Aktuelle Pressemitteilung

31.5.2017: Modellprojekt biko: Verhütungsmittel für Frauen mit wenig Geld kostenfrei

In sieben Städten ist das bundesweite Modellprojekt biko gestartet, mit dem pro familia den niedrigschwelligen Zugang zu Verhütungsmitteln erprobt. biko wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

Frauen mit Anspruch auf Sozialleistungen müssen die Kosten für verschreibungspflichtige Verhütungsmittel zukünftig nicht mehr selbst tragen – auch wenn sie über 20 Jahre alt sind. Voraussetzung ist, dass sie ihren Wohnort an einem der sieben Projektstandorte haben: Erfurt/Artern, Halle (Saale), Lübeck, Ludwigsfelde (Landkreis Teltow-Fläming), Recklinghausen/Marl/Gladbeck, Saarbrücken oder Wilhelmshaven und Landkreis Friesland. Diese Standorte nehmen bis Ende Juni 2019 an dem bundesweiten Modellprojekt „biko – Beratung, Information und Kostenübernahme bei Verhütung“ des pro familia Bundesverbands e.V. teil. Das Projekt wird vom Bundesfamilienministerium gefördert. Es ermöglicht einen niedrigschwelligen Zugang zu verschreibungspflichtigen, sicheren und gut verträglichen Verhütungsmitteln für Frauen, die wenig Geld haben. Ab sofort können sich Frauen in den Beratungsstellen von pro familia informieren und das Angebot der Kostenübernahme nutzen.

Recht der Frauen auf Verhütung garantieren

„Frauen verändern ihr Verhütungsverhalten, wenn das Geld knapp ist. Bei der Entscheidung für eine Methode werden die Kosten zum entscheidenden Kriterium – nicht aber die eigentlich wichtigen Faktoren Sicherheit und Verträglichkeit. Mit dem Modellprojekt möchte pro familia Frauen zu ihrem Recht verhelfen, Verhütungsmittel selbstbestimmt zu wählen. Das entspricht dem Recht auf Verhütung und hilft, Schwangerschaftskonflikte zur vermeiden“, sagt Dr. Alexandra Ommert, Projektleitung biko, pro familia Bundesverband e.V.

Angesprochen sind Empfängerinnen von ALG II, Sozialhilfe, Kinderzuschlag, BAföG, Berufsausbildungsbeihilfe, Wohngeld oder Leistungen nach dem Asylbewerbergesetz. Das Angebot richtet sich auch an Frauen, deren Einkommen unterhalb der Armutsgrenze liegt.

So funktioniert die Kostenübernahme

Frauen benötigen ein Rezept von ihrer Ärztin oder ihrem Arzt. Zusammen mit einem Leistungsnachweis legen sie das Rezept in ihrer pro familia Beratungsstelle vor. Ihnen wird dann sofort eine Zusage zur Kostenübernahme ausgestellt. Mit dieser Zusage erhalten sie das Mittel ihrer Wahl kostenfrei in der Apotheke. Die Apotheke rechnet direkt mit pro familia ab. Die Frauen müssen  nicht in Vorleistung gehen.

Mit dem Projekt ist das Angebot einer vertraulichen Information und Beratung zum Thema Verhütung durch pro familia verbunden.

Langfristig bundesweite Regelung angestrebt

Das Modellprojekt soll unter anderem zuverlässige Daten für den tatsächlichen Bedarf an einer Kostenübernahme liefern. Langfristig könnte diese Erhebung die Grundlage für eine bundesweite Regelung bilden.

Hintergrund

Mit der Einführung von Hartz IV entfiel 2004 die sogenannte „Hilfe zur Familienplanung“, mit der das Sozialamt die Kosten für Verhütungsmittel bei anspruchsberechtigten Frauen übernommen hatte. Seitdem müssen verschreibungspflichtige Verhütungsmittel über den Regelsatz von 17 Euro monatlich finanziert werden, der allerdings auch alle anderen, nicht-verschreibungspflichtigen Medikamente abdeckt. In einigen Kommunen gibt es Ersatzlösungen durch spezielle Fonds, die allerdings nicht flächendeckend zur Verfügung stehen. Der pro familia Bundesverband hat sich bereits 2015 in einer deutschlandweiten Kampagne für eine bundesweite, einheitliche Regelung mit Rechtsanspruch auf kostenfreie Verhütungsmittel für Menschen mit geringem Einkommen stark gemacht.

Mehr zu biko unter www.biko-verhuetung.de.

Rückfragen bitte an:
Kristina Nottbohm
pro familia Bundesverband
Tel.: 069 -26 95 779 15
biko[at]profamilia.de

31. Mai 2017

18.5.2017: #aktionmens des jungen Netzwerkes pia – pro familia in action

„Wir wollen das Thema Menstruation in die Öffentlichkeit bringen“

Eine Zykluslänge die Erfahrungen, Gefühle und Berührungspunkte mit dem Thema Menstruation öffentlich machen – das will #aktionmens, eine Aktion von pia – pro familia in action. Die jungen Akteur*innen rufen dazu auf, sich mit phantasievollen Aktionen über die Tabuisierung der Monatsblutung hinwegzusetzen.

„Wenn die Menstruation aussetzt oder eintritt, kann das eine Vielzahl an unterschiedlichen Gefühlen hervorrufen. Lust, Schmerz, Angst, Freude, aber auch Trauer“, hebt Alina Marlene Schmitz hervor. Sie ist stellvertretende Vorsitzende des pro familia Bundesverbands und hat das Netzwerk pia gegründet. „Wir wollen mit der #aktionmens einen tabuarmen und offenen Austausch anregen“.

Die Aktion startete auf der Bundesdelegiertenversammlung am 14. Mai 2017 in Mainz. Einen Zyklus lang, bis zum 11. Juni 2017, ruft pia zu öffentlichkeitswirksamen Aktionen auf:

Bei #showmymens werden Tampons, Binden und Menstruationstassen zu Requisiten, die Fotogeschichten erzählen. Die Fotos sollen anschließend auf die pia-facebook-Seite oder auf die eigene instagram-Seite gestellt und unter dem Hashtag #aktionmens verlinkt werden.

Bei #tellmymens haben Teilnehmende die Möglichkeit, persönliche Geschichten rund um das Thema Menstruation zu erzählen und ebenfalls über facebook oder instagram zu streuen. Wem das zu persönlich ist, kann auch anonym an pia@profamilia.de schreiben.

„Uns als Orga-Gruppe der #aktionmens ist es wichtig, Vielfalt abzubilden. Wir möchten das Thema Menstruation fern einer binären Geschlechterordnung besprechen und dafür sensibilisieren, dass es nicht nur Frauen etwas angeht. Wir wollen alle ansprechen und Gefühle auslösen, Irritation oder Verwunderung inbegriffen“, betont Schmitz.

pia – pro familia in action ist ein Zusammenschluss junger Menschen, die mit ihrem Handeln und Wirken sexuelle und reproduktive Rechte und Gesundheit thematisieren möchten. pia ist ein Projekt des pro familia Bundesverbands, die Akteur*innen sind auf unterschiedliche Weise mit pro familia verbunden. Das Ziel von pia ist, pro familia Themen wie beispielsweise sexuelle Bildung, reproduktive Rechte und Familienplanung einer breiten Öffentlichkeit zeitgemäß und aktionsorientiert zugänglich machen. Dabei ist es pia ein Anliegen, sich diesen Themen aus einer bewusst queer-feministischen Perspektive anzunähern.

18. Mai 2017

Kontakt zu pia:

www.profamilia.de/pia

Facebook: www.facebook.com/profamiliainaction
Instagram: pia_profamilia
Twitter: PiaProfamilia, Hashtag #aktionmens

Hier können Materialien zur Aktion heruntergeladen werden.

Information on #aktionmens in English language.


Ältere Pressemitteilungen

pro familia bleibt in Bewegung

„Was bewegt uns, was bewegen wir? Herausforderungen – Themen – Strukturen“ – Unter diesem Titel fand am 13. Mai 2017 in Mainz der pro familia Verbandstag statt. Schwerpunktthemen waren „Zugang zu Verhütung“, „Kindliche Sexualität, sexuelle Bildung und sexuelle Gewalt“ sowie „Flucht, Migration und Interkulturalität“. Die Delegierten und Gäste tauschten sich darüber aus, wie diese Themen auf den verschiedenen Verbandsebenen bearbeitet werden, und entwickelten Vorschläge, wie das gemeinsame Verbandshandeln zukünftig vorangebracht werden kann. Auf der Bundesdelegiertenversammlung am nächsten Tag wurden Prof. Dr. Davina Höblich als Bundesvorsitzende und Prof. Dr. Alexandra Klein als stellvertretende Vorsitzende gewählt.


Die beiden neu gestarteten, vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) geförderten, Modellprojekte des pro familia Bundesverbands, die den Teilnehmenden in Mainz vorgestellt wurden, spiegeln wichtige verbandspolitische Ziele wider. In ersten Projekt wird die Kostenübernahme von Verhütungsmitteln für Frauen mit geringem Einkommen unter Beteiligung von sieben pro familia Beratungsstellen erprobt. pro familia fordert seit langem eine gesetzliche Regelung, die den kostenlosen Zugang bundesweit und für alle Menschen sicherstellt. Auf der Bundesdelegiertenversammlung wurde nun die Einrichtung einer Arbeitsgruppe beschlossen, die Fragen rund um die Gesetzgebung zum kostenfreien Zugang zu Verhütung diskutieren soll. Im zweiten Modellprojekt geht es darum, Fachkräfte, die mit schwangeren geflüchteten Frauen arbeiten, regional zu vernetzen und in einen Fachdialog zu bringen. Beide Projekte dienen dazu, Zugänge zu schaffen, Barrieren zu beseitigen und die Rechte von Klientinnen zu stärken.

Ein weiteres Thema des Verbandstags war der Umgang von pro familia mit sexualisierter Gewalt, kindlicher Sexualität und sexueller Bildung. Seit 30 Jahren engagiert sich pro familia für den Schutz vor sexuellem Missbrauch und für umfassende sexuelle Bildung, die Kinder und Jugendliche stärkt und schützt. pro familia sieht es als wichtige gesellschaftliche Aufgabe an, Kinder und Jugendliche auf dem Weg hin zu einer selbstbestimmten Sexualität zu unterstützen. Sexuelle Bildung und Sexualpädagogik ist ohne eine rechtebasierte Kinderschutzkonzeption, wie sie pro familia derzeit formuliert, nicht zu denken.

In zehn Worldcafés hatten die Teilnehmenden Gelegenheit, sich u.a. über die Zusammenarbeit der verschiedenen Gremien und über eine Positionsfindung auszutauschen. Nicht nur angesichts des Generationenwechsels, der in vielen pro familia Verbänden ansteht, sondern auch angesichts der Komplexität und Vielzahl der Themen, Projekte und Initiativen im Zusammenhang mit den sexuellen und reproduktiven Rechten stellen sich Herausforderungen an ein modernes Wissensmanagement. Eine verstärkte fachpolitische Positionierung von pro familia in der Öffentlichkeit ist ein weiteres wichtiges Ziel.

Die Diskussionen machten deutlich, dass der Verband sich verjüngen und mehr junge Menschen in die Arbeit einbeziehen möchte. Dies bekräftigte der Beschluss der Delegierten am Folgetag, der eine solidarische Finanzierung des jungen Netzwerkes pia – pro familia in action durch Bundesverband und Landesverbände beinhaltet. Seit 12. Mai 2017 arbeitet Eva Rebholz als Koordinatorin für pia und unterstützt die stellvertretende Vorsitzende des pro familia Bundesverbands, Alina Marlene Schmitz.

Auf der Bundesdelegiertenversammlung wurde eine neue Bundesvorsitzende gewählt: Prof. Dr. Davina Höblich trat als bisherige stellvertretende Vorsitzende die Nachfolge von Prof. Dr. Daphne Hahn als Bundesvorsitzende an. Sie lehrt und forscht an der Hochschule RheinMain, u.a. zur Frage des Umgangs von Fachkräften der Kinder- und Jugendhilfe mit dem Thema sexuelle Orientierung. Als neues Vorstandsmitglied kam die Erziehungswissenschaftlerin Prof. Dr. Alexandra Klein als stellvertretende Vorsitzende hinzu. Sie lehrt und forscht an der Universität Frankfurt am Main, u.a. zur Frage, wie Jugendliche Sexualerziehung erleben.

16.5.2017

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Zum Weltfrauentag am 8. März

Auf die Situation von geflüchteten Frauen und Mädchen macht der pro familia Bundesverband anlässlich des Weltfrauentags aufmerksam. Sie waren in ihrem Herkunftsland und auf dem Weg nach Deutschland in vielfältigster Weise schwierigen Situationen ausgesetzt. Flächendeckende Angebote könnten dabei helfen, ihre sexuelle und reproduktive Gesundheit zu verwirklichen. Bei den Unterstützungsangeboten müsse es immer darum gehen, die Rechte der Geflüchteten zu stärken und nicht die eigenen Vorstellungen als einzige Normalität und Standard zu begreifen.

Rund ein Drittel von allen Geflüchteten, die in der Vergangenheit nach Deutschland kamen, waren Frauen. Sie verlassen ihr Land aufgrund von Krieg und Folter, Armut und Hunger aber auch aus geschlechtsspezifischen Gründen wie Zwangsheirat, Zwangsverschleierung oder Genitalverstümmelung. Obwohl die Frauen wissen, dass auf dem Weg in ein sicheres Land viele Gefahren auf sie warten, nehmen viele Frauen mit ihren Familien den beschwerlichen Weg auf sich. Auf der Flucht werden manche von ihnen Opfer von Menschenhandel, Arbeitsausbeutung und Prostitution. Am Ziel angekommen, sind sie nicht immer vor Gewalt geschützt. In Deutschland erfuhren geflüchtete Frauen Gewalt zum Beispiel in den Sammelunterkünften.

„Gesundheit ist Voraussetzung für die Integration. Dazu zählt auch der Schutz vor sexueller Gewalt, die Betreuung während der Schwangerschaft und das Recht auf sexuelle Bildung“, sagte die pro familia Bundesvorsitzende Prof. Dr. Daphne Hahn. „Wir brauchen mehr Angebote für geflüchtete Frauen, die psychischen und physischen Belastungen ausgesetzt waren.“

Allerdings sollten die Mädchen und Frauen nicht pauschal als Opfer wahrgenommen werden, sondern als Gestalterinnen ihres Lebens. Die Aufgabe psychosozialer Beratung sei, den individuellen Bedarf zu erkennen, zu begleiten und zu unterstützen. Von zentraler Bedeutung sei es, die jeweiligen Deutungs- und Orientierungssysteme, Handlungsrahmen und Lebensvorstellungen der geflüchteten Frauen anzuerkennen und nicht die eigenen Vorstellungen als einzige Normalität und Standard zu begreifen.

pro familia bietet in ihren Beratungsstellen Information und Beratung für geflüchtete Frauen und Mädchen an. Die Beraterinnen haben oft langjährige Erfahrung in der Migrationsarbeit und sind interkulturell kompetent. So überwinden sie Barrieren, die zwischen Gesundheitsangeboten und den Migrantinnen bestehen können. Allerdings sind qualifizierte Sprachmittlerinnen nach wie vor rar, hier gibt es dringenden Handlungsbedarf.

„Unser Ziel ist, die gesundheitliche Situation von weiblichen Flüchtlingen in Bezug auf Familienplanung sowie bei gewollter und ungewollter Schwangerschaft zu verbessern“, so Hahn. „Deshalb ist es uns wichtig, darauf hinzuweisen, dass geflüchtete Mädchen und Frauen geschlechtsbedingte Anforderungen und Bedürfnisse haben. Wir wollen Sie in ihrem Recht auf Schutz vor Gewalt, angemessene Gesundheitsversorgung, Bildung, Information, soziale Sicherung, Teilhabe und Beteiligung stärken.“

7.3.2017

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pro familia bestürzt über „Global Gag Rule“

Donald Trump hat die „Global Gag Rule“ unterzeichnet. Das wird sich verheerend auf die Frauengesundheit weltweit auswirken, die Raten der Müttersterblichkeit werden vor allem in ärmeren Ländern wieder ansteigen.

Dieses Dekret definiert, welche Familienplanungsorganisationen und Gesundheitsdienste von den USA finanziell unterstützt werden. So will es Trump: Alle Organisationen, die direkt oder indirekt Angebote zu legalen Schwangerschaftsabbrüchen machen, werden kein Geld mehr bekommen. Dies gilt ebenso für Kliniken und Gesundheitsdienste in den USA.

Davon betroffen ist auch die International Planned Parenthood Federation (IPPF) und diejenigen ihrer 170 Mitgliedsorganisationen weltweit, die US-Entwicklungsgelder erhalten und weltweit jährlich 70 Millionen Familienplanungsdienste anbieten. Es sei denn, sie unterzeichnen eine Selbstverpflichtung, dass sie den Schwangerschaftsabbruch aus ihren beratenden und medizinischen Dienstleistungen ausklammern.

„Wir werden niemals die Global Gag Rule unterzeichnen. Jeder Mensch hat das Recht, über die eigene Gesundheit zu entscheiden“, betonte die IPPF in einer am 23. Januar 2017 veröffentlichten Erklärung. „Wir werden mit Regierungen und Gebern zusammenarbeiten, um die Finanzierungs- und Dienstleistungslücken, die sich durch die Global Gag Rule für uns auftun, zu überbrücken. Wir werden dafür sorgen, dass Frauen ihre Rechte wahrnehmen und Zugang zu einem sicheren Schwangerschaftsabbruch und zu Familienplanung bekommen.“

pro familia befürchtet, dass die Wiedereinführung der Global Gag Rule sich weltweit negativ auf die sexuelle und reproduktive Gesundheit auswirken wird. Ursprünglich unter Präsident Reagan 1984 eingeführt und später von den jeweiligen republikanischen Präsidenten fortgesetzt, hat sich gezeigt, dass dieser Knebelvertrag nicht wie gewünscht und behauptet, die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche reduzieren konnte. Zahlreiche wissenschaftlichen Fachleute stellten stattdessen fest, dass sowohl der Zugang zu Verhütungsmitteln erschwert wurde als auch ungewollte Schwangerschaften und unsicherer Schwangerschaftsabbrüche zugenommen haben. Davon betroffen waren vor allem Frauen in ärmeren Ländern.

Präsident Trump geht mit der neuen Global Gag Rule sogar noch einen Schritt weiter als sein republikanischer Vorgänger Bush. Er will nicht nur Familienplanungsorganisationen, sondern auch HIV/AIDS-Präventionsprogramme, Mütter- und Kindergesundheitsdienste und Zika-Informationsstellen in die Regelung miteinbeziehen. All diesen Organisationen und Projekten werden US-amerikanische Entwicklungsgelder gestrichen, falls sie Informationen, Beratungen und Dienstleistungen für einen sicheren und legalen Schwangerschaftsabbruch bereitstellen – selbst wenn sie diese Dienste mit eigenen Mitteln finanzieren.

pro familia appelliert an die deutsche Regierung, sich an dem internationalen Fonds zu beteiligen, den die Niederlande einrichten will, um die durch die Global Gag Rule entstehenden Finanzierungslücken zu schließen. Damit würde Deutschland ebenfalls ein wichtiges Signal setzen: Millionen von Menschen dürfen nicht den Zugang zu Dienstleistungen der sexuellen und reproduktiven Gesundheit verlieren.

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Pressekontakt

Regine Wlassitschau,
Tel.: 069 / 26 95 77 922, regine.wlassitschau[at]nospamprofamilia.de



profamilia

pro familia ist der führende Verband zu Sexualität und Partnerschaft in Deutschland. pro familia unterhält ein bundesweites Beratungsnetzwerk und informiert mit einem vielfältigen Publikationsangebot die Öffentlichkeit.

Der pro familia Bundesverband wird durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend finanziell gefördert.