 

  • Beginn: Donnerstag, 09. Oktober 2025, 15.00 Uhr
  • Ende: Samstag, 11. Oktober 2025, 13.00 Uhr

Teil 2: (online)

  • Donnerstag, 20. November 2025, 13.30-19.00 Uhr
  • Freitag, 21. November 2025, 09.00-18.00 Uhr
  • Samstag, 22. November 2025, 09.00-16.00 Uhr

Teil 3: 

  • Beginn: Mittwoch, 25. Februar 2026, 15.00 Uhr
  • Ende: Samstag, 28. Februar 2026, 13.00 Uhr 

Teil 4:

  • Beginn: Donnerstag, 07. Mai 2026, 15.00 Uhr
  • Ende: Samstag, 09. Mai 2026, 13.00 Uhr

 


 

 

Ort

Kochsberg Europa-Akademie


Meinhard-Grebendorf


www.kochsberg.de/


online


Die Zugangsdaten zur Seminarplattform werden kurzfristig versandt. Die Teilnahme setzt einen PC oder Laptop mit Kamera voraus.


Leitung

Sebastian Kempf

Dipl.-Sozialpädagoge, Sexualpädagoge


Prof. Dr. Ralf Müller

Sexualpädagoge, Professur für Soziale Arbeit an der IU Nürnberg


ReferentInnen

Prof. Dr. jur. Julia Zinsmeister

Rechtsfragen in der Sexualpädagogik


Tandem Team

Tandem-Teams - Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigungen, deren
Lebenswelten und der Einfluss auf die sexuellen Bildung: Britta Wulf, Diplom
Sozialpädagogin, Sexualpädagogin-Schwerpunkt Menschen mit Behinderungen isp, pro familia Lübeck und Tandem-Teams und Fabian Liebrandt Experte in eigener Sache im Tandem-Teams pro familia seit 2017


Ziele/Inhalte

Die Fortbildung Grundlagen sexualpädagogischer Arbeit qualifiziert für die sexualpädagogische Tätigkeit in den Beratungsstellen der pro familia und vergleichbarer Einrichtungen. Sie vermittelt grundlegende sexualpädagogische Fachkenntnisse und Arbeitsmethoden und leitet zu einer kritischen Reflexion über den Einsatz von Methoden an. Die Fortbildung bietet so den notwendigen Raum für Praxisreflexion. Der Schwerpunkt liegt auf der theoretischen und methodischen Qualifizierung zur Arbeit mit Schulkindern, Jugendlichen und entsprechenden Gruppen. Alle beteiligten Bezugspersonen in der sexuellen Bildung (Eltern, Lehrkräfte, Multiplikator*innen) benötigen sexualpädagogische Angebote. Auch für diesen sexualpädagogische Arbeitsbereich vermittelt die Fortbildung Arbeitsansätze.

 Ziel der Fortbildung ist es, eine menschenrechtsbasierte sexualpädagogische Haltung zu vermitteln. Dazu gehört unter anderem die Anerkennung der jungen Klient*innen als Rechteinhaber*innen sowie die Wahrnehmung und Wahrung der Grenzen dieser jungen Klient*innen und deren Recht auf Privatsphäre. Dies erfordert, die eigene Berufsrolle als sexualpädagogische Fachkraft zu reflektieren und die Teilnehmenden für Aspekte des Persönlichkeitslernens zu sensibilisieren. 

Inklusion, Diskriminierungssensibilität, sexuelle Vielfalt und Geschlechtergerechtigkeit sind zusammengefasst als Diversity Management Querschnittsthemen der Fortbildung und werden in verschiedenen Arbeitseinheiten aufgerufen. Für den Umgang mit verschiedenen Werte-Haltungen wird sensibilisiert. Sexualfreundlichkeit und die Fokussierung auf sexuelle Selbstbestimmung, sexuelle Rechte und positive Aspekte von Sexualität zieht sich ebenfalls als ein Querschnittsthema durch die Fortbildung.

Die Fortbildung besteht aus vier aufeinander aufbauenden Teilen, die folgende Themen beinhalten: 

Teil 1: Sexualitäten und Entwicklungen

  • Theorien über Sexualität (Sinnaspekte von Sexualität)
  • Sexualität im Fokus von Gesellschaft, Kulturen und Zeitgeschichte
  • Sexualität und Sprache
  • psychosexuelle Entwicklung in der frühen Kindheit
  • psychosexuelle Entwicklung in der Jugend
  • Vermittlung relevanter Themen in Elternabenden
  • persönliche Einstellungen versus professionelle Haltung
  • sexuelle Biografie
  • sexuelle Sozialisation von Heranwachsenden (Gesellschaftliche Bedingungen aktuellen Aufwachsens von Jugendlichen)

Teil 2: Sexualpädagogik in Theorie und Praxis (online)

  • Rechtebasierte sexualpädagogische Arbeit
  • Rechtsfragen in der Sexualpädagogik (Fachvortrag durch Juristin)
  • Sexualpädagogische Arbeit in Tandem Teams
  • Geschichte der Sexualpädagogik (in Deutschland)
  • Theoretische Ansätze aktueller Sexualpädagogik / sexueller Bildung
  • Sexualität im Fokus von Gesellschaft, Kulturen und Zeitgeschichte
  • Verhütung
  • Sexualpädagogische online Methoden
  • Sexualpädagogik und Medien, Bedeutung von Social Media für Jugendliche
  • Rahmenbedingungen und Setting bei sexualpädagogischer Gruppenarbeit

Teil 3: Themenfelder sexualpädagogischer Gruppenarbeit

  • sexuelle (und amouröse) Orientierungen
  • Übung und Reflexion sexualpädagogischer Methoden
  • sexuelle Gesundheit
  • Pornografie
  • Spannungsfeld Sexualpädagogik und Prävention von sexualisierter Gewalt (Zuständigkeiten)
  • Körperaufklärung und Körperwissen
  • Vorurteilsbewusste Arbeit in der sexuellen Bildung
  • Anfeindungen gegen sexuelle Bildung
  • Austausch über sexualpädagogische Arbeitsmaterialien

Teil 4: Pädagogische Kompetenzen und Querschnittsthemen

  • sexualpädagogische Methoden
  • Herausfordernde Situationen in Gruppen
  • HIV/AIDS und sexuell übertragbare Infektionen
  • Anlässe sexualpädagogischer Beratung
  • Diskriminierungssensible /wertesensible sexuelle Bildung
  • Auftragsklärung und Zielvereinbarungen mit Kooperationspartner*innen
  • Berufsrollenreflexion
  • Auswertung und Evaluation

 

Literatur- und Recherchearbeit findet zwischen den Teilen unter anderem zu folgenden Themen statt:

  • Teenagerschwangerschaften und Kinderwunsch bei Jugendlichen (Fruchtbarkeit im Lebenslauf)
  • aktuelle Studien zum Thema Jugendsexualität
  • Anlässe für sexualpädagogische Beratung und deren Grenzen

 

Methoden

Das methodische Spektrum erweitert sich kontinuierlich und wird an die Bedarfe der Gruppe angepasst. Es kommen bspw. zum Einsatz: Plenumsdiskussion, Fachreferate, Falldarstellungen, Clustern, Kleingruppenarbeit, Rollenspiel mit Auswertung, Gruppendiskussion, Soziometrie, Brainstorming, Einzelarbeit, Filmsichtung, Stationen-Rallye, Sichtung digitaler Materialien und Angebote, Reflexion, berufsbezogene Selbstreflexion.

Zielgruppe
  • Fachkräfte der pro familia und anderer Einrichtungen, die für den Arbeitsbereich Sexualpädagogik neu eingestellt wurden und die notwendigen Kompetenzen für die sexualpädagogische Praxis erwerben möchten

Zulassungsvoraussetzungen

Die Teilnahme an der Fortbildung setzt voraus:

  • Abgeschlossenes (Fach-)Hochschulausbildung in dem Bereich folgender Grundberufe: Sozialpädagog*in, Dipl.-Pädagog*in, Bachelor Soziale Arbeit, Bachelor Pädagogik oder vergleichbare Qualifikation
  • Fortbildungsbegleitend werden der kontinuierliche Einsatz im sexualpädagogischen Arbeitsfeld und die fachliche Einbindung in eine Beratungsstelle vorausgesetzt.
  • Gruppenpädagogische Vorerfahrung in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen
  • Bereitschaft zur aktiven Teilnahme, ggfs. Übernahme von Kurzreferaten und/oder das strukturierte Vorstellen von Praxiserfahrungen
  • Bereitschaft zur Selbstreflexion
Teilnahmebeitrag
MitarbeiterInnen der pro familia  €880,00
MitarbeiterInnen externer Beratungseinrichtungen  €1.100,00
Fahrtkosten

Fahrtkosten werden nicht erstattet.

Unterkunft und Verpflegung

Die Kosten für Unterkunft und Verpflegung (außer Getränke) in der gebuchten Tagungsstätte für Teil 1, 3 und 4 sind im Teilnahmebeitrag enthalten.

Anmeldeschluss 21.05.2025
Infos als Download 02_2025_Ausschreibung_Grundlagen_sexualpaedagogischer_Arbeit__Kurs_17.pdf

Rücktrittsbedingungen

Zu- und Absagen werden erst nach Ende der Anmeldefrist und Durchsicht aller eingegangenen Anmeldungen erteilt.

  1. Absagen sind grundsätzlich nur an den Veranstalter, also den pro familia Bundesverband zu richten.
  2. Absagen vor Ablauf der Anmeldefrist sind kostenfrei.
  3. Bei Absagen nach Erhalt der Zulassung zu einer Fortbildung bis zum 14. Tag vor Kursbeginn (Eingang der Absage beim pro familia Bundesverband) beträgt die Ausfallgebühr 50 Prozent.
  4. Bei Absagen innerhalb 14 Tage vor Kursbeginn ist der volle Teilnahmebeitrag zu zahlen. In Ausnahmesituationen und nach Rücksprache jedoch nur 50 Prozent.
  5. Wenn der freigewordene Platz neu besetzt werden kann, fällt für den/die ursprüngliche Teilnehmende/n nur eine Bearbeitungsgebühr von 20 Prozent des Teilnahmebeitrages an.
  6. Bei Absagen zur Teilnahme an mehrtägigen kostenfreien Fortbildungen innerhalb 14 Tage vor Kursbeginn entstehen Bearbeitungsgebühren von 50 €, wenn der Platz nicht neu besetzt werden kann.
  7. Bei krankheitsbedingten Absagen einer Fortbildung entstehen bei Vorlage eines ärztlichen Attestes keine Kosten, sofern das Tagungshaus keine Übernachtungskosten in Rechnung stellt. Sollten dem pro familia Bundesverband Stornokosten berechnet werden, müssen diese von der/dem Teilnehmenden übernommen werden.
  8. Sollten einzelne Fortbildungseinheiten aufgrund von Krankheit oder anderer Gründe nicht besucht werden können, sind ein Nachholen und/oder eine Erstattung dafür nicht möglich. Fehlzeiten werden auch in der Teilnahmebescheinigung vermerkt.
  9. Für die Teilnahme einer Ersatzperson ist Rücksprache mit dem pro familia Bundesverband erforderlich.

Die Fortbildung wird gefördert durch das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), Köln.