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WHO aktualisiert Empfehlungen zur Familienplanung

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat am 15.11.2022 auf der Internationalen Konferenz für Familienplanung in Thailand ihr aktualisiertes Handbuch zur Familienplanung vorgestellt. Dieses empfiehlt Gesundheitsfachkräften und politischen Entscheidungsträgern weltweit konkrete Maßnahmen im Bereich Verhütung. „Die Erfahrungen zeigen, dass der Zugang zu Familienplanung in Krisenzeiten stark beeinträchtigt werden können“, so die WHO. „Während der Anfangsphase der COVID-19-Pandemie im Jahr 2020 meldeten etwa 70 Prozent der Länder Probleme beim Zugang, wodurch sich das Risiko ungewollter Schwangerschaften und sexuell übertragbarer Infektionen erhöhte“.

Die WHO empfiehlt daher einen breiteren Zugang zu selbst verabreichten Verhütungsmitteln und die direkte Verteilung von Verhütungsmitteln durch Apotheken. Zu den selbst zu verabreichenden Verhütungsmitteln gehörten Kondome, Antibabypillen, einige Diaphragmen, Spermizide und seit kurzem auch die Möglichkeit der Selbstinjektion von DMPA (einem reinen Gestagen-Verhütungsmittel), da dieses nun sicher unter die Haut und nicht mehr in den Muskel verabreicht werden könne. „Fast jede Familienplanungsmethode kann von allen Frauen sicher angewendet werden; dementsprechend sollten alle Frauen Zugang zu einer Reihe von Optionen haben, die ihren individuellen Bedürfnissen entsprechen“, betont die WHO.

Mehr Informationen zum Handbuch gibt es hier, auch ein Download des Handbuchs ist auf der Seite möglich.