Schwangerschaftsabbruch: Norwegen liberalisiert gesetzliche Regelung

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Das norwegische Parlament hat am 3. Dezember 2024 mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit ein neues Gesetz verabschiedet, das den selbstbestimmten Zugang zum Schwangerschaftsabbruch von 12 auf 18 Wochen erweitert. 10.000 Unterschriften und die tatkräftige Unterstützung von z.B. der Familienplanungsorganisation Sex og Politikk haben zu diesem Erfolg geführt.

„Dies ist ein bedeutender Fortschritt für die sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte (SRGR) in Norwegen und spiegelt den wachsenden globalen Trend zur Liberalisierung des Zugangs zu Schwangerschaftsabbrüchen wider. In den letzten 30 Jahren haben mehr als 60 Länder die gesetzlichen Regelungen zum Schwangerschaftsabbruch liberalisiert, und dieser Schritt zeigt Norwegens Engagement für die reproduktive Autonomie und die Gleichstellung der Geschlechter“, sagte Kjersti Augland, stellvertretende Geschäftsführerin von Sex og Politikk.

„Die Tatsache, dass das neue Gesetz in Norwegen eine inklusive, geschlechtsneutrale Sprache verwendet, muss hervorgehoben und gefeiert werden. Es wird sicherstellen, dass alle schwangeren Personen – unabhängig von ihrem Geschlecht – Zugang zum Schwangerschaftsabbruch haben und unterschiedliche Identitäten und Erfahrungen anerkannt werden“, sagte Micah Grzywnowicz, Regionaldirektor des European Network der International Planned Parenthood Federation, bei der Sex og Politikk Mitglied ist.