Die pro familia Fachtagung findet am 9. Mai 2026, 13 bis 19.30 Uhr, in Offenbach am Main statt.
Die Bundesdelegiertenversammlung folgt am Sonntag, den 10. Mai 2026. Ort für beide Veranstaltungen: Achat Hotel in Offenbach am Main.
Anmeldungen sind ab März 2026 an dieser Stelle möglich.
Fachtagung 2026 „Vielfältig. Demokratisch. Unverzichtbar. Sexuelle Bildung ist ein Menschenrecht!“
Am Samstag, den 9. Mai 2026, 13 – 19 Uhr, werden bei der Fachtagung die aktuellen Herausforderungen und Erfolge der sexualpädagogischen Praxis sichtbar gemacht sowie Konzeptionen und Strategien diskutiert. Dank Austauschräumen und Begegnungen finden Teilnehmende empowernde Impulse und neue Ansätze für die Weiterentwicklung der eigenen Arbeit.
Link zum Flyer (PDF-Dokument, nicht barrierefrei)
Der Teilnahmebeitrag beträgt 35 € (für Studierende 10 €). Nähere Informationen zu den Kosten für die Unterkunft finden Sie im Anmeldeformular.
Eine Anmeldung ist für die Teilnahme vor Ort zwingend erforderlich. Sie melden sich über das Online-Formular an und bestätigen die E-Mail, die Sie daraufhin erhalten. Ohne diese Bestätigung ist die Anmeldung nicht erfolgreich abgeschlossen!
Four Points by Sheraton Offenbach Plaza (ehemals Achat Hotel)
Ernst-Griesheimer-Platz 7
63071 Offenbach am Main
Hinweise zur Anreise finden Sie auf dem Flyer.
12:00 – 13:00 Ankommen, Check-In, Snack
13:00 – 13:10 Begrüßung, Informationen zum Ablauf
13:10 – 13:30 Grußworte
13:30 – 14:00 Salongespräch (Podium) zu aktuellen Herausforderungen in der Sexuellen Bildung
14:15 – 15:15 Workshop-Runde I (max. 25 Personen pro Raum)
15:25 – 16:25 Workshop-Runde II (max. 25 Personen pro Raum)
16:25 – 17:00 Pause
17:00 – 18:00 Workshop-Runde III (max. 25 Personen pro Raum)
18:15 – 18:45 Abschluss-Podium (Fishbowl, Mentimeter)
18:45 – 19:00 Verabschiedung, Ende der Veranstaltung
Für die Teilnahme an den Workshops tragen Sie sich bitte vor Ort ein. Alle Workshops werden jeweils drei Mal durchgeführt, sodass die Teilnahme an drei von vier Workshops möglich ist. Unser Ziel ist es, dass eine Gruppengröße von ca. 25 Personen pro Durchgang möglichst nicht überschritten wird, um den Austausch für alle und ausreichend Raum für Fragen, Diskussion und Reflexion miteinander zu ermöglichen.
Sexualpädagogik im Visier rechten Kulturkampfs – gemeinsam handlungsfähig werden
Fachstelle Rechtsextremismus und Familie (RuF)
Sexuelle Bildung steht zunehmend unter Druck: Rechtsextreme und antifeministische Akteur*innen greifen sie gezielt an, beeinflussen Strukturen und Rahmenbedingungen und versuchen, demokratische sowie geschlechtergerechte Ansätze zurückzudrängen. In diesem einstündigen Workshop beginnen die Teilnehmenden, diese Angriffe zu analysieren und über mögliche Handlungsoptionen nachzudenken – ein erster Schritt, um Arbeitskontexte und Strukturen widerstandsfähiger zu gestalten. Gemeinsam werden Ansatzpunkte erarbeitet, an denen die fachliche Praxis gestärkt werden kann. Ergänzend werden Tools sowie Beratungs- und Unterstützungsangebote für die vertiefte Auseinandersetzung vorgestellt.
Sexualpädagogik zwischen Klassenchat und KI. Digitale Sexualkultur verstehen und pädagogisch begleiten
Sabine Diener-Kropp, MeKoSax gGmbH
Junge Menschen wachsen in einer digitalen Sexualkultur auf, die von ständiger Verfügbarkeit, schnellen Bildern, Sozialen Medien und KI-generierten Inhalten geprägt ist. Pornografie, Sexting, Deep Nudes sowie emotionale Beziehungen zu digitalen Avataren prägen (jugendliche) Lebenswelten und stellen Fachkräfte vor neue pädagogische, rechtliche und ethische Fragen.
Der Workshop verbindet medienpädagogische Perspektiven mit sexualpädagogischer Haltung. Er gibt einen kompakten Überblick über aktuelle Trends, Dynamiken und Diskurse in Sozialen Medien, ordnet rechtliche Rahmenbedingungen ein und zeigt, wo Jugendliche sich tatsächlich bewegen.
Teilnehmende werden eingeladen, die eigene Rolle zwischen Begleitung, Schutz und (politischer) Verantwortung zu reflektieren und gemeinsam Ansatzpunkte für einen souveränen Umgang mit digitaler Sexualität zu entwickeln.
Markt der Möglichkeiten – Material- und Methodenbörse
An mehreren Stationen können Teilnehmende mit Fachkräften zu Angeboten der Sexuellen Bildung in den Austausch kommen. Aus verschiedenen Landesverbänden werden Expert*innen unterschiedliche Projekte, Materialien und Methoden vorstellen und die Vielfalt der sexualpädagogischen Bildungs- und Beratungsarbeit nahbar und erfahrbar machen.
Bisher geplant sind Materialien und Methoden für die Arbeit mit Menschen mit Behinderung, eine Projektvorstellung einer ausleihbaren Ausstellung, Filme für verschiedene Zielgruppen und Anlässe u.a. – in Kürze folgen hier noch genauere Informationen.
Sexuelle Selbstbestimmung fördern - durch partizipative Arbeit in der Sexuellen Bildung
Britta Wulf und Christopher Klasen, Tandem-Team, pro familia Schleswig-Holstein
Die Angebote für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit und ohne Behinderungen sollten sich ihren Wünschen, Zielen und Lebenswelten orientieren. „Nicht über uns, sondern mit uns!“ Bei der Auseinandersetzung mit intersektionale Benachteiligung wird in der Praxis die Perspektive der Behinderungen vernachlässigt. Eine Möglichkeit, dem entgegenzuwirken, ist die partizipative Zusammenarbeit in Tandem-Teams. Das bedeutet: die Angebote werden von einer*m Expert*in in eigener Sache und einer Fachkraft gemeinsam gestaltet.
Ein Format, das übertragbar auf weitere intersektionale Angebotsgestaltung ist, wird vorgestellt und anschließend Teilnehmende eingeladen, zentrale Fragen gemeinsam zu diskutieren, wie zum Beispiel „Warum ist es wichtig, Angebote so zu gestalten?“ und „Welche Haltung brauche ich, um gut in einem inklusiven Team arbeiten zu können?“
Die Fachtagung findet ausschließlich in deutscher Lautsprache statt. Leider können wir keine Übersetzungen in englische Lautsprache oder deutsche Gebärdensprache anbieten.
Die Veranstaltungsräume befinden sich im 1. Stock, es ist ein Fahrstuhl vorhanden.
Sollten Sie Fragen zu den Räumen haben oder Assistenz für Ihre Teilnahme benötigen, die wir hier bisher nicht abgebildet haben, wenden Sie sich bitte an die Bundesgeschäftsstelle unter info@profamilia.de und wir werden gemeinsam Lösungen entwickeln.
Uns ist die Sicherheit der Teilnehmenden wichtig!
Vor Ort wird es wieder ein Awareness-Team geben, bestehend aus mehreren Personen. Bitte zögern Sie nicht, vor Ort direkt Kontakt aufzunehmen, wenn Sie Unterstützung benötigen oder Ihnen etwas aufgefallen ist, worum sich das Team kümmern sollte.
Einlassvorbehalt und Ausschlussklausel
Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit oder während der Veranstaltung durch antifeministische, rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen, Verhaltensweisen oder Störungen in Erscheinung getreten sind oder vor Ort damit auffallen, werden von der Veranstaltung ausgeschlossen. Gegebenenfalls machen wir von unserem Hausrecht Gebrauch.
Haben Sie weitere Fragen, nehmen Sie bitte Kontakt zur Bundesgeschäftsstelle auf.
E-Mail info@profamilia.de oder Telefon: 069 26 95 779 -0