Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat die beiden Verhütungsmethoden Hormonspirale und Kupferspirale verglichen. Im vorläufigen Bericht, zu dem noch schriftliche Stellungnahmen eingereicht werden können, kommen die Forscher*innen zu dem Ergebnis, dass die Hormon- und die Kupferspirale vergleichsweise sehr sichere und langwirksame Verhütungsmethoden sind, die sich bezüglich ihrer Wirksamkeit zur Schwangerschaftsverhütung und ihrer Begleit- und Nebenwirkungen nur geringfügig unterscheiden. Wie diese Unterschiede bewertet werden, hänge von den Werten und Präferenzen und der Lebenssituation der jeweiligen Frau ab.
Das IQWiG betont, dass beide Spiralen im Vergleich zu anderen Verhütungsmethoden kosteneffektiv sind, insbesondere im Vergleich zu keiner Verhütung, Kondom- oder Pillennutzung. Die Kosten fallen überwiegend auf einmal direkt beim Einsetzen an, jedoch hält der Schutz dann auch für mehrere Jahre an. Dies könnte bedeuten, so das IQWiG, „dass insbesondere jüngere oder sozial/ökonomisch schlechter gestellte Frauen sich spontan eher für eine kurzfristige im Vergleich zu einer langfristigen Methode entscheiden. Dem steht entgegen, dass die Spiralen in Modellierungen eine sehr gute Kosten-Effektivität im Vergleich zu anderen Verhütungsmethoden gezeigt haben. Sie sind daher aus ökonomischer Sicht sowohl für die GKV als auch für die Frauen als Selbstzahlerinnen eine kosteneffektive Alternative.“
Das IQWiG hält in dem Bericht zudem fest, dass in vollständiger, verständlicher und ausgewogener Weise über den Nutzen und die Begleit- und Nebenwirkungen aller verfügbarer Verhütungsmethoden informiert werden müsse. Dies sei die Bedingung dafür, dass Frauen informierte, autonome Entscheidungen treffen können, die für sie individuell die bestmögliche Alternative darstellen.