pro familia klärt (sich) auf

Klare Distanz zu Organisationen mit pädophilen Ideologien: Forschungsprojekt entlastet pro familia Bundesverband

Es waren drei Artikel im pro familia magazin aus den Jahrgängen 1985, 1987 und 1995, die einzelne deutsche Medien veranlassten, dem pro familia Bundesverband vorzuwerfen, Pädophilen freundlich zu sein. Die Beiträge erschienen in Debattenheften des pro familia magazins, die stark divergierende Positionen abbildeten. Die betreffenden Ausgaben wurden schon damals innerverbandlich kontrovers diskutiert. Einzelne Autoren vertraten ohne Zweifel Positionen, die verharmlosend sind; die Debattenhefte hätten aus heutiger Sicht nicht in dieser Form erscheinen dürfen.

Entlastet wird pro familia durch ein jüngst abgeschlossenes Forschungsprojekt. Es zeigt, dass der Bundesverband sich gegen jede Verharmlosung pädosexueller Beziehungen und ihren Folgen für Kinder ausgesprochen hat. Es fanden sich keine Anzeichen für Beziehungen und institutionalisierte Kontakte des pro familia Bundesverbands zu Organisationen, die für pädophile Ideologien eintraten.

Angesichts der Studie wird im Verband selbstkritisch diskutiert, warum es so lange gedauert hat, bis sich die Gremien des Verbands eindeutig positioniert haben. Auf der Grundlage der Studie der Camino-Werkstatt soll eine Verbandsdebatte über die gemeinsame Geschichte geführt werden. Als erste Diskussionsgrundlage dient das pro familia magazin 4/2016 „Pädosexualität – Debatten und Haltungen“. Darin erfahren die Leserinnen und Leser, wie die fachpolitische Diskussion über Pädosexualität in den letzten Dekaden verlaufen ist und welche Schritte pro familia unternommen hat, um eine Selbstaufklärung über die eigene Geschichte zu erreichen.

Die Studie „Diskurs um Pädophilie und Pädosexualität im Bundesverband pro familia in den 1970er bis 1990er Jahren“ der Camino-Werkstatt für Fortbildung, Praxisbegleitung und Forschung im sozialen Bereich gGmbH in Berlin ist hier abrufbar.

1.11.2016

Publikation

Das pro familia magazin kann hier bestellt werden.

Zum Inhaltsverzeichnis