150 Jahre Kriminalisierung sind genug!

Schwangerschaftsabbruch – Recht statt Verurteilung

1871, also vor 150 Jahren, wurde im Reichsstrafgesetzbuch der §218 eingeführt. Frauen, die eine Schwangerschaft abbrachen, drohte eine bis zu fünfjährige Zuchthausstrafe.

pro familia Bundesverband nimmt dieses Datum zum Anlass, eine Debatte zum §218 StGB anzustoßen. Wir wünschen uns eine konstruktive Auseinandersetzung in Gesellschaft und Politik über die Notwendigkeit einer Neuregelung des Schwangerschaftsabbruchs. Wir möchten darüber diskutieren, wie die Alternative aussehen könnte. Für pro familia steht dabei das Recht auf Selbstbestimmung im Kontext von sexueller und reproduktiver Gesundheit und Rechten im Mittelpunkt. Dazu gehören zum Beispiel die Verbesserung der Versorgungslage und der medizinischen Ausbildung sowie die gesellschaftliche Entstigmatisierung.

Auf dieser Seite stellen wir im Laufe des Jahres Texte, Positionen und Materialien vor. Außerdem berichten wir über Aktionstage, die über das Jahr verteilt bundesweit stattfinden werden.

Aktuell: Pressemitteilung zum Internationalen Frauentag am 8. März

 

Symbolbild Kalender

Save the date: 28.-29. Mai 2021 in Berlin und online

Fachkongress „150 Jahre § 218 Strafgesetzbuch“

Der 150. Jahrestag des §218 StGB ist Anlass für einen Fachkongress, der dazu einlädt, sich aus sozialwissenschaftlicher, juristischer, historischer, medizinischer, politischer, praktischer und der Perspektive von Betroffenen kritisch mit dem §218 StGB auseinanderzusetzen. Neben einem historischen Abriss, welcher die Regelung in den Kontext von Politik und sozialen Bewegungen setzt, werden aktuelle Fragestellungen und Probleme in Deutschland Gegenstand von Vorträgen, Gesprächen und Workshops sein. Dabei wird es insbesondere um die Frage gehen, welche Auswirkungen die Verortung des §218 im Strafgesetzbuch auf den Zugang von Frauen* zum Schwangerschaftsabbruch hat. Mit der Einbeziehung von menschenrechtlichen und internationalen Entwicklungen öffnet sich der Blick über Deutschland hinaus.

Zur Planungsgruppe gehören u.a. die Arbeiterwohlfahrt Bundesverband e.V., der Arbeitskreis Frauengesundheit e.V., das Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung, Doctors for Choice Germany e.V.
und der pro familia Bundesverband e.V.

Hier gibt es die ausführliche Ankündigung alsPDF-Dokument

Sobald die Anmeldemodalitäten bekannt sind, werden wir darauf verlinken.

 

pro familia Position zum Schwangerschaftsabbruch

Wir positioniert sich pro familia zum Schwangerschaftsabbruch?

Download der Stellungnahme: „Das Recht der Frau auf selbstbestimmte Entscheidung. pro familia Position zum Schwangerschaftsabbruch“ (2012)

Die Haltung von pro familia zum Schwangerschaftsabbruch im Lauf der Verbandsgeschichte kann hier nachgelesen werden.

Fakten und Informationen zum Schwangerschaftsabbruch

Versorgung mit Ärzt*innen bundesweit – Rückmeldungen aus den Landesverbänden pdf-Dokument

8 Fakten zum Schwangerschaftsabbruch in Deutschland. pro familia factsheet zum Thema als pdf-Dokument

Schwangerschaftsabbruch in Kürze. Zahlen und Hintergründe. Die wichtigsten Fakten und Zahlen zu Schwangerschaftsabbrüchen in Deutschland sind in diesem 4-seitigen Papier zusammengestellt. pdf-Dokument

Hintergrundpapier Schwangerschaftsabbruch. 44-seitiges Papier als pdf-Dokument

Wir müssen reden ... Schwangerschaftsabbruch in Deutschland

pro familia strebt einen Dialog über den Schwangerschaftsabbruch an und möchte Alternativen zur strafrechtlichen Regelung diskutieren. In diesem „Dialogpapier“ nehmen wir zu grundlegenden Fragen zum Thema Stellung.

Dialogpapier „Wir müssen reden ... Schwangerschaftsabbruch in Deutschland“ als PDF-Dokument